iRisCS-Com stellt Studien zu Mobilitätswende und Astrobiologie auf zwei internationalen Konferenzen vor

Andreas Schwarz und Elisabeth Wagner-Olfermann stellten diese Woche aktuelle Forschungsergebnisse auf der International Crisis and Risk Communication Conference der International Crisis and Risk Communication Association (ICRCA) in Clemson (USA) sowie beim Online-Symposium IAU404 „Advancing the Search for Technosignatures“ der International Astronomical Union vor.

Bild: Andreas Schwarz

Vortrag zur Risiko- und Wissenschaftskommunikation im Themenfeld Astrobiologie

Vortrag im Themenfeld Informationsverhalten im Kontext der Mobilitätswende

Wie nehmen Menschen Risiken wahr, die mit ihrem Mobilitätsverhalten verbunden sind, und wie informieren sie sich über die Mobilitätswende? Wie vermitteln Science Influencer auf YouTube wissenschaftliche Themen wie Astrobiologie oder die Suche nach außerirdischem Leben? Mit diesen Fragen haben sich die Forscher*innen der International Risk, Crisis & Science Communication Research Group (iRisCS-Com) in den vergangenen Monaten im Rahmen von zwei laufenden Forschungsprojekten beschäftigt.

Risikowahrnehmung beim Wandel zu nachhaltiger Mobilität

Bei der International Crisis and Risk Communication Conference (ICRCC) präsentierten Elisabeth Wagner-Olfermann und Andreas Schwarz Ergebnisse aus dem interdisziplinären MOVEwell-Projekt, das vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert wird. In dem Projekt wird unter anderem untersucht, wie Menschen in ländlichen Regionen Deutschlands den Übergang zu nachhaltiger Mobilität wahrnehmen und wie sie sich – auch mit Blick auf Risiken - informieren.

Die Daten wurden im vergangenen Jahr in zwei Thüringer Reallaboren erhoben. Dort wurden Beschäftigte größerer Unternehmen, in denen in den kommenden Jahren nachhaltige Mobilitätskonzepte umgesetzt werden sollen, zu ihren Einstellungen und Informationspraktiken befragt. Das Projekt ist eine Kooperation von iRisCS-Com mit dem Thüringer Innovationszentrum Mobilität (ThIMo) an der TU Ilmenau sowie der Bauhaus Universität Weimar und läuft noch bis 2029.

Science Influencer und die Kommunikation über außerirdisches Leben

Ein weiteres Forschungsprojekt widmet sich der Frage, wie wissenschaftliche Themen rund um Astrobiologie und die Suche nach Leben außerhalb der Erde auf YouTube dargestellt werden. Gemeinsam mit den Informatikern Dr. Anamaria Berea und Abdullah Almalki von der George Mason University (Washington DC) präsentierte Andreas Schwarz beim Online-Symposium IAU404 sowie der ICRCC erste Ergebnisse einer Studie, die diese Inhalte aus Perspektive der Wissenschafts- und Risikokommunikation analysiert.

Die Untersuchung kombiniert manuelle Inhaltsanalysen mit computergestützten Methoden. Analysiert werden unter anderem öffentliche Diskussionen über mögliche wissenschaftliche Entdeckungen – etwa den Exoplaneten K2-18b, den Nachweis von Phosphin auf der Venus oder Spekulationen über Signale des Sterns „Tabby’s Star“ (KIC 8462852). Darüber hinaus wird untersucht, wie solche Videos Nutzerinteraktionen und Emotionen in YouTube-Kommentaren beeinflussen. An der Studie beteiligte sich auch eine Gruppe von Masterstudierenden des IfMK.

Die Ergebnisse unterstützen zugleich die Arbeit von Andreas Schwarz in einer NASA-Taskforce, die derzeit Expertinnen- und Experteneinschätzungen für die Astrobiologie-Strategie der NASA für die kommenden zehn Jahre sammelt (NASA DARES, Task Force 2).

Kontakt: andreas.schwarz@tu-ilmenau.de