07.03.2025

Bürgercampus: Johann Wolfgang von Goethe, der (chronisch) leidende Patient

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Beginn
Fr. 07.03.2025
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Zeit
15:00 Uhr
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Ort
Faraday-Hörsaal
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Zielgruppe
Alle Interessierten

Wir verehren Johann Wolfgang v. Goethe vor allem als einen genialen Dichter und Schriftsteller. Schon weniger kennt man seine Leistungen als Wissenschaftler (Mineraloge, Botaniker, Meteorologe, Anatom und Biologe), als Maler und Zeichner, als Philosophen, als Politiker und Diplomaten, als Verwalter, als Direktor der Theater und Museen. Mit seinem Lebenswerk ist er für viele, auch im Hinblick auf sein erreichtes relativ hohes Alter (82 J), ein Sinnbild physischer und psychischer Gesundheit. 

Am wenigsten kennt man jenen Goethe, dessen Leben überschattet war von schweren Krankheiten aller Art. Zu Johann Peter Eckermann, dem Vertrauten der letzten Lebensjahre äußerte er sich einmal: „Man hat mich immer als einen vom Glück besonders Begünstigten gepriesen, auch will ich mich nicht beklagen und den Gang meines Lebens nicht schelten. Allein im Grunde ist es nichts als Mühe und Arbeit gewesen, und ich kann wohl sagen, dass ich in meinen fünfundsiebzig Jahren keine vier Wochen eigentliches Behagen gehabt. Es war das ewige Wälzen eines Steines, der immer von neuem gehoben sein wollte […].“ Der Vortrag zeichnet, eingebettet in wichtige Episoden seines Lebens, einen sehr oft leidenden Patienten.

Referent ist der frühere Leitende Chefarzt der Thüringen-Kliniken am Standort Rudolstadt, PD Dr. med. habil. Friedrich Meier. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, Lebensgewohnheiten und medizinische Besonderheiten von historischen Persönlichkeiten nachzuspüren.


Eintritt: 5 Euro