Dezember 2025

Lebende Elektronik: Wie Bakterien Teil nachhaltiger Elektronik werden könnten

Im Forschungsprojekt von Olivia Gerhard, Doktorandin an der Ilmenau School of Green Electronics (ISGE), trifft Biologie auf Technik: Sie untersucht, wie elektroaktive Mikroorganismen wie Shewanella oneidensis mit mikroelektronischen Strukturen kombiniert werden können. Ziel ist es, lebende elektronische Systeme zu entwickeln, die energieeffizient arbeiten, auf Umweltreize reagieren und sich selbst regulieren – ganz ohne dauerhafte externe Stromzufuhr.

In Kooperation mit Prof. Michael Köhler (TU Ilmenau), Dr. Jialan Cao-Riehmer (ISGE) und Prof. Martin Ziegler (Uni Kiel) nutzt das Team Technologien des Zentrums für Mikro- und Nanotechnologien (ZMN), um biologische Zellen in elektronische Schaltkreise zu integrieren. Langfristig könnten daraus neue Konzepte für Sensorik und Informationsverarbeitung entstehen – inspiriert von der Natur, betrieben durch Bakterien.

Der komplette Artikel ist hier zu finden.

Olivia Gerhard, eine junge Wissenschaftlerin in weißem Laborkittel und blauen Handschuhen, arbeitet unter einer Sterilbank mit einer Petrischale, in der sie Bakterienkulturen untersucht.Anika Mehlis
Doktorandin Olivia Gerhard untersucht elektroaktive Bakterien in einer sterilen Laborumgebung. Ziel ihrer Forschung an der Ilmenau School of Green Electronics ist es, lebende Mikroorganismen mit mikroelektronischen Bauelementen zu verknüpfen – für eine neue Generation nachhaltiger, biohybrider Elektronik.

Oktober 2025

Unsere ISGE-Doktorandin Uzma Majeed nahm Ende September am KRYO Workshop 2025 teil und stellte dort ihre aktuelle Forschung vor. In ihrem Vortrag mit dem Titel „Designing Memory-less, Energy-efficient Co-processors using Superconducting Temporal Computing“ präsentierte sie innovative Ansätze für energieeffiziente, supraleitende Rechenarchitekturen.

Die KRYO Workshops bieten seit über 40 Jahren ein internationales Forum für den Austausch über neueste Entwicklungen in der supraleitenden Elektronik und verwandten Kryotechnologien. Auch 2025 brachte der Workshop Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Universitäten, Forschungseinrichtungen und der Industrie zusammen, um physikalische Grundlagen ebenso wie Anwendungen kryoelektronischer Bauelemente zu diskutieren.

Uzma Majeed präsentiert ihre Forschung auf dem KRYO Workshop 2025 vor einer Folie zur zukünftigen Entwicklung energieeffizienter Computersysteme.Hannes Töpfer/ TU Ilmenau

September 2025

ISGE-Doktorandin Olivia Gerhard präsentiert Forschungsprojekt auf der ISMET9

ISGE-Doktorandin Olivia Gerhard präsentiert Forschungsprojekt auf der ISMET9

Im September 2025 nahm Olivia Gerhard, Doktorandin der Ilmenau School of Green Electronics (ISGE), an der 9. Weltkonferenz der International Society for Microbial Electrochemistry and Technology (ISMET) teil. Die internationale Konferenz brachte Forschende aus aller Welt zusammen, um neueste Erkenntnisse im Bereich mikrobieller Elektrochemie zu diskutieren.

Im Rahmen der Postersession stellte Olivia Gerhard ihr Promotionsprojekt mit dem Titel „Metabolism-based Bioelectronic Networks“ vor. Ziel des Projekts ist es, den Stoffwechsel elektroaktiver Mikroorganismen in neuromorphe Architekturen zu integrieren, um so deren Anpassungsfähigkeit und Energieeffizienz zu steigern.

Mehr Infos und Austauschmöglichkeit gibt es auf dem LinkedIn-Kanal von Olivia.

Eine Ansammlung von Bildern von der ISMET9Jean Caraes/ Aix-Marseille Université

September 2025

Ausschreibungen Abschlussarbeiten

Wir vergeben Abschlussarbeiten in den verschiedenen Bereichen der Ilmenau School of Green Electronics.
Die Ausschreibungen sind hier zu finden.


August 2025

Energieeffizient und datensparsam: Zu Besuch beim Forschungsteam, dass Audiosysteme zur Fehlererkennung in der Industrie entwickelt

Wie lässt sich bio-inspirierte Mikrosensorik nutzen, um akustische Anomalien in industriellen Umgebungen zuverlässig und ressourceneffizient zu erkennen? Mit dieser Frage beschäftigt sich ein interdisziplinäres Forschungsteam der Ilmenau School of Electronics (ISGE) an der TU Ilmenau in Zusammenarbeit mit dem Institut für Funktionelle Nanosysteme der Universität Ilmenau. 

Das Medienteam der TU Ilmenau war zu Besuch bei den Kolleg:innen des Teilprojekts der ISGE im Audiolabor des I3TC im Universitätsrechenzentrum.

Den kompletten Bericht kann man hier lesen.

Annika Mehlis
Dipl.-Ing. Christian Kehling bei der Kalibrierung der bioinspirierten Sensorik.

Juni 2025

TU Ilmenau
Anja Bartelmei (links) präsentierte ihre Arbeit über Optical Reservoir Computing für die Analyse von turbulenten Konvektionsströmungen. Der Vortrag von Maximilian Zier handelte von Optical Reservoir Computing mit direkter optischer Eingabe

Vom 10. bis 14. Juni 2025 fand die 126. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Angewandte Optik (DGAO) an der Universität Stuttgart statt. Unter den Referenten waren auch zwei Doktoranden der Ilmenau School of Green Electronics (ISGE), die über ihre neuesten Forschungen im Bereich des Optical Reservoir Computing berichteten.

In der Eröffnungssitzung „Optical Computing and Machine Learning“ wurden die folgenden Vorträge gehalten:

   - M.Sc. Anja Bartelmei: Optical Reservoir Computing for the Analysis of Turbulent Convection Flows

 → Erste Ergebnisse zum Einsatz optischer maschineller Lernsysteme zur Vorhersage der Strömungsdynamik.

    - M.Sc. Maximilian Zier: Optical Reservoir Computing with Direct Optical Input
 → Ein hardwareorientiertes Konzept, das darauf abzielt, herkömmliche Recheneinheiten durch optische Systeme zur Echtzeit-Informationsverarbeitung zu ersetzen.

Die Konferenz ist eine perfekte Gelegenheit, Fortschritte und Herausforderungen zu präsentieren und zu diskutieren, insbesondere mit führenden Unternehmen wie ZEISS, HoloEye, Edmund Optics, SPIE und vielen anderen. Daher erwies sich die Konferenz als eine hervorragende Plattform, um die Kluft zwischen Forschung und Anwendung zu überbrücken.


Mai 2025

Doktorandin bei einer PosterpräsentationDr. Alexander Groß

ISGE @ “Decoding the Single-Cell Universe” Symposium

Letzte Woche präsentierte Olivia Gerhard, M.Sc. von der Ilmenau School of Green Electronics, ihre Arbeit auf dem Symposium „Decoding the Single-Cell Universe“ in Aying, Bayern. Die Veranstaltung, die von MMI - Molecular Machines & Industries ausgerichtet wurde, brachte internationale Experten zusammen, um die neuesten Entwicklungen in der Einzelzellforschung zu diskutieren.

Sie stellte ihr Projekt mit dem Titel „Droplet-based Microfluidic System for Microscopic Object Uptake and Handling“, das sie im Rahmen ihrer Masterarbeit entwickelt hat, während der Postersession vor und erhielt wertvolles Feedback und neue Ideen für zukünftige Anwendungen.

Lesen Sie mehr im LinkedIn post.


Mai 2025

Internationaler Doktorand vor einem PosterDr. Peggy Reich

Forschung aus Ilmenau auf internationalem Parkett!

Unser Doktorand M.Sc. Saadman Abedin von der Ilmenau School of Green Electronics war zusammen mit Dr. Peggy Reich (PI am ISGE) auf dem 35th Anniversary World Congress on Biosensors in Lissabon vertreten. Dort präsentierte er sein Poster zum Thema:

"Nanogap TiN Electrodes for DNA-Based Biosensors"

 

Sein von der Carl-Zeiss-Stiftung gefördertes Projekt kombiniert Nanostrukturierung, synthetische Biologie und molekulare Elektronik mit dem Ziel, nachhaltige, biokompatible Technologien für Biosensoren und zukünftige Elektronikplattformen zu entwickeln.

Die Arbeiten wurden durch die technologische Infrastruktur des Zentrums für Mikro- und Nanotechnologien (ZMN) unterstützt.

Internationale Konferenzen wie diese sind nicht nur eine Bühne für neue Ideen, sondern auch ein Ort für Austausch, Vernetzung und Inspiration. Alle unsere Doktoranden werden ermutigt, ihre Forschung in regelmäßigen Abständen zu präsentieren.

Mehr über die Konferenz und das Projekt in der originale Artikel.

   

May 2025

Mann im ReinraumAnika Mehlis

Nachhaltig und effizient: Forschungsteam der TU Ilmenau beschäftigt sich mit Glas in der Mikroelektronik

Das Forschungsteam Go gRIEn an der Ilmenau School of Green Electronics (ISGE) untersucht nachhaltigere Methoden in der Mikrochip-Produktion, insbesondere bei der Mikrostrukturierung von Glas. In Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Mikro- und Nanotechnologien (ZMN) erforschen die Wissenschaftler, wie bei der Strukturierung von Mikrochips weniger umweltschädliche Chemikalien eingesetzt werden können. Die steigende Nachfrage nach Halbleitern für Technologien wie Elektroautos, Smartphones und intelligente Häuser führt zu einer zunehmenden Umweltbelastung, insbesondere durch die bei der Halbleiterproduktion verwendeten Ätzverfahren. Diese Verfahren, wie das chemische Trockenätzen, sind energieintensiv und setzen schädliche Fluorkohlenstoffverbindungen frei, die sich über Jahrzehnte in der Umwelt anreichern können. Da diese Stoffe nicht abbaubar sind, wird die Entwicklung von umweltfreundlicheren Alternativen immer wichtiger.

Hier der originale Artikel!