
Prof. Dr.-Ing. Patrique Fiedler
BMTI, Fachgebietsleiter Datenanlyse in den Lebenswissenschaften
Prof. Dr.-Ing. Patrique Fiedler
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BABA Center, Helsinki University HospitalUnsere kürzlich veröffentlichte Studie untersucht die Machbarkeit einer trockenen Elektrodenkappe für neonatale EEG-Aufzeichnungen. Die Aufzeichnungen an einem Phantom und einem realen Säugling wurden zwischen einer neuartigen Trockenelektrodenkappe und einer klinisch verwendeten Elektrodenkappe auf Gelbasis verglichen. Bei den Phantomaufzeichnungen wurden sowohl die Elektrodenkontaktkraft als auch die Signalqualität bei ruhiger und atmungsähnlicher Kopfbewegung gemessen. Die realen Aufzeichnungen bei Säuglingen wurden hinsichtlich der spektralen Eigenschaften der EEG-Signale, einschließlich der Netzstörungen, bewertet. Im Vergleich zu den Gelkappen zeigten die Trockenkappen eine weitgehend vergleichbare Hautkraft, eine erwartungsgemäß höhere Empfindlichkeit gegenüber bewegungsbedingten Artefakten und eine etwas geringere Powerline-Interferenz. Die Aufzeichnungen am realen Säugling zeigten keine signifikanten Hautabdrücke nach Verwendung der Trockenelektrode, und die spektralen Zusammensetzungen waren zwischen Trocken- und Gel-Elektrodenkappen vergleichbar. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass neonatale EEG-Aufzeichnungen mit einer Trockenelektrodenkappe technisch machbar sind, aber bewegungsbedingte Artefakte, wie z. B. die Atmung bei einem in Rückenlage befindlichen Säugling, können Langzeitaufzeichnungen der spontanen EEG-Aktivität erschweren. Die einfache Anwendung von Trockenelektrodenkappen erfordert jedoch zukünftige Studien, um den optimalen Anwendungsfall bei neonatalen Ableitungen zu definieren.
Asayesh, A.; Warsito, I.F.; Haueisen, J.; Fiedler, P.; Vanhatalo, S.:
Neonatal Electroencephalogram Recording with a Dry Electrode Cap: A Feasibility Study. Sensors 25(3), 966 (2025).
https://doi.org/10.3390/s25030966
Kontakt: Prof. Dr.-Ing. habil. Jens Haueisen
Jun.-Prof. Dr.-Ing. Patrique Fiedler