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Nutzertests zur Evaluierung eines Telepräsenzroboters für die soziale Integration älterer Menschen

FG Medienpsychologie veröffentlicht in ACM Transactions on Human-Robot Interaction
ACM, Inc.

Wie können technische Innovationen dazu beitragen, dass ältere Menschen auch über räumliche Distanzen hinweg sozial in Kontakt bleiben? Eine aktuelle Studie des Fachgebiets Medienpsychologie und Medienkonzeption der TU Ilmenau ist dieser Frage anhand eines Telepräsenzroboters nachgegangen, der Video-Kommunikation mit entfernten Kontaktpersonen ermöglicht.

In einer Laborstudie testeten 14 ältere Erwachsene in Deutschland den Roboter in Navigations- und Kommunikationsaufgaben. Untersucht wurden neben der erfolgreichen Bedienung auch das Erleben von Freude, Benutzerfreundlichkeit, Nützlichkeit, sozialer Präsenz sowie die Nutzungsabsicht von robotervermittelter Kommunikation.

Die Ergebnisse zeigen: Die meisten Teilnehmenden konnten den Telepräsenzroboter problemlos bedienen und bewerteten ihn als angenehm, einfach zu nutzen und nützlich. Viele betrachteten robotervermittelte Kommunikation als sinnvolle Alternative, wenn persönliche Treffen nicht möglich sind. Nur zwei der 14 Testpersonen gaben an, langfristig kein solches System nutzen zu wollen.

Die Studie legt nahe, dass Telepräsenzroboter einen wichtigen Beitrag zur sozialen Teilhabe älterer Menschen leisten können – insbesondere, wenn sie an deren körperliche, psychologische und soziale Bedürfnisse angepasst werden.

 
  • Conde, M., Fischedick, S., Richter, K., Arboleda, S. A., Gross, H. M., Raake, A., & Doering, N. (2025). “The robot should be programmed for me”: User tests evaluating a telepresence robot for the social integration of older adults. ACM Transactions on Human-Robot Interaction. https://doi.org/10.1145/3770851