Neue Einblicke – tieferes Verständnis – gesellschaftliche Relevanz in Thüringen und der ganzen Welt: Die Gründungszentren in Thüringen verstehen sich nicht nur als Geschäftsräume für Start-ups, sondern auch als Vermittler und Transferzentren für Innovation, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fortschritt.
Mit der Vortragsreihe „Thür auf – Innovation im Dialog“ vermitteln die Thüringer Gründungszentren Einblicke in Zukunftsbranchen und die Welt des Unternehmertums.
Doch was sind diese Zukunftsbranchen? Welche globalen Zukunftstrends haben WissenschaftlerInnen identifiziert und wie können diese sich auf die Wirtschaft und das Zusammenleben in Thüringen auswirken? Was sind die Anforderungen und Probleme, die uns in Zukunft wahrscheinlich besonders beschäftigen und mit welchen Ideen und Technologien wollen wir diesen Herausforderungen möglichst frühzeitig begegnen? Ist ein Blick in die Zukunft wissenschaftlich überhaupt möglich?
Aber ja! Zukunftsforschung ist die „systematische und kritische wissenschaftliche Untersuchung von Fragen möglicher zukünftiger Entwicklungen auf technischem, wirtschaftlichem und sozialem Gebiet“. Und diesen Einblick in die Zukunft wollen das Technologie- und Gründerzentrum Ilmenau zusammen mit dem Gründerforum e.V. den Gästen in einem weiteren Vortrag der Reihe „Thür auf – Innovation im Dialog“ eröffnen.
Am 22. April 2026 laden sie ab 17.30 Uhr in das Technologie- und Gründerzentrum Ilmenau (TGZ), Ehrenbergstraße 11, 98693 Ilmenau, ein zu Impulsvorträgen und Diskussionen zum Thema „Zukunft ist kein Zufall: Warum Abwarten die riskanteste Strategie ist“
Forschen – einschätzen – machen - Wie wir die Märkte von morgen heute vorbereiten
Christine Koch erforscht am Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) am Standort Leipzig mögliche Zukunftsszenarien und wie diese durch aktive Teilhabe beeinflusst und in die Strategie von Unternehmen eingebunden werden können. Mit ihrer fast zwanzigjährigen Berufserfahrung als systemische Organisationsberaterin in der Industrie ist ihr Interesse nicht nur akademisch, sondern zielt auf den direkten Nutzen für Unternehmen und Menschen ab. In ihrem Vortrag stellt sie Methoden der Zukunftsforschung vor und gibt einen Einblick, wie Forschungsergebnisse die strategische Entwicklung von Unternehmen nachhaltig positiv beeinflussen können.
Sven Müller verantwortet bei der SPRIND, der Bundesagentur für Sprunginnovationen, das Beteiligungscontrolling. Sprunginnovationen lassen neue Märkte entstehen oder verändern bestehende Märkte fundamental. Die SPRIND engagiert sich europaweit, identifiziert und fördert bahnbrechende Technologien und Themen, die das Potential haben, das Leben der Menschen von Grund auf zu verbessern. Ob ein heute unterstütztes Projekt mit Sprunginnovationspotential wirklich zündet, wird voraussichtlich erst in 10-15 Jahren sichtbar werden. Sven Müller spricht darüber, mit welchem Anspruch die SPRIND Zukunftspotentiale identifiziert und unter welchen Bedingungen Projekte gedeihen können.
Ist Zukunft also beeinflussbar? Können wir als Gesellschaft heute den Grundstein für unser Zusammenleben und unsere Arbeitswelt von morgen legen? Und was können wir einzeln und in unseren Netzwerken dafür tun, dass unsere gemeinsame Zukunft rundum lebenswert ist?
In der Diskussionsrunde sind konstruktive, zukunftsweisende und auch kritische Fragen erlaubt und gewünscht: Bewegen wir uns aktuell in die richtige Richtung? Das Publikum kann die Gelegenheit nutzen, ihre Fragen und auch Zukunftssorgen zu formulieren – vielleicht finden wir gemeinsam mit unseren Experten ein paar neue, überraschende und zukunftsweisende Antworten.
Alle Gäste sind herzlich zu einem Umtrunk in entspannter Atmosphäre eingeladen. Nutzen Sie die Gelegenheit, um das Thema im direkten Gespräch zu vertiefen und ihre Kontakte mit Unternehmen, WissenschaftlerInnen und VertreterInnen aus der Politik zu vertiefen.
Da die Teilnehmendenzahl begrenzt ist, wird um vorherige Anmeldung gebeten.