Das Fachgebiet Elektrische Energieversorgung verfügt über ausgewiesene Expertise in Gleichstrom-Technologien (DC-Technologien). Die zugehörige Forschung erstreckt sich auf alle Spannungsebenen. Neben großen Förderprojekten, wie OVANET und VERNEDCT, bearbeitet das Fachgebiet in Zusammenarbeit mit zahlreichen Industriepartnern Projekte vor allem in der Hoch-, Mittel- und Niederspannung.
Die Tätigkeiten in diesem Rahmen konzentrieren sich vor allem auf intelligentes Design von E-Ladenetzen zur Reduzierung der Netzbelastung und der Dimension des Netzanschlusses, bei gleichzeitiger Erhöhung der Versorgungssicherheit sowie der Flexibilität des Batterieeinsatzes. Die signifikante Anzahl der benötigten Ladepunkte mit hohen Ladeleistungen kann zu Netzengpässen führen und nicht überall gewährleistet werden. Im Rahmen verschiedener Projekte wird untersucht, wie sich Ladeprofile, Netzanschlüsse, Energiespeicher und weitere Komponenten bündeln lassen. Ziel ist eine ressourcenoptimale und kostenminimale Lösung auf Basis innovativer Einsatzstrategien der DC-Technik. Zusätzlich sollen Potenziale für einen erweiterten Batterieeinsatz, der Integration erneuerbarer Energieerzeugung sowie der Bereitstellung von Systemdienstleistungen für das vorgelagerte Stromnetz geschaffen werden.
Weitere Tätigkeiten fokussieren sich auf Effizienzgewinne beim Netzanschluss von Hochspannungs-Gleichstrom (HGÜ)-Konvertern in Voltage Source Converter (VSC) Technology. In diesem Rahmen werden neue Betriebsführungskonzepte untersucht, die zu einer Reduzierung der betrieblichen Umrichterverluste führen können. Auswirkungen auf Submodul-Lebensdauer, Submodul-Redundanzen und Reglerinteraktionen werden ebenfalls berücksichtigt. Auch wenn die erwartbaren relativen Effizienzgewinne unterhalb der 1 %-Marke liegen, sind die absoluten Verlusteinsparungen sowie die damit verbundenen ökonomischen und ökologischen Effekte signifikant, aufgrund der hohen Leistungsklasse der HGÜ-Konverter.