Johann Christoph Friedrich Schiller, ab 1802 von Schiller (* 10. November 1759 in Marbach am Neckar; † 9. Mai 1805 in Weimar)
„Er war von frühestem Alter an ein zartes Kind, die gewöhnlichen Kinderkrankheiten griffen seinen Körper hart an", schreibt seine ältere Schwester. Wohl kaum ein anderer hat sein unsterbliches Werk unter solch großen körperlichen Beeinträchtigungen geschaffen wie Friedrich Schiller. Besonders nach 1791 war es ein Sieg des Geistes über einen chronisch erkrankten Körper. Dies gilt vor allem für die Periode seiner Arbeit an den großen Dramen des Spätwerkes – für „Maria Stuart" (1800), „Die Jungfrau von Orleans" (1801), die „Braut von Messina" (1803), „Wilhelm Tell" (1804) und den unvollendet gebliebenen „Demetrius".
Der Vortrag zeichnet weniger den Dichter, sondern den Menschen und auch den Arzt Friedrich Schiller mit seinen Lebensgewohnheiten, seinem Umfeld und die Entwicklung seiner Krankheit. Als Schiller im frühen Alter von 45 Jahren verstarb, lautet der letzte Satz des lange geheim gehaltenen Obduktionsprotokolls: „Bey diesen Umständen muss man sich wundern, wie der arme Mann so lange hat leben können." Auch das letzte Geheimnis um Schillers Schädel in der Weimarer Fürstengruft scheint gelüftet.
Der frühere Leitende Chefarzt der Thüringen-Kliniken am Standort Rudolstadt, PD Dr. med. habil. Friedrich Meier, hat es sich zur Aufgabe gemacht, Lebensgewohnheiten und medizinische Besonderheiten von historischen Persönlichkeiten nachzuspüren.
Eintritt: 5 Euro