Fertiggestellte Bachelorarbeiten

Anzahl der Treffer: 135
Erstellt: Wed, 01 Feb 2023 23:13:22 +0100 in 0.0650 sec


Kaserer, Sarah;
Geschlechterrollen auf Videospielcovern: Replikation einer quantitativen Inhaltsanalyse. - Ilmenau. - 49 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2022

Einleitung: Im Rahmen einer Replikationsstudie wurden die stereotypen Darstellungsweisen von Frauen und Männern auf Videospielcovern untersucht. Forschungsziele: Deckend mit der Originalstudie von Burgess et al. (2007) beschäftigte sich die vorliegende Studie grundsätzlich mit der Frage, ob Frauen und Männer auf Covern unterschiedlich abgebildet werden (Forschungsfrage 0). Daraufhin wurde untersucht, ob weibliche und männliche Spielfiguren gleich oft (Forschungsfrage 1), als gleich wichtig (Forschungsfrage 2) und im gleichen Maße sowohl auf eine sexualisierte (Forschungsfrage 3) als auch gewalttätige Art und Weise (Forschungsfrage 4) dargestellt sind. Methoden: Die Studie „Sex, Lies, and Video Games: The Portrayal of Male and Female Characters on Video Game Covers” (Burgess et al., 2007) ist systematisch repliziert worden. Diesbezüglich wurden N=836 Videospielcover mittels quantitativer Medieninhaltsanalyse manuell untersucht. Das angewandte Codebuch ist von der Originalstudie übernommen und um weitere Kategorien erweitert worden. Es besteht aus fünf formalen und zwölf inhaltlichen Kategorien, deren Reliabilität mit einem Pretest bestätigt wurde (durchschnittlicher Gwet’s AC1-Koeffizient von .91). Die deskriptiv- und inferenzstatistische Datenanalyse (absolute und relative Häufigkeiten, Chi-Quadrat-Tests) erfolgte mit der RStudio Software. Ergebnisse: Männliche Charaktere erschienen doppelt so häufig (58.87%) als weibliche es taten (27.36%) und waren sowohl in untergeordneten als auch übergeordneten Rollen in der Überzahl. Obwohl weibliche Charaktere insgesamt häufiger sexualisiert wurden, konnten bei einem wesentlichen Anteil der männlichen Charaktere stereotype Schönheitsideale festgestellt werden (n=85). Etwa 37% der weiblichen und 62% der männlichen Spielfiguren erschienen als gewalttätig. Schlussfolgerung: Indem Männer auf Videospielcovern weiterhin überrepräsentiert und als gewalttätig abgebildet werden, während Frauen vorwiegend untergeordnet und sexualisiert erscheinen, entsprechen die gewonnenen Erkenntnisse denen des gegenwärtigen Forschungsstandes. Trotzdem ist es in der Medienwissenschaft wichtig, weiterhin mit der Videospiellandschaft und ihren Entwicklungen und Veränderungen Schritt zu halten.



Reddich, Arina;
Liebe und Sex in Songtexten: Eine quantitative Inhaltsanalyse von Songs aus den 1970er und 2010er Jahren. - Ilmenau. - 62 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2022

Vorliegende Studie befasst sich mit der Analyse von Songinhalten der 1970er und 2010er Jahre in Hinblick auf Liebe und Sex. Unter Berücksichtigung des Framing-Ansatzes nach Entman (1993) wurde geprüft, ob liebesbezogene Inhalte gesunken (H1), sexuelle Inhalte vergleichsweise gestiegen sind (H2) und wie sich die Art und Häufigkeit der genannten sexuellen Aktivitäten in beiden Zeiträumen unterscheidet (H3, H7). Des Weiteren wurde ermittelt, ob Frauen einen höheren Anteil an liebesbezogenem Inhalt (H4) und Männer einen höheren Anteil an sexueller Aktivität (H5) aufweisen. Abschließend wurde untersucht, ob Texte männlicher Interpreten häufiger über objektifizierende, bzw. degradierende sexuelle Inhalte verfügen (H6). Als Untersuchungsgegenstand dienten N = 620 Songs der Billboard-Charts (50 % aus 1970 – 1980 und 50 % aus 2010 – 2020). Die 30 erfolgreichsten Songs jeden Jahres aus den Billboard Charts wurden ausgewählt und anschließend einer quantitativen Medieninhaltsanalyse unterzogen. Das Codebuch bestand aus 10 Kategorien mit ausreichender Reliabilität (alle Krippendorff's Alpha-Koeffizienten > .70) Die deskriptiv- und inferenzstatistische Datenanalyse (t-Tests, Chi-Quadrat-Tests) erfolgte mit der Statistiksoftware SPSS. Liebesbezogene Inhalte haben sich zwischen den Zeiträumen kaum verändert, während sexbezogene Inhalte signifikant gestiegen sind. Die sexuelle Aktivität in Texten ist seit den 70ern um das Dreifache gewachsen und weist zudem einen gesteigerten Anteil an degradierendem sexuellen Inhalt, primär vom männlichen Geschlecht auf. Während sich die Inhalte zur Liebe nicht signifikant verändert haben, konnten sehr wohl Unterschiede in Hinblick auf die Häufigkeit und Art sexueller Texte festgestellt werden. Die allgegenwärtige Sexualisierung prägt mediale Inhalte über Sexualität und geschlechtliche Rollenverteilungen, während das Bedürfnis nach, und Vorstellungen von Liebe weitestgehend unverändert bleiben.



Kremer, Katja;
Ikonografien des sexuellen Kindesmissbrauchs auf Instagram und Facebook : eine vergleichende Replikationsstudie mit quantitativer Bildinhaltsanalyse . - Ilmenau. - 95 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2022

Einleitung: Diese Studie beschäftigt sich mit den Ikonografien des sexuellen Kindesmissbrauchs (SKM) auf Instagram und Facebook. Forschungsziele: Mit Einbezug des Framing-Ansatzes nach Entman (1993) wurden die Beiträge auf (FF1) die Verbreitung von Symbolbildern zu sexuellem Kindesmissbrauch, (FF2) die Symbolbild-Ikonografien zu sexuellem Kindesmissbrauch und auf die Unterschiede der beiden Plattformen (FF3) untersucht. Weiterhin wurde geschaut, welche Accounts auf Instagram und Facebook Beiträge zu SKM posten (FF4). Methode: Bei dieser Studie handelt es sich um eine systematische Replikationsstudie zur Originalstudie: „Ikonografien des sexuellen Kindesmissbrauchs“ in Presseartikeln und Präventionsmaterialien (Döring & Walter, 2021). Es wurden 650 Instagram- und 650 Facebook-Beiträge zu sexuellem Kindesmissbrauch untersucht. Das Codebuch wurde der Originalstudie entnommen und um weitere Kategorien ergänzt. Somit erwiesen sich alle Kategorien als reliabel. Mit der Software R-Studio wurde überwiegend deskriptiv-statistisch ausgewertet. Ergebnisse: In 55.1 % der Instagram- und 58.8 % der Facebook-Beiträge wurden mindestens ein Symbolbild verwendet. In Bezug auf die Bildtypen kann gesagt werden, dass vermehrt mehr negative Bildtypen verwendet wurden (Instagram: 68 %, Facebook: 77.3 %), die Bilder von Tatorten, Opfern und Tätern und Folgen für Beteiligte enthielten. Schlussfolgerung: Es konnten wenig Unterschiede zwischen den beiden Plattformen festgestellt werden. Dafür unterschieden sich die Ergebnisse dieser Studie mit den Ergebnissen der Originalstudie. Durch die gegebene Relevanz des Themas wird es immer wichtiger zu untersuchen, wie sexueller Kindesmissbrauch visuell auf Social Media dargestellt wird. Da durch eine unsensible Darstellung Folgen für Betroffene entstehen können (Baugut & Neumann, 2020). Schlüsselwörter: Ikonografien, Bildinhaltsanalyse, visuelles Framing, sexueller Kindesmissbrauch, Instagram, Facebook



Weber, Kaja;
Verhütung auf YouTube: eine Medieninhaltsanalyse von persönlichen Erfahrungsberichten. - Ilmenau. - 113 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2022

Einleitung: Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den Inhalten von persönlichen Erfahrungsberichten zu Verhütungsmethoden auf YouTube. Forschungsziel: Auf Grundlage der Framingtheorie nach Entman (1993) und de Vreese (2005), wurde die Darstellung der Verhütungsmethoden auf YouTube untersucht. Im Einzelnen wurde analysiert, von wem die Videos stammen (F1), was der Anlass der Videos ist (F2), welche themenspezifischen Subframes, in Form von genannten Vor- und Nachteilen, in den Videos enthalten sind (F3 & F4), wie das generische Framing, also die Gesamtbewertung der Verhütungsmethoden, ausfiel (F5) und wie die Reaktionen der Rezipierenden auf die Erfahrungsberichte waren (F6). Es wurden Videos über die Pille, die Hormonspirale, die Kupfermethoden (Kupferspirale, Kupferkette, Kupferball), die Natürliche Familienplanung und das Kondom untersucht und ermittelt, ob es Unterschiede in der Darstellung zwischen den YouTube-Kanalgrößen gibt. Methoden: Für die Durchführung der quantitativen Medieninhaltsanalyse wurde eine Stichprobe von N = 342 Videos gezogen. Das Codebuch besteht aus 125 Kategorien, wovon 9 formal sind. Das Untersuchungsinstrument wurde einem Pretest unterzogen, durch den sich das Codebuch als reliabel erwies. Die deskriptiv- und inferenzstatistische Auswertung (Prozentwerte, Chi-Quadrat-Tests) erfolgten durch RStudio. Ergebnisse: Es zeigte sich, dass die Gesamtbewertung der Pille überwiegend negativ ausfiel. Bei den anderen Verhütungsmethoden hingegen war sie überwiegend positiv. Einer der meistgenannten positiven Subframes war bei allen Verhütungsmethoden die Sicherheit. Es gab wenig signifikante Unterschiede zwischen den verschiedenen Größen der YouTube-Kanäle bezüglich der Darstellung der Verhütungsmethoden auf YouTube. Schlussfolgerung: Die Erfahrungsberichte auf YouTube stellen eine relevante Quelle dar, um sich über Verhütungsmethoden zu informieren und spiegeln aktuelle Trends wider. In Zukunft sollte deshalb die Medienwirkung dieser Videos erforscht werden. Schlüsselwörter: Verhütung, YouTube, Erfahrungsberichte, Soziale Medien, quantitative Medieninhaltsanalyse, Framing



Kühn, Inga K.;
Objektifizierung in Liedtexten populärer Musik Deutschlands : eine systematische Replikationsstudie. - Ilmenau. - 63 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2022

Die vorliegende Studie behandelt Präsenz von Indikatoren der Objektifizierung in Songtexten populärer Musik Deutschlands anhand eines Gender- und Genre-Vergleichs. Auf Basis der Objektifizierungstheorie nach Fredrickson und Roberts (1997), der hier systematisch replizierten Originalstudie von Flynn et al. (2016) sowie bereits vorliegender Forschungserkenntnisse wurde sich für die Indikatoren Objektifizierung des Körpers, Gaze, Erwähnung der Attraktivität und Sexualisierung entschieden und die N = 455 Songs aus vier Genres (Rap, R&B/Hip-Hop, Pop, Dance/House/Techno) der offiziellen deutschen Charts mittels einer manuellen quantitativen Inhaltsanalyse untersucht. Die statistische Auswertung wurde mittels SPSS durchgeführt. Durch die Analyse konnte festgestellt werden, dass Objektifizierung in Songtexten weithin verbreitet ist und Frauen signifikant häufiger Subjekte davon sind. Es konnten keine signifikanten Genre-Unterschiede in der Untersuchung festgestellt werden. Empfehlungen für die zukünftige Forschung, sowie der Wert der Förderung von Medienkompetenz wurden diskutiert.



Breu, Theresa Monika;
#bodypositivity und #bodyneutrality : eine vergleichende quantitative Inhaltsanalyse von Posts und Kommentaren auf Instagram. - Ilmenau. - 87 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2022

Die vorliegende Studie untersucht die Darstellung der Body Positivity- und Body Neutrality-Bewegung auf Instagram. Als Untersuchungsobjekte dienen sowohl die visuellen Instagram-Posts als auch die Captions. Untersucht werden die Posts auf selbst-objektifizierende (Forschungsfrage 2) und selbst-sexualisierende (Forschungsfrage 3) Inhalte und die Darstellung unterschiedlicher Körperbilder (Forschungsfrage 1). Die Captions (Forschungsfrage 4) werden dahingehend untersucht, inwieweit Kernelemente eines positiven Körperbildes, Elemente der Körperfunktionalitätswertschätzung, selbst-objektifizierende oder -sexualisierende Merkmale vorliegen. Die ersten zehn Kommentare (Forschungsfrage 5) werden auf das Vorkommen von sexualisierenden und objektifizierenden Merkmalen untersucht. Die Studie basiert auf einer quantitativen (Bild-)Inhaltsanalyse von #bodypositivity- und #bodyneutrality-Instagram-Posts sowie Kommentaren und setzte sich aus N = 800 Posts und Captions sowie N = 8000 Kommentaren zusammen. Die deskriptive- und inferenzstatistische Datenanalyse (Prozentwerte, Chi-Quadrat-Tests) erfolgte mit der Statistiksoftware IBM® SPSS®. Die beiden Codebücher bestanden aus insgesamt 49 Kategorien. Aus der Studie gingen folgende Ergebnisse hervor. Es wurde eine breite Auswahl an Körpermaßen und Ethnien gezeigt, jedoch kamen bei beiden Hashtags hauptsächlich "normalgewichtige", weiblich gelesene und Weiße Menschen vor. Die dargestellten Menschen sind hauptsächlich jung und ohne körperliche Behinderung. "Fehler" des Körperbildes finden bei #bodyneutrality größere Beachtung als bei #bodypositivity. Insgesamt zeigen sich signifikante Zusammenhänge zwischen selbst-objektifizierenden und selbst-sexualisierenden Merkmalen und den Body Positivity-Posts. Die Body Neutrality-Captions zeigen signifikante Zusammenhänge zu den Kernelementen eines positiven Körperbildes - insbesondere Körperwertschätzung und Körperpflege - und Merkmalen der Körperfunktionalitätswertschätzung - vornehmlich Funktionalität/Fähigkeit und Interaktion/Kommunikation. Die sexuellen und objektifizierenden Kommentare wiesen signifikante Zusammenhänge mit den Body Positivity-Posts auf.



Moral agency in single-player RPGs - a qualitative content analysis of interviews to identify player motivations in the video game The Witcher 3: Wild Hunt. - Ilmenau. - 68 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2021

Die vorliegende Bachelorarbeit befasst sich mit dem Thema der Moralischen Entscheidungsfähigkeit in Einzelspieler-RPG Computerspielen und inwieweit dies wichtig für Nutzer ist. Es wurde mithilfe der uses-and-gratifications Theorie gearbeitet, um Motivationen zu finden. Hierzu wurden acht Experten aus dem Computerspiel-Bereich interviewt. Der Umfang der Arbeit wurde gezielt auf ein Rollenspiel, "The Witcher 3: Wild Hunt" limitiert, die Arbeit zieht aber trotzdem Vergleiche zu vergleichbaren Titeln des Genres. Die Arbeit befasste sich konkret damit, welche Motivationen zum Spielen generell vorliegen (Forschungsfrage 1), ob Spieler ein Gefühl der Anwesenheit empfanden und wie wichtig ihnen dies im Spielverlauf war (Forschungsfrage 2) und wie Spieler Moralische Entscheidungsfähigkeit in "The Witcher 3: Wild Hunt" empfanden und wie wichtig ihnen dieser Aspekt war (Forschungsfrage 3). Abschließend wurden die Teilnehmer zu Moralischer Entscheidungsfähigkeit und Gefühl der Anwesenheit in anderen Einzelspieler-RPGs befragt. Zum Durchführen der Untersuchung wurden sieben Gaming-Youtuber und ein Philosoph interviewt und die Ergebnisse mit einer qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet. Die Ergebnisse der Arbeit zeigen, dass die meisten Teilnehmer die Aspekte Erkundung, Geschichte und Charaktere am wichtigsten empfanden. Die Teilnehmer empfanden ein starkes Gefühl der Anwesenheit, hauptsächlich durch ihre starke Bindung an die Charaktere. Das Gefühl der Anwesenheit war eine große Motivation zum Spielen. Teilnehmer empfanden auch ein hohes Maß an Moralischer Entscheidungsfähigkeit in "The Witcher 3: Wild Hunt", aber dies war nicht der Hauptgrund zum Spielen. Die Teilnehmer sprachen über Moralische Entscheidungsfähigkeit häufiger in Verbindung zu der gefühlten Verbindung, die sie mit den Charakteren und der Geschichte hatten. Weiterhin konnten die Teilnehmer einen ausführlichen Überblick über andere Einzelspieler-RPG Titel geben und aufzeigen, was Unterschiede in ihren Wahrnehmungen bzgl. Moralischer Entscheidungsfähigkeit und dem Gefühl der Anwesenheit waren.



Bohn, Rebecca ;
Online-Hassrede auf YouTube gegen Klimaaktivistin Greta Thunberg. - Ilmenau. - 61 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2021

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Phänomen Online-Hassrede auf der sozialen Videoplattform YouTube. Als Theoretische Grundlage dient das Syndrom der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit. Die Fragestellung der Untersuchung ist, ob YouTube-Videos, in denen die Person Greta Thunberg behandelt wird, mehr Hasskommentare erhalten in den Vereinigten Staate von Amerika oder in Deutschland, sowie ob von diesen Videos negative Videos über Greta Thunberg mehr Hasskommentare erhalten als die positiven Videos. Dafür wurde eine Stichprobe analysiert aus N = 2,000 Nutzendenkommentaren von 20 Videos, bestehend aus 10 deutschen (fünf negative, fünf positive) und 10 US-Amerikanischen (fünf negative, fünf positive) Videos. Diese Stichprobe wurde mithilfe eines Codebuches mit 21 Kategorien quantitativ analysiert und daraufhin interferenzstatistisch mittels der Software RStudio ausgewertet. Die Untersuchung liefert die Ergebnisse, dass zwischen Herkunftsland und Valenz des Videos und der Menge an erhaltener Hasskommentare bezüglich Thunbergs Alter ein signifikanter Zusammenhang vorliegt. Außerdem ergibt sich aus der Untersuchung ein Zusammenhang zwischen erhaltenen Hasskommentaren bezüglich Thunbergs Asperger-Syndroms und dem Herkunftsland. Anhand der Ergebnisse konnte festgestellt werden, dass Greta Thunberg Altersdiskrimnierende Hassrede im Internet erfährt, eine Beobachtung, die zukünftig noch intensiver auch auf andere Zielgruppen untersucht werden kann.



Darstellung des Hashtags bodypositivity auf Instagram und TikTok im Vergleich: eine quantitative Inhaltsanalyse von #bodypositivity Beiträgen. - Ilmenau. - 72 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2021

Die vorliegende Studie befasst sich mit Body Positivity Beiträgen auf den Social Media Plattformen Instagram und TikTok. Dabei wird die Darstellung des Hashtags #bodypositvity, mittels der Framing-Theorie nach Scheufele (2013), welche ursprünglich vor allem in der journalistischen Berichterstattung Anwendung findet, auf inhaltliche und erscheinungsbezogene Faktoren untersucht. Ziel der Arbeit ist es, herauszuarbeiten, inwieweit Nutzer*innen #bodypositvity propagieren oder ihre Ideale und die Diversität darstellen. Mit einer quantitativen Inhaltsanalyse wurden die TikTok Beiträge (N = 500) und Instagram Beiträge (N = 500) codiert. Als Untersuchungsdesign diente ein reliables, deduktiv und induktiv entworfenes Codebuch. Die deskriptiv- und inferenzstatistische Auswertung erfolgte mit der Software SPSS. Insgesamt wurden sowohl Unterschiede als auch Gemeinsamkeiten in der Darstellung der #bodypositivity Beiträge auf den Social Media Plattformen festgestellt. Es zeigte sich, dass beide Plattformen eine große Bandbreite an diversen Körperdarstellungen posten, jedoch die meisten dargestellten Körper auf Instagram (20.0 %) einen ecto-mesomorphen aufwiesen. Dagegen waren die meisten Körperdarstellungen auf TikTok (27.4 %) endomorph. Auf beiden Plattformen wurde der Hashtag sowohl in Bezug auf die Körperakzeptanz als auch auf die innerer Positivität thematisiert. Jedoch gingen mehr Instagram Beiträge auf die Themen Aussehen und Schönheit sowie Sport und Fitness ein. Objektifizierte und sexualisierte Darstellung fand auf beiden Plattformen nur wenig statt. Obwohl beide Plattformen Body Positvity thematisierten, zeigten sich auf beiden Plattformen gleichzeitig gewichtsdiskriminierende Inhalte. Aufgrund dessen ist die Beobachtung der Body Positivity Community auf sozialen Netzwerkseiten auch in Zukunft wichtig. Schlüsselwörter: Body Positivity, Körperbild, Social Media Webseiten, TikTok, Instagram



Digital Detox auf YouTube : Ergebnisse einer quantitativen Inhaltsanalyse. - Ilmenau. - 121 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2021

Einleitung: Die vorliegende Studie befasst sich mit der Darstellung von Digital Detox auf YouTube. Forschungsziele: Das Ziel ist die Untersuchung des Framings von Digital Detox auf YouTube. Geprüft wurden die Herkunft und Merkmale der Digital Detox Videos (Forschungsfrage 1), Resonanz der Videos (Forschungsfrage 2), sowie angegebene Gründe (Forschungsfrage 3), Methoden (Forschungsfrage 4) und Effekte (Forschungsfrage 5) für Digital Detox. Methoden: Im Jahr 2021 wurde eine nicht-probalistische Quotenstichprobe von N = 430 deutsch- und englischsprachigen YouTube Videos einer quantitativen Medieninhaltsanalyse unterzogen. Das Codebuch bestand aus 60 Kategorien und hatte im Pretest eine moderate Reliabilität von einem durchschnittlichen Cohens Kappa- Koeffizienten von 0.48. Bei einer deskriptivstatistischen Datenanalyse mithilfe von SPSS und Excel wurden absolute und relative Häufigkeiten berechnet. Ergebnisse: Es zeigte sich, dass der häufigste Grund für Digital Detox eine starke Mediennutzung war (45 %). Weitere Gründe waren Ablenkung (19 %), digitaler Stress (18 %) und Medienpausen (18%). Seltener wurden externe Auslöser (14 %), Beziehungen zu anderen (10 %) und Produktivitätssteigerungen (6%) als Gründe erwähnt. Es zeigte sich außerdem, dass einmalige Digital Detox Anwendungen (54 %) häufiger waren als regelmäßige (43 %). Ein Verzicht auf das Smartphone (89 %) war die häufigste Methode. Generelle Digital Detox Handlungen (64%) waren häufiger als Journalinghandlungen (27 %) und Achtsamkeitshandlungen (21 %) Die häufigsten Effekte waren Erkenntnis (38 %), Entspannung (34 %), Präsenz (25 %) und mentale Klarheit (25 %). Seltenere Effekte waren ein anderes Zeitgefühl (4 %) oder weniger Angst (5 %). Die Erfahrungen waren positiv (57 %), ambivalent (25 %) oder negativ (2 %). Bei einmaligen Digital Detox Durchführungen kam es häufig (46 %) zur Absicht einer digitalen Balance. Weiterempfehlungen von Digital Detox traten mehrheitlich auf (67 %). Schlussfolgerung: YouTube erwies sich als Videoplattform mit einem großen Potential für eine umfassende Darstellung von Digital Detox. Digital Detox Erfahrungen sowie Effekte und Folgen von Digital Detox Anwendungen wären zukünftig noch genauer zu untersuchen. Schlüsselwörter: Digital Detox, Internet, Smartphones, Mediennutzung, Digitalisierung, Selbstregulation, quantitative Medieninhaltsanalyse