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Die Menstruation auf YouTube, Instagram und TikTok

FG Medienpsychologie veröffentlicht in Bundesgesundheitsblatt
Springer

Soziale Medien sind für viele Jugendliche und Erwachsene eine zentrale Informationsquelle zu sexuellen und reproduktiven Gesundheitsthemen wie der Menstruation. Vor diesem Hintergrund untersuchte eine aktuelle Studie des Fachgebiets Medienpsychologie und Medienkonzeption der TU Ilmenau erstmals systematisch deutschsprachige Videos zur Monatsblutung auf YouTube, Instagram und TikTok.

Analysiert wurden N = 500 populäre Videos sowie mehrere tausend dazugehörige Kommentare. Im Fokus standen Anbietertypen, inhaltliche Schwerpunkte, die Qualität der vermittelten Informationen und die Reaktionen des Publikums. Die untersuchten Menstruationsvideos stammten überwiegend von Gesundheitslaien und seltener von Gesundheitsprofis. Inhaltlich drehten sich die Videos vor allem um das Menstruationserleben (z. B. Schmerzen) sowie um den praktischen Umgang mit der Blutung (z. B. Menstruationsprodukte). Gemäß Qualitätskriterien für evidenzbasierte Gesundheitsinformationen zeigten sich deutliche Defizite. Die Autorinnen betonen den Bedarf an weiterer Forschung sowie an Maßnahmen, um die Qualität von Informationen zur Menstruation in sozialen Medien gezielt zu verbessern. Die Studie ist Teil des vom Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) geförderten Forschungsprojekts EMSA (Erstes Mal, Menstruation und Schwangerschaftsabbruch als Themen der sexuellen und reproduktiven Online-Gesundheitskommunikation).

 

  • Döring, N., Shevtsova, A., & Schumann-Doermer, C. (2026). Die Menstruation in Sozialen Medien: Eine Inhalts- und Qualitätsanalyse [The Menstruation on Social Media: A Content and Quality Analysis]. Bundesgesundheitsblatt. https://doi.org/10.1007/s00103-026-04213-x