
Anna-Maria Matz
Teamassistenz
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MESA: KI-gestützte Informationsvermittlung zu Menstruation,
Empfängnisverhütung und Schutz vor sexualisierter Gewalt (MESA).
Das Projekt reagiert auf den Umstand, dass in Deutschland inzwischen die große Mehrheit der jungen Menschen generative und konversationelle Modelle der künstlichen Intelligenz (KI) wie ChatGPT (von OpenAI), Gemini (von Google) oder Meta AI (von Meta) nutzt – und zwar auch für Belange der sexuellen und reproduktiven Gesundheit.
Im Rahmen des kommunikationswissenschaftlichen Forschungsprojekts MESA soll im Zuge von vier Teilstudien über drei Jahre hinweg (2027–2029) systematisch untersucht werden:
Dabei stehen die Themen Menstruation, Empfängnisverhütung und Schutz vor sexualisierter Gewalt im Zentrum.
Die Untersuchung basiert auf manuellen Medieninhaltsanalysen von Stichproben KI-generierter Texte, Bilder und Videos, die systematisch mit führenden KI-Modellen erstellt werden.
Zudem wird in einer Laborstudie erkundet, wie junge Menschen tatsächlich mit KI-Modellen umgehen, wie sie Anfragen formulieren und wie sie KI-Outputs interpretieren.
Das wissenschaftliche Forschungsprojekt wird unterstützt durch einen Projektbeirat, der den Forschungsprozess kritisch begleitet und sich im Herbst 2028 zu einem Workshop an der TU Ilmenau trifft.
Dem Projektbeirat gehören fünf Personen an:
Menstruation, Empfängnisverhütung und Schutz vor sexualisierter Gewalt sind wichtige Themen der sexuellen und reproduktiven Gesundheit, die im Digitalzeitalter nicht nur in Sozialen Medien verhandelt werden, sondern zunehmend auch unter Rückgriff auf KI-Modelle.
Bislang wurden jedoch entsprechende deutschsprachige KI-Ausgaben und der Umgang mit ihnen noch nicht systematisch wissenschaftlich untersucht. Die MESA-Studie schließt dementsprechend eine Forschungslücke im Bereich der KI-basierten Gesundheitskommunikation.
Die Ergebnisse der MESA-Studie sind darüber hinaus relevant für die sexuelle und reproduktive Bildung und Beratung. Denn nur wenn man weiß, wie KI-Modelle Themen wie Menstruation, Empfängnisverhütung und Schutz vor sexualisierter Gewalt darstellen, kann man junge Menschen dort abholen, wo sie bei diesen Themen stehen.
Die MESA-Projektergebnisse können dementsprechend helfen, junge Menschen sowie Fachkräfte darin zu stärken, im sensiblen Bereich der sexuellen und reproduktiven Gesundheitskommunikation kompetent mit generativen und konversationellen KI-Modellen sowie mit KI-erzeugten Texten, Bildern und Videos umzugehen.
2027 – 2029
Unabhängiges Forschungsprojekt, gefördert vom Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG; früher: BZgA)