Silke Stauche
Koordinatorin für Masterzulassungen
Max-Planck-Ring 12
Werner-Bischoff-Bau
+49 3677 69-1841

26 - 28 May 2025, der Achtermann Goslar

3 Fragen an… Edda Rädlein zu "AddGlas: Additive Fertigungsprozesse auf Basis anorganischer wasserglasbasierter Materialsysteme"
Worum geht’s im Projekt?
"Kurz gesagt: um 3D-Druck optischer Bauteile. Kompliziert geformte Bauteile aus Glas sollen schichtweise aufgebaut statt aus massiven Blöcken geschnitten werden. Dafür benötigt man ein passendes Druckverfahren, das Design für die zu druckenden Objekte und Ausgangsrezepturen sowie Analytik für das verwendete Material. Meine Forschungsgruppe an der TU Ilmenau entwickelt genau diese Materialien. Bei unseren Projektpartnern in Jena entsteht das entsprechende Laser-Druckverfahren und sowie die Vorlagen für die Bauelemente."
Wer ist dabei?
"Wir von der TU Ilmenau sowie die Forschungsgruppen von Prof. Brunner und Prof. Bliedtner an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena."
Warum ist das wichtig?
"Additive Fertigung (umgangssprachlich: 3D-Druck) ist eine etablierte Methode für Kunststoffe und Metalle. Bei Glas steht man vor der Herausforderung, dass auch die inneren Grenzflächen an Körnern oder Schichten perfekt streuungsfrei miteinander verbunden werden müssen. Wir erhoffen uns davon, völlig neue Optikkonzepte verwirklichen zu können. Wir haben dabei von Beginn an auch die Ressourceneffizienz im Blick: die eingesetzten Materialien sollen am Lebensende des Bauteils wieder für neue eingesetzt werden können und so zur Dekarbonisierung der Fertigung beitragen."
3 Fakten zu … dem Projekt AddGlas
Titel: Additive Fertigungsprozesse auf Basis anorganischer wasserglasbasierter Materialsysteme – ressourceneffizient, recycelbar und flexibel
Förderzeitraum: 01.01.2025 – 31.12.2027
Förderhöhe: 265.991,55 €
Credits: Robin Hassel
Mit der Darstellung von Ergebnissen seiner Bachelorarbeit hat Edgar Isler am 22. Thüringer Werkstofftag am 11.3.2024 in Weimar einen Posterpreis gewonnen. Die Arbeit ist eingebunden in ein größeres Forschungsprojekt, das an der MFPA Weimar gemeinsam mit anderen Partnern durchgeführt wird. Herrn Islers Aufgabe ist es, Zusammenhänge herzustellen zwischen der photokatalytischen Wirksamkeit und verschiedenen Beschichtungsmethoden. Mit dem Ziel, ein einfaches und umweltfreundliches System zur Reinigung von Hafenwässern bereitzustellen, wurden Blähglaskügelchen mit Titandioxid beschichtet.
