Die im 20. Jahrhundert errichteten Thüringer Talsperren und Hochwasserrückhaltebecken erfüllen wichtige Aufgaben bei der Regulierung und Nutzung des Wasserhaushaltes. Der Vortrag erläutert Grundlagen der Bemessung und Steuerung von Talsperren bei Hoch- und Niedrigwasser. Es folgt eine Skizzierung der verschiedenen Spannungsfelder der Talsperrenbewirtschaftung, die sich insbesondere bei Stauanlagen mit Mehrfachnutzungen ergeben.
Der Klimawandel verursacht zusätzliche neue Herausforderungen, hierzu werden aktuelle Beobachtungsdaten und Klimaprognosen für die Thüringer Trinkwassertalsperren präsentiert. Als Antwort darauf werden mögliche Anpassungsstrategien für die Talsperrenbewirtschaftung an diese neue Situation vorgestellt und diskutiert.
Referent Markus Möller ist als Fachhydrologe bei der Thüringer Fernwasserversorgung in Erfurt tätig. Er bringt sich im Rahmen der Gremienarbeit bei der Arbeitsgemeinschaft Trinkwassertalsperren (ATT) in die Weiterentwicklung des Regelwerkes im deutschen Talsperrenwesen ein. Herr Möller ist der deutsche Vertreter im Technischen Komitee „Talsperren im Klimawandel“ bei der Internationalen Talsperrenkommission.
Eintritt: 5 Euro