Tanzerfahrungen in sozialer virtueller Realität

FG Medienpsychologie präsentiert auf der IEEE VR 2026 Konferenz
IEEE VR Conference 2026

Soziale Plattformen der virtuellen Realität (VR) eröffnen neue Möglichkeiten für gemeinsames Tanzen und kreative Selbstexpression. Gleichzeitig bringen technische Einschränkungen besondere Herausforderungen mit sich. Auf der IEEE Conference on Virtual Reality and 3D User Interfaces 2026 (IEEE VR 2026), die vom 21.–25. März 2026 in Daegu, Südkorea stattfindet, präsentiert das Fachgebiet Medienpsychologie und Medienkonzeption der TU Ilmenau aktuelle Forschungsergebnisse aus dem vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) geförderten Projekt GROOVE.

Im Rahmen der Poster-Session stellt Yuanyangyang Yin Ergebnisse einer qualitativen Interviewstudie zu Tanzerfahrungen in sozialer VR vor. Grundlage der Studie sind Interviews mit 15 erfahrenen VRChat-Tanzenden. Untersucht wurden Tanzpraktiken und Präferenzen, psychosoziale und körperliche Effekte virtueller Tanzaktivitäten sowie technologische Möglichkeiten und Einschränkungen. Die Ergebnisse zeigen Vorteile wie Möglichkeiten zur Selbstexpression, soziale Verbundenheit und körperliche Aktivität. Gleichzeitig erschweren technische Herausforderungen – insbesondere Netzwerk-Latenzen, Tracking-Instabilitäten und Audio-Desynchronisation – häufig die rhythmische Synchronisation und koordinierte Bewegung. Erfahrene Tanzende entwickeln daher verschiedene Strategien, um trotz dieser Einschränkungen Synchronisation und Immersion aufrechtzuerhalten. Die Studie liefert wichtige Hinweise für die Gestaltung zukünftiger sozialer VR-Umgebungen.

 
  • Yin, Y., Adolph, M., & Döring, N. (2026). Dance Experiences in Social Virtual Reality: A Qualitative Interview Study.2026 IEEE Conference on Virtual Reality and 3D User Interfaces Workshops and Abstracts (IEEE VR 2026), Daegu, Korea.