Ursula Nirsberger
Leiterin TU Ilmenau Bürgercampus
Telefon: +49 3677 69-4794
Die Gelenkembolisation, auch als transarterielle periartikuläreEmbolisation (TAPE) bekannt, ist ein minimalinvasives Verfahren, welches zur Behandlung von chronischen Schmerzen in den Gelenken – etwa bei Arthrose – eingesetzt wird. TAPE ist eine Therapieform für Betroffene, die trotz konservativer Therapien oder operativer Maßnahmen weiterhin Schmerzen in den Gelenken haben.
Die Ursachen für das Entstehen von Gelenkschmerzen sind vielfältig. Die aktuelle Forschung geht unter anderem davon aus, dass chronische Fehlbelastungen und Entzündungsreize zu krankhaften Gefäßneubildungen (Gefäßsprossungen) in der Gelenkhaut führen. Als Begleiterscheinung vermehren sich kleine Nervenbahnen und Schmerzrezeptoren um das Gelenk. Betroffene nehmen Schmerzen wahr. Gegen die Beschwerden wirken Schmerzmittel nur bedingt oder gar nicht.
Die Embolisation setzt hier an, indem die Blutzufuhr in bestimmten Bereichen des Gelenks unterbunden und die betroffenen Gefäße verschlossen werden. Durch die Embolisation kommt wieder Ruhe ins Gelenk, da kein Entzündungsstrom mehr stattfindet.
In einem Vortrag wird Ilhami Benli, der Chefarzt der Fachabteilung für Gefäß- und endovaskuläre Chirurgie in den Ilm-Kreis-Kliniken Arnstadt-Ilmenau gGmbH ist, über die eigenen Behandlungsformen und Erfahrungen der TAPE Therapie berichten.
Eintritt: 5 Euro