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Wer hat welche Art von Sex in Netflix-Serien?

Fachgebiet Medienpsychologie veröffentlicht in „Sex Roles“
Springer Nature

Systematisch inhaltsanalytisch zu untersuchen, wie zeitgenössische Sexualitätsdarstellungen in unterschiedlichen Medien beschaffen sind, ist praxisrelevant. Denn Sexualitätsdarstellungen in den Medien können Einstellungen und Verhalten des Publikums beeinflussen. In einer Forschungszusammenarbeit ist das Fachgebiet Medienpsychologie und Medienkonzeption der TU Ilmenau der Frage nachgegangen, wie sexuelle Interaktionen in populären Netflix-Serien dargestellt werden.

Dazu wurden sieben populäre Netflix-Serien ausgewählt (Bridgerton, Dark Desire, Elite, Sex Education, Sex/Life, The Witcher, You), die dafür bekannt sind, auch sexuelle Szenen zu zeigen. Es wurden alle N=271 gemischtgeschlechtlichen Sex-Szenen extrahiert, die in den bisherigen Episoden der Serien zu sehen waren. Vor dem Hintergrund von Geschlechtsrollen- und Sexuellen-Skript-Theorien wurde ermittelt, wer beim Sex die Initiative ergreift, welche Sexualpraktiken zu sehen sind und bei wem ein Orgasmus gezeigt wird. Die Studie ist im Journal „Sex Roles“ (Springer Nature) erschienen.

 

Oschatz, T., Döring, N., Zimmermanns, C., & Klein, V. (2024). Women's Sexual Agency, Pleasure, and Orgasm in Popular Netflix Series: A Quantitative Content Analysis of Mixed-Gender Scenes. Sex Roles, 28, 2776-2796.  https://doi.org/10.1007/s11199-024-01519-5