29.05.2026

Bürgercampus: Amateurfunk – Private Kommunikation weltweit, grenzenlos

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Beginn
Fr. 29.05.2026
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Zeit
15:00 Uhr
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Ort
Faraday-Hörsaal
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Zielgruppe
Öffentlich: Alle Interessierten

Der Amateurfunk ist ein vielseitiges technisches Hobby und ein weltweit anerkannter Funkdienst, der der internationalen Verständigung, der technischen und wissenschaftlichen Weiterbildung sowie der Unterstützung in Not- und Katastrophenfällen dient. Funkamateure können unabhängig vom Internet nahezu weltweit miteinander kommunizieren – über Länder- und Kontinentgrenzen hinweg. In rund 335 Amateurfunk-Ländern sind Funkverbindungen möglich, nur in wenigen Staaten wie Nordkorea ist Amateurfunk nicht erlaubt.

Die Kommunikation erfolgt über Sprechfunk, Morse-Telegraphie oder digitale Betriebsarten. Voraussetzung für die Teilnahme ist eine staatliche Genehmigung mit Prüfung, die in allen Ländern vorgeschrieben ist. Die Inhalte der Funkverbindungen sind auf technische, funkbetriebliche und persönliche Themen beschränkt; kommerzielle oder politische Inhalte sind nicht gestattet. Funkkontakte werden durch sogenannte QSL-Karten bestätigt, aus denen sich internationale Diplome und Auszeichnungen ergeben können, etwa für Funkverbindungen mit allen Kontinenten. Zudem finden nahezu jedes Wochenende Funkwettbewerbe statt, an denen Interessierte teilnehmen können.

Moderne Funkgeräte sind heute meist kommerziell gefertigt, während Antennen häufig selbst gebaut werden. Der Amateurfunk ist für jedes Alter geeignet, besondere technische oder sprachliche Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Vorbereitung auf die Prüfung erfolgt durch Kurse oder im Selbststudium. Eine Funkstation kann nahezu überall betrieben werden, auch im eigenen Zuhause, sofern die gesetzlichen Vorschriften eingehalten werden. In Deutschland gibt es rund 60.000 lizenzierte Funkamateure, weltweit etwa 3 Millionen, mit den größten Gemeinschaften in Japan und den USA.

Eintritt: 5 Euro