14.11.2025

Bürgercampus: Internationale Wirtschaftsbeziehungen zwischen Kooperationen und Interessenpolitik

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Beginn
Fr. 14.11.2025
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Zeit
15:00 Uhr
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Ort
Faraday-Hörsaal
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Zielgruppe
Alle Interessierten

Internationale Wirtschaftsbeziehungen basieren auf der Idee, dass alle Beteiligten vom Handel profitieren ­weil sich Länder auf das spezialisieren, was sie im Vergleich zu anderen effizienter produzieren. Doch was passiert, wenn wirtschaftspolitische Entscheidungen nicht an ökonomischer Logik, sondern an nationalen Interessen ausgerichtet werden?

Die Außenwirtschaftspolitik der USA unter Donald Trump steht exemplarisch für diese Entwicklung: Mit dem Slogan „America First“, Strafzöllen und der Infragestellung multilateraler Handelsabkommen tritt die größte Volkswirtschaft der Welt zunehmend protektionistisch auf.

Der Vortrag führt in die ökonomischen Grundprinzipien des internationalen Handels ein, beleuchtet die politische Gestaltung globaler Wirtschaftsbeziehungen und zeigt, wie wirtschaftliche Zusammenarbeit unter Druck geraten kann. Anhand aktueller Beispiele wird diskutiert, welche Folgen dieser Kurs für globale Märkte, Lieferketten und internationale Zusammenarbeit hat - und was das für die Zukunft bedeutet.

Seit Oktober 2012 arbeitet Univ.-Prof. Dr. rer. pol. habil. Thomas Grebel als Fachgebietsleiter Wirtschaftspolitik an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und Medien an der Technischen Universität Ilmenau. Nach Studienabschlüssen in BWL (Universität Augsburg) und VWL (Wayne State University, Detroit) promovierte er in VWL an der Universität Augsburg. Im Anschluss an seine Post-Doc-Phase am GREDEG in Sophia-Antipolis, Frankreich, habilitierte er an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena. Darüber hinaus sammelte er Praxiserfahrung als Mitgründer eines E-Commerce-Unternehmens und als Projektleiter bei einem renommierten Schweizer Wirtschaftsforschungsunternehmen im Bereich der Klima- und Energiepolitik. Sein Forschungsschwerpunkt liegt in der empirischen Innovationsforschung; darüber hinaus beschäftigt er sich ebenso mit wirtschaftspolitischen Fragen im Kontext internationaler Handelsbeziehungen.

 

Eintritt: 5 Euro