31.03.2026

Neue Publikation: Comfortable Flower Electrodes for Dry EEG in Epilepsy and Clinical Neurophysiology Diagnostics

Neue Publikation: Comfortable Flower Electrodes for Dry EEG in Epilepsy and Clinical Neurophysiology Diagnostics

Dimitrios Dimitrakopoulos
Abbildung 1. Repräsentative EEG-Kurven des „Flower“-Elektrodensystems. (A) Darstellung der Komponenten des „Flower“-EEGs von oben nach unten: Elektrodenaufbau; in die Struktur der Silikon-Netzkappe integrierte Elektroden; von einem Probanden getragene Kappe (zur Veranschaulichung; Modell). (B) Patient Nr. 1: Generalisierte Spike-Wave-Komplexe (SWCs) sind deutlich zu erkennen (grünes Rechteck). (C) Patient Nr. 2: Intermittierende rhythmische Delta-Aktivität in den frontotemporalen Regionen (rotes Rechteck).

Trockenelektroden für die Elektroenzephalographie (EEG) ermöglichen eine schnelle, gelfreie Anbringung, was für die Point-of-Care-Diagnostik von entscheidender Bedeutung ist; allerdings stellen sie oft Herausforderungen hinsichtlich Komfort und Signalqualität dar – insbesondere im klinischen Kontext. Neuartige „Blumen“-Trockenelektroden sind eine spezielle Art wiederverwendbarer Kopfhautelektroden für das Trocken-EEG, die sich durch eine charakteristische blumenähnliche Form mit abgewinkelten Stiften in drei ineinander verschlungenen Schichten auszeichnen. Während das neue Elektrodendesign in einer In-vivo-Studie an gesunden Probanden validiert wurde, haben wir seine klinische Anwendbarkeit in einer Proof-of-Concept-Studie mit drei Patienten getestet, bei denen Epilepsie und Delirium diagnostiziert worden war. Die Aufzeichnungen wiesen eine hohe diagnostische Qualität auf und ermöglichten die zuverlässige Identifizierung pathologischer Muster, wie generalisierte Spike-Wave-Komplexe und intermittierende Delta-Aktivität, mit einem Signal-Rausch-Verhältnis, das mit früheren Berichten zu schwammbasierten EEG-Systemen (begrenzte Fallserien) vergleichbar ist. Das Signal-Rausch-Verhältnis (SNR) erwies sich als ausreichend hoch für klinische Diagnosezwecke, was zu visuell klaren und interpretierbaren EEG-Daten führte, die eine effektive Beurteilung der neurophysiologischen Signale der Patienten ermöglichten. Unsere Ergebnisse zeigen somit, dass das komfortable Blumenelektroden-Design ein praktikables und wirksames Instrument für die Epilepsiediagnostik, Langzeitaufzeichnungen und die klinische Neurophysiologie darstellt. Es stellt einen bedeutenden Schritt in Richtung einer patientenorientierten und gelfreien EEG-Technologie dar, insbesondere für Point-of-Care- und Notfallanwendungen, ohne dass dabei die diagnostische Qualität der Aufzeichnungen beeinträchtigt wird.

Original publikation: 

Dimitrios Dimitrakopoulos, Justus Marquetand, Joji Kuramatsu, Patrique Fiedler, Johannes Lang,  Sensors 202626(7), 2146; https://doi.org/10.3390/s26072146 

Ansprechpartner: Prof. Dr.-Ing. Patrique Fiedler