Dr. Jingyuan Yu und Prof. Dr. Emese Domahidi vom Fachgebiet CCS, haben einen neuen Artikel „Quantity or Quality? Comparing Social Media Data Sampling Strategies for Government Crisis Communication Research” im „International Journal of Disaster Risk Reduction” veröffentlicht. Ziel dieser Studie ist die Entwicklung eines praktikablen und verallgemeinerbaren, theoriebasierten Stichprobendesigns für zukünftige Studien zur staatlichen Krisenkommunikation in sozialen Medien. Damit soll der Mangel an klaren Richtlinien in diesem Forschungsfeld behoben werden. Um dieses methodische Ziel zu erreichen, konzentriert sich die Forschung auf die Erstellung verschiedener Datensätze, die auf unterschiedlichen (d. h. deduktiven vs. induktiven) Stichprobenstrategien basieren, und deren Vergleich anhand verschiedener Metriken (z. B. Jaccard-Index, Präzision und Rückruf) sowie verschiedener Analysen (z. B. relevante Nutzer und Inhalte, Top-Nutzer und -Begriffe sowie Tweet-Häufigkeit im Zeitverlauf). Die Ergebnisse zeigen, dass die deduktive Stichprobenstrategie in allen untersuchten Fällen die induktive Strategie übertrifft. Deduktive Stichprobennahme ist daher für zukünftige Studien zur staatlichen Krisenkommunikation zu empfehlen. Diese Studie ist in Zusammenarbeit mit Frau Khaoula Benmaarouf (ehemalige Forscherin an der TU Ilmenau, heute Hochschule Ruhr West) und Prof. Dr. Nadine Steinmetz (ehemalige Forscherin an der TU Ilmenau, heute Fachhochschule Erfurt) entstanden. Die Forschung ist Teil des DECIPHER-Projekts und wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (Projektnummer: 458225198) gefördert.
Weitere Informationen zum Artikel: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2212420925003553
Weitere Informationen zum DECIPHER-Projekt: https://www.tu-ilmenau.de/decipher