Prof. Dr. Eberhard Manske
Leiter des FG Fertigungs- und Präzisionsmesstechnik, Institutsleiter PMS
69-1250, -5050
In diesem Jahr erhielten unsere jetzigen Kollegen Dipl.-Ing. Simon Eisele und Dipl.-Ing. Christoph Hemeling sowie M.Sc. Lars Weyh den Förderpreis Maschinenbau.
Das Thema der Diplomarbeit von Simon Eisele war: „Entwicklung eines echtzeitfähigen Rimless-Wheel-Modells zur Beschreibung des Rimless-Wheel Walking für einen modularen elastischen Explorationsrover“. Das Thema wurde von dem Fachgebiet Mechanik Nachgiebiger Systeme (durch Dr. Lukas Merker und Prof. Lena Zentner) in Kooperation mit dem DLR (Institut für Systemdynamik und Regelungstechnik, Oberpfaffenhofen) betreut.
Forschungsgegenstand war der sogenannte SCOUT-Rover (https://www.dlr.de/de/sr/forschung-und-transfer/projekte/raumfahrtforschung/rover-scout). Ein kompakter Aufklärungsroboter zur Erforschung schwer zugänglicher Areale auf fremden Himmelskörpern - beispielsweise Kraterwände und Höhlen. Um auf diesem schwierigen Gelände voran zu kommen, besitzt der SCOUT sogenannte Rimless-Wheels. Die resultierende Fortbewegung kann als Hybridform aus Laufen und Rollen betrachtet werden. Um die Regelung des Rovers zu verbessern, wurde im Rahmen der Diplomarbeit ein Verformungsmodell für Rimless-Wheels des Scout basierend auf nichtlinearer Balkentheorie nach EULER-BERNOULLI entwickelt, mit dem man den Abrollprozess des SCOUT-Rades beschreiben kann.
Christoph Hemeling beschäftigte sich in seiner Diplomarbeit mit dem Thema "Kraftmessung mittels Fasersegmentinterferometrie". Betreut wurde er von M.Sc. Vitalii Shmagun und Jun.-Prof. Thomas Kissinger. In der Arbeit wurden die grundsätzlichen Möglichkeiten der faseroptischen Formmessung untersucht. Konkret wurde das Prinzip der Fasersegmentinterferometrie untersucht, das sich im Vergleich zu herkömmlichen FOSS-Methoden durch eine höhere Dehnungsempfindlichkeit auszeichnet und so in Zukunft zur Realisierung kompakter und hochgenauer Kraftsensoren beitragen soll.
Der "Verein zur Förderung der Fakultät für Maschinenbau und der Feinwerktechnik der Technischen Universität Ilmenau e.V." verleiht einmal jährlich den Förderpreis Maschinenbau.
Der Förderverein anerkennt und honoriert mit diesem Preis herausragende studentische Leistungen, die relevante Beiträge zur Entwicklung von Lehre und Wissenschaft auf den Gebieten des Maschinenbaus und der Feinwerktechnik darstellen. Dabei werden Leistungen, die interdisziplinären Charakter tragen, mit Priorität behandelt.