Effiziente und skalierbare elektrochemische Energiespeicher werden unter anderem benötigt, um eine umweltfreundliche Energieversorgung zu gewährleisten. Weiterhin sind sie der Grundstein für eine nachhaltige Elektromobilität.
Unsere Forschungsaktivitäten im Bereich Energiespeicher zielen auf die folgenden Aspekte:
- Herstellung von Wasserstoff durch Elektrolyse
Die industrielle Erzeugung von Wasserstoff mit erneuerbaren Energieträgern stellt einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu CO2-neutraler Wirtschaft und Mobilität dar. Dazu ist die Weiterentwicklung robuster und skalierbarer Elektrolyseverfahren, insbesondere membranbasierter Verfahren wie PEM (Polymer Electrolyte Membrane) und AEM (alkaline anion-exchange membranes), notwendig. Unsere Forschungsschwerpunkte in diesem Bereich liegen auf der Entwicklung korrosionsbeständiger Materialien für Elektrolyseurkomponenten, kostengünstiger Katalysatoren und der Optimierung der Strömungsverhältnisse in der Elektrolysezellen.
Ansprechpartner: Mathias Fritz
- Verbesserung der Energie- und Leistungsdichte durch gezielte Materialoptimierung und Synthese neuartiger Strukturen
Eine verbesserte Leistung der Batteriematerialien wird erreicht durch verschiedene Verfahren, einschließlich Nanosynthese, Nanostrukturierung, Oberflächenmodifikation von aktiven Materialien und durch neue Möglichkeiten für die Übergangsmetallsubstitution in Kathodenmaterialien. Die Auswahl der hochenergetischen Aktivmaterialien und die Untersuchung ihrer strukturellen Eigenschaften sind wichtig für die Performanceverbesserung. Unsere Materialforschung umfasst unter anderen metallsubstituierte NMC, LMNO Spinelle, Silizium und TiO2 basierte Anodenmaterialien.
- Verbesserung der Sicherheit durch neue Elektrolyte und Untersuchung der Degradationsmechanismen in Li-ionen-Batterien
Die Aktivitäten in Richtung Sicherheit umfassen die Entwicklung neuer Elektrolyte und Additive für die Minimierung der Sicherheitsprobleme. Besondere Aspekte zur Verbesserung der Batteriesicherheit sind nicht brennbare Elektrolyte (z.B. ionische Flüssigkeiten), durch Additive modifizierte Elektrolyte und Untersuchung des Einflusses von Wasserkontaminierung.
- Anwendung neuartiger analytischer Methoden
Zur Untersuchung unserer Materialien und der Elektrolyt-Elektroden Grenzflächen sind unter anderen wichtige analytische Methoden wie Rasterkraftmikroskopie, Röntgenphotoelektronenspektroskopie, Röntgendiffraktion, elektrochemische Dilatometrie und Impedanzspektroskopie in der Anwendung.
Ansprechpartner: Priv.-Doz. Dr.-Ing. habil. Svetlozar Dimitrov Ivanov; Dr.-Ing. Michael Stich