Projekte

Habilitationsprojekt: Terrorismus als Kommunikation

Dr. Rothenberger befasst sich in ihrem Habilitationsprojekt "Terrorismus als Kommunikation" mit der Frage, wie kommunikationswissenschaftliche Theorien auf das Phänomen "Terrorismus" anwendbar sind und wie sie nutzen können, dieses Feld weiter zu erschließen, zu erklären und lösungsorientiert zu durchdringen.

Ansprechpartner: Dr. Liane Rothenberger

 

Dissertationsprojekt: Der Einfluss kultureller Werteorientierungen auf die Wahrnehmung und Bewertung der Krisenkommunikation von Unternehmen

Unternehmenskrisen und strategisches Krisenkommunikationsmanagement werden zunehmend aus einer publikumsorientierten Perspektive betrachtet, wonach Krisen als sozial konstruiert und damit stark von der Wahrnehmung der Öffentlichkeit abhängig verstanden werden (Schwarz, 2014). Allerdings können unterschiedliche Akteure aus verschiedenen Ländern dieselbe Krise aufgrund ihres kulturellen Hintergrunds und der damit verbundenen Werteorientierungen unterschiedlich wahrnehmen.

Bisher basiert die interkulturelle Krisenkommunikationsforschung hauptsächlich auf Fallstudien, ohne Anwendung von theoretischen Kernansätzen und rigiden methodischen Designs (Claeys & Schwarz, 2016). Die Forschung in diesem Bereich konzentriert sich eher auf westliche Länder oder zielt darauf ab, bestehende westliche Annahmen in nicht-westlichen Kulturen zu testen, ohne wirklich vergleichende Forschungsdesigns anzuwenden. Nur wenige Studien wenden eine tatsächliche interkulturelle Vergleichsmethodik an.

Um diesen Ethnozentrismus in der Krisenkommunikationsforschung zu überwinden und bisherige Erkenntnisse in interkulturellen Kontexten zu validieren, plant Tatjana Faj, die bestehenden publikumsorientierten Theorien der Krisenkommunikation durch Beantwortung der folgenden Forschungsfrage zu erweitern:

FF: Welchen Einfluss haben kulturelle Wertorientierungen auf die Wahrnehmung und Bewertung von Unternehmenskrisen und Krisenkommunikation?

Konkret geht es darum, herauszufinden, ob es kulturbedingte Unterschiede in Bezug auf die Wahrnehmung des Krisentyps durch die Stakeholder, ihre Einschätzung der organisatorischen Verantwortung für Krisen, die Bewertung der Krisenreaktion eines Unternehmens und die affektiven und kognitiven Reaktionen der Stakeholder auf Krisen gibt. Auf diese Weise soll ein besseres Verständnis der kulturellen Variabilität der Wahrnehmung von Unternehmen in Krisenzeiten erreicht und zur Theoriebildung in der strategischen Krisenkommunikationsforschung beigetragen werden. Ziel ist es, ein theoretisches Modell zu entwickeln, das die Auswirkungen kultureller Werteorientierungen auf die Krisenwahrnehmung und -kommunikation beschreibt und erklärt und damit der Komplexität von Krisensituationen in einem globalen Umfeld gerecht wird.

Um die Forschungsfrage zu beantworten und das theoretische Modell der kulturübergreifenden Krisenreaktion der Stakeholder weiterzuentwickeln und zu testen, wird im Rahmen dieses Promotionsvorhabens ein Mehrmethodendesign implementiert. Die interkulturelle Vergleichsstudie wird Stichproben aus verschiedenen Ländern enthalten, die unterschiedliche Konfigurationen kultureller Werteorientierungen widerspiegeln. Das sequentielle explorative Forschungsdesign besteht aus einem qualitativen Teil, nämlich Leitfadeninterviews, und einem quantitativen Teil, der aus quasi-experimentellen Online-Befragungen besteht. Damit stellt das Projekt einen ersten Schritt zur Entwicklung einer publikumsorientierten Theorie der Krisenkommunikation mit interkultureller Gültigkeit dar.

 

Literatur:

Claeys, A.-S., & Schwarz, A. (2016). Domestic and International Audiences of Organizational Crisis Communication. State of the Art and Implications for Cross-Cultural Crisis Communication. In A. Schwarz, M. W. Seeger, & C. Auer (Eds.), The Handbook of International Crisis Communication Research (pp. 224–235). Chichester, UK: Wiley-Blackwell.

Schwarz, A. (2014).Crisis Communication in an Era of Hybridization and Globalization: Mapping the Field of Organizational Strategic Crisis Communication and Future Avenues of Research. Paper presented at the “Congreso Internacional de Estrategias de Comunicación en Situaciones de Riesgo y Crisis”, Universidad CEU Cardenal Herrera, Valencia, Spain (pp. 1–18).

 

Projektbeginn: Mai 2018

Ansprechpartner:Tatjana Faj

 

Dissertationsprojekt: Der Einfluss kultureller Werteorientierungen auf die Wahrnehmung und Bewertung der Krisenkommunikation von Unternehmen

Das Forschungsfeld der Krisenkommunikation hat einige Lücken zu überwinden. Zum Beispiel werden die meisten Konzepte und Theorien des Feldes von westlichen Gelehrten vorgeschlagen. Es gibt einen großen Mangel an Forschung über die Auswirkungen von politischen und kulturellen Faktoren auf die Führung und Steuerung in der Krisenkommunikation in verschiedenen politischen und kulturellen Systemen.
Darüber hinaus gibt es wissenschaftlich gesehen einige beträchtliche Kuriositäten in der Krisenkommunikation, wie z.B. wie die verschiedenen politischen Systeme in unterschiedlichen kulturellen Umgebungen auf die Entschärfung von Katastrophen wie Taifunen reagieren? Welches ist besser als andere, und warum? Welche prominenten Führungsstile sind vorherrschend und haben Einfluss auf die Steuerung der Krisenkommunikation? Wie unterscheidet sich die Krisenwahrnehmung des Ostens von der des Westens? Diese vielfältigen Überlegungen führen dazu, dass die Qualität der Leistungen in der Krisenkommunikation unterschiedlich ausfällt.
Das laufende vergleichende Forschungsprojekt zur Krisenkommunikations-Governance in ausgewählten ASEAN-Ländern kann die genannten Lücken adressieren und die oben genannten Fragen beantworten. Durch die Anwendung qualitativer Forschungsmethoden, einschließlich (1) der Befragung zahlreicher hochrangiger Regierungsvertreter, Journalisten und hochrangiger Experten im Bereich der Katastrophen- und Kommunikationsforschung; und (2) der Analyse vieler tausender Seiten entsprechender offizieller Dokumente der letzten 30 Jahre auf den Philippinen und in Vietnam, deckt der Forscher die Einflüsse sozialer, kultureller und politischer Faktoren auf das strukturelle und praktische Krisenkommunikationsmanagement in verschiedenen politischen Regimen und unterschiedlichen Kulturen auf. Der Forscher zielt auch darauf ab, einen strategischen Rahmen der politischen Reaktion auf regionaler Ebene in der Krisenkommunikationssteuerung zu entwickeln.

Ansprechpartner: Le Ngoc Son

 

Buchprojekt: Terrorismus als Kommunikation

Kommunikationstheorien und Terrorismus – wie lässt sich hier eine Verbindung schaffen? Terrorismus ist ein in der heutigen Zeit dominantes Thema: Es bestimmt zuweilen die öffentliche politische Diskussion wie auch private Gespräche. Die Kommunikationswissenschaft kann dazu beitragen, das Phänomen Terrorismus weiter zu durchdringen, und wichtige Puzzlesteine liefern, es in seiner Gesamtheit zu erfassen. Die Entwicklung der Medienkompetenz mancher Terroristengruppen drängt es geradezu auf, das „Gesellschaftsproblem Terrorismus“ mithilfe einer „kommunikations­wissenschaftlichen Brille“ anzugehen.

Erscheinungstermin: demnächst

Ansprechpartner:Dr. Liane Rothenberger

 

Buchprojekt: Terrorismusforschung. Interdisziplinäres Handbuch für Wissenschaft und Praxis

Terrorismus – eine rein sicherheitspolitische Bedrohung? Tatsächlich berühren seine Ursprünge, Formen und Eff ekte eine Vielzahl gesell­schaftlicher und wissenschaftlicher Bereiche: Wie entsteht Terrorismus? Wie wird er wahrgenommen? Wie wirkt er? Wie kann man ihm vor­beugen und ihn eindämmen?Das interdisziplinäre Handbuch dient Interessierten aus Wissenschaft, Praxis und Politik sowie Studierenden unterschiedlicher Fächer als umfassendes Nachschlagewerk. Es bezieht Theorien und Perspektiven aus den verschiedenen Fachdisziplinen ein und zeigt unterschiedliche Zugänge zum Verständnis von Terrorismus auf. Zudem bietet es Anknüpfungspunkte für einen ersten und profunden Einstieg in die Terrorismusforschung.

Erscheinungstermin: demnächst

Ansprechpartner:Dr. Liane Rothenberger

abgeschlossene Projekte

Die Krisenkommunikation deutscher Jugendämter

Die Internationale Forschungsgruppe Krisenkommunikation hat von 2013 bis 2015 ein Projekt zur Analyse und Verbesserung der Krisenkommunikation deutscher Jugendämter durchgeführt (Leitung: Dr. Andreas Schwarz). Aktuell wird dazu eine Monografie erstellt. Das Projekt hatte zum Ziel die Mitarbeiter/innen in Jugendämtern und die Kommunikationsverantwortlichen der Kommunen dabei zu unterstützen, ihre Kompetenz im kommunikativen Umgang mit Krisen zu verbessern. Das Projekt wurde vom Nationalen Zentrum Frühe Hilfen (NZFH), getragen von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Kooperation mit dem Deutschen Jugendinstitut (DJI), aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert. 

In der ersten Phase des Projekts wurden zwei wissenschaftliche Studien zur umfassenden Analyse der öffentlichen und internen Kommunikation von Jugendämtern im Kontext von Krisen durchgeführt. Aufbauend auf diesen Analysen entwickelte die Internationale Forschungsgruppe Krisenkommunikation der Technische Universität Ilmenau eine Arbeitshilfe für Jugendämter und Kommunen zur besseren Krisenbewältigung (Schwarz, Schleicher, Srugies, & Rothenberger, 2016). Aus wissenschaftlicher Perspektive standen Erfassung und Vergleich der internen und externen Wahrnehmung von Jugendämtern in Krisenkontexten sowie die fundierte Beurteilung der aktuellen Praxis des Krisenkommunikationsmanagements der Jugendämter und Kommunen im Vordergrund. Im Detail sollten dabei die Bedürfnisse und Belastungen von Jugendamtsmitarbeiter/innen im Krisenkontext untersucht und systematisiert werden. Darüber hinaus war es Ziel den Ist-Zustand der Krisenkommunikation von Jugendämtern im Hinblick auf die Prävention, die Vorbereitung, die Bewältigung und die Nachbereitung von Krisen zu analysieren. Neben diesem organisationsinternen Zugriff schloss das Projekt eine aktuelle und fallübergreifende Analyse der öffentlichen Darstellung von Jugendämtern und ihres Umgangs mit kritischen Situationen in den Medien ein. Damit sollte die öffentliche medial vermittelte Wahrnehmung dieser öffentlichen Einrichtungen im Kontext von Krisen- und Routinezeiten mit wissenschaftlichen Methoden erfasst und mit der organisationsinternen Perspektive verglichen werden.

Ansprechpartner: Dr. Andreas Schwarz

 

DFG-Projekt: Militärische „Media Relations“. Die Beziehungen von Bundeswehr und US-Streitkräften zu den Medien: Vergleichende Analyse des militärischen Kommunikationsmanagements seit 1990

Bei dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Forschungsvorhaben handelt es sich um zwei Teilprojekte, die in einen größeren Forschungsverbund zum Thema „Militär und Medien im 20. Jahrhundert“ integriert sind. Beide Unterprojekte konzentrieren sich – wie die anderen Teilprojekte des Gesamtvorhabens – auf die Analyse der militärischen Seite der Beziehungen von Militär und Medien. Untersuchungsgegenstände sind demnach die Bundeswehr und die US-Streitkräfte sowie die für die jeweiligen militärischen Organisationen unmittelbar verantwortlichen politischen Leitungsorganisationen (BMVg, Pentagon) in ihren Beziehungen zu den Medien.
Als vergleichende Längsschnittanalyse konzipiert, werden die beiden Teilprojekte die Frage beantworten, wie und aus welchen Gründen sich die Medienbeziehungen der Bundeswehr im Vergleich zu den US-Streit­kräften von 1990 bis zur Gegenwart verändert haben. Dabei werden die Aufgaben, Leistungen und Strukturen der Militär-Medien-Beziehungen ebenso im Mittelpunkt stehen wie die Beziehungen der militärischen zu den sicherheitspolitischen Media Relations. Um das bisher in der Kommunikationswissenschaft vernachlässigte Feld der medienbezogenen Organisationskommunikation des Militärs systematisch erschließen zu können, wird ein Mehrmethoden-Design aus Dokumentenanalysen und Leitfadeninterviews eingesetzt. Mit Hilfe der Ergebnisse wird ein Beitrag zur Etablierung einer Theorie der Politik-Militär-Medien-Interrelationen geleistet.
Das Forschungsteam an der TU Ilmenau wird geleitet von Professor Martin Löffelholz. Die Projektgruppe besteht aus den wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen Kathrin Schleicher und Claudia Auer.

Ansprechpartner:Claudia Auer and Kathrin Schleicher

 

Forschungsprojekt: Relevanz von Mobilkommunikation und Internet bei innerstaatlichen Krisen – am Beispiel der Post-Election-Crisis in Kenia

Handys, Twitter, flickr, Blogs und Onlinekampagnen über Social Onlinecommunities: Gerade in der Krise und bei eingeschränktem Zugang zu Informationsquellen haben sich Mobilkommunikation und die Funktionalitäten des Web 2.0 als deutlich relevant, nicht nur für die interpersonale, sondern auch für die öffentliche Kommunikation gezeigt.
Nach den Präsidentschaftswahlen in Kenia Ende Dezember 2007 und den anschließenden 2-monatigen Unruhen, ist die Bevölkerung mit einer bis dato unbekannten Flut von Hass- und Einschüchterungs-SMS überzogen worden, die letztlich die Regierung und Mobilfunkbetreiber dazu veranlasst haben, ebenfalls per SMS Strafandrohungen oder deeskalierende Mitteilungen zu verschicken. Zudem entstanden – nicht zuletzt wegen eines Liveberichterstattungsbanns durch die Regierung – innerhalb kürzester Zeit eine Vielzahl von Blogs, Foren und Onlinekampagnen wie zum Beispiel die Plattform Usahidi, die neben der Diaspora auch einheimische Medien mobilisierten und als Referenzmedien auch die Berichterstattung, vor allem im Radio, mitprägten.
In einer explorativen Studie hat sich Matthias Duchscherer mit der Relevanz von Mobilkommunikation und Internet bei innerstaatlichen Krisen am Beispiel der Post-Election-Crisis in Kenia beschäftigt. Methodische Basis der Studie bildete die teilnehmende Beobachtung und qualitative Tiefeninterviews u.a. mit Bloggern, Journalisten, Kenner der politischen Szene und Empfängern von Hass-SMS.

Ergebnisse der Studie stellte Matthias Duchscherer im Mai auf dem Deutsch-Ostafrikanischen Mediendialog in Nairobi vor. Die Konferenz veranstaltete das Institut für Auslandsbeziehungen (ifa), an der Journalisten und Wissenschaftler aus Deutschland und Ostafrika teilnahmen.

Ansprechpartner: Matthias Duchscherer

 

Dissertationsprojekt: "Public Relations und Krisen - Ein kovariationsbasierter Ansatz der Kausal- und Verantwortungsattributionen von Anspruchsgruppen unter Krisenbedingungen"

Das Forschungsprojekt befasst sich mit der Frage, wie und unter welchen Bedingungen Anspruchsgruppen von Organisationen Ursachen- und Verantwortungszuschreibungen für Krisenereignisse vornehmen. Auf Basis sozialpsychologischer Ansätze (Attributionstheorie) wird der Einfluss verschiedener Informationsdimensionen auf Attributionen und die Reputation von Organisationen im Krisenkontext experimentell überprüft. Daraus ergeben sich neben wissenschaftlicher Erkenntnis zur Reputationsbildung auch anwendungsbezogene Strategieoptionen für Unternehmen und andere Organisationen.

Ansprechpartner: Andreas Schwarz

 

Dissertationsprojekt: "Strukturen und Funktionen von Medien der internen Organisationskommunikation. Entstehung und Nutzung von Medienangeboten einer Großorganisation am Beispiel der Bundeswehr"

Das Projekt will die strukturelle und handlungsprogrammatische Dimension des Entstehungsprozesses von Medienangeboten der internen Organisationskommunikation der Bundeswehr und des Bundesministeriums der Verteidigung (BMVg) untersuchen und zum anderen die Dimension der Nutzung dieser Medienangebote betrachten. Dabei sollen die Funktionen und tatsächlichen Leistungen der Bundeswehrmedien für die Gesamtorganisation und ihre Teilbereiche ermittelt werden. Daraus ergeben sich zwei Zielsetzungen:

    • Transfer des Modells der integrierten Unternehmenskommunikation auf eine öffentliche Großorganisation und die Weiterentwicklung der integrierten Organisationskommunikation im Rahmen einer crossmedialen Kommunikationsstrategie am Beispiel der Bundeswehr und ihrer internen Kommunikation. Im Fokus stehen die Leistungen der Medien der internen Organisationskommunikation, die sie für die Gesamtorganisation sowie für einzelne Teilbereiche der Bundeswehr und des Geschäftsbereichs des BMVg erbringen.
    • (Weiter-)Entwicklung einer strategischen nutzersichtorientierten Evaluation von organisationseigenen Medien(angeboten) auf Basis theoretischer Ansätze der motivationalen Mediennutzungsforschung. Das entwickelte Evaluationsinstrument soll in einem standardisierten Mess- und Bewertungssystem münden, mit dem unabhängig von der Organisation die Leistungen der (internen) Medien der Organisationskommunikation gebenchmarkt werden können.

Ansprechpartner: Matthias Duchscherer

 

Sicherheitspolitische Kommunikation in Deutschland

In einem Studienprojekt untersuchen Studierende der Angewandten Medienwissenschaft der TU Ilmenau seit Oktober 2004 unter Leitung von Professor Martin Löffelholz die wichtigsten Akteure und Strukturen der sicherheitspolitischen Kommunikation in Deutschland. In der ersten Projektphase (Oktober 2004 bis März 2005) wurden zunächst die Organisationsziele sowie Merkmale der internen und externen Kommunikation ausgewählter Akteure des sicherheitspolitischen Netzwerks in Deutschland betrachtet. Zudem wurde der Blick auf die Ausprägung der bestehenden Kommunikationsbeziehungen zwischen den untersuchten Einrichtungen gerichtet.

In der zweiten Projektphase (April bis September 2005) wurden weitere sicherheitspolitisch relevante Institutionen in die empirische Analyse einbezogen. Zudem wurde konkreter analysiert, wie bestimmte sicherheitspolitische Themen in die Öffentlichkeit bzw. an die jeweiligen Zielgruppen der Organisation vermittelt werden. Als Themen von innen- und außenpolitischer Relevanz wurden ausgewählt: das Themenfeld ‚islamistischer Terrorismus' und das Themenfeld ‚Auslandseinsätze der Bundeswehr'.

In der bereits geplanten dritten Projektphase (Oktober 2005 bis März 2006) wird eine prototypische Evaluation der sicherheitspolitischen Öffentlichkeitsarbeit durchgeführt. Am Beispiel der Berichterstattung über die Auslandseinsätze der Bundeswehr werden ausgewählte Medien inhaltsanalytisch untersucht. Zwischenergebnisse der Studie werden im Januar 2006 in der Akademie der Bundeswehr für Information und Kommunikation vorgestellt (gemeinsam veranstaltetes Seminar).

Einen Zwischenbericht über die wichtigsten Ergebnisse der ersten Projektphase stellen wir Ihnen an dieser Stelle zur Verfügung.

 

Zwischenbericht "Strukturen sicherheitspolitischer Kommunikation in Deutschland" (Prof. Dr. Martin Löffelholz)

Ansprechpartner: Martin Löffelholz