MemWerk

Memristive Werkstoffe für die neuromorphe Elektronik

Das Ziel von MemWerk (Memristive Werkstoffe für die neuromorphe Elektronik) ist die umfassende Erforschung von memristiven Materialien für die neuromorphe Elektronik, d.h. für eine biologisch inspirierte Elektronik, die extrem energieeffizient ist. In diesen elektronischen Systemen fungieren memristive Materialien als zentrale Komponente der Hardware. Memristive Materialien haben einen Gedächtniseffekt und ermöglichen die Realisierung von Bauelementen, deren Funktion in vielerlei Hinsicht derjenigen von Synapsen ähnlich ist. Mit diesen memristiven Bauelementen können neuromorphe Systeme geschaffen werden, die die biologischen Paradigmen der Informationsverarbeitung (Lernen und Gedächtnisbildung) technisch präziser als je zuvor nachbilden und eine völlig neue Hardwarebasis für die Informationstechnologie bieten.

Projektpartner

Das MemWerk-Team verfügt über interdisziplinäres Fachwissen aus den Bereichen Materialwissenschaft, Elektrotechnik, Mikro- und Systemtechnik, Halbleitertechnik, neuromorphe Technik und Informatik.

  • Univ.-Prof. Dr. Jens Müller, Fachgebiet Elektronik-Technologie, TU Ilmenau (Sprecher)
  • Dr. Jörg Pezoldt, Fachgebiet Nanotechnologien, TU Ilmenau
  • Univ.-Prof. Dr. Kai-Uwe Sattler, Fachgebiet Datenbanken und Informationssysteme, TU Ilmenau
  • Univ.-Prof. Dr. Peter Schaaf, Fachgebiet Werkstoffe der Elektrotechnik, TU Ilmenau
  • PD Dr. Frank Schwierz, Arbeitsgruppe HF- & Nano-Komponenten, TU Ilmenau
  • Univ.-Prof. Dr. Hannes Töpfer, Fachgebiet Theoretische Elektrotechnik, TU Ilmenau
  • Univ.-Prof. Dr. Martin Ziegler, CAU Kiel
 

Projekte

MemWerk konzentriert sich auf zwei Klassen von memristiven Materialien:

  •  Nano-ionische resistive Schaltmaterialien, insbesondere Metalloxide wie HfOx und TiOx
  •  Zweidimensionale Materialien, insbesondere Übergangsmetall-Dichalcogenide wie MoS2.
 

Digitalisierung, Klassifizierung und Materialmodellierung werden für eine parameterorientierte Material- und Technologieentwicklung eingesetzt, die verallgemeinert und auf andere Materialklassen übertragen werden kann. Dazu gehören die folgenden Forschungsschwerpunkte:

Ansprechpartner

Prof. Jens Müller
FG Elektroniktechnologie

jens.mueller@tu-ilmenau.de

+49 3677 69 2606

Förderinformation

Fördermittelgeber: Carl-Zeiss-Stiftung im Rahmen der Förderlinie “CZS Durchbrüche"

Fördervolumen: 4,5 Mio. Euro

Förderperiode: 01.04.2020 - 31.03.2026

Die Carl-Zeiss-Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, Freiräume für wissenschaftliche Durchbrüche zu schaffen. Als Partner exzellenter Wissenschaft unterstützt sie sowohl Grundlagenforschung als auch anwendungsorientierte Forschung und Lehre in den MINT-Fachbereichen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). 1889 von dem Physiker und Mathematiker Ernst Abbe gegründet, ist die Carl-Zeiss-Stiftung eine der ältesten und größten privaten wissenschaftsfördernden Stiftungen in Deutschland. Sie ist alleinige Eigentümerin der Carl Zeiss AG und SCHOTT AG. Ihre Projekte werden aus den Dividendenausschüttungen der beiden Stiftungsunternehmen finanziert.