Creative-Commons-Lizenzen

Open Access bedeutet neben dem freien Zugang auch, dass wissenschaftliche Werke möglichst frei genutzt werden können. Zur Umsetzung dieser freien Nutzung kommen bei Open Access freie Lizenzen zum Einsatz. Etabliert haben sich die Lizenzen von Creative Commons. Mit ihnen können Urheber*innen bzw. Autor*innen auf einfache Weise festlegen, wie andere ihre Werke nutzen dürfen. Sie können so entsprechende Nutzungsrechte an ihren Werken einräumen. Hierdurch entstehen freie und offene Inhalte. Die Nutzung der Lizenzen ist kostenfrei.

Auswahl einer Lizenz

Die Creative-Commons-Lizenzen sind aus vier Bausteinen zur Definition der Nutzungsbedingungen aufgebaut.

Aus den Kombinationen der Lizenzbedingungen ergeben sich insgesamt sechs verschiedene Lizenzen entlang der hier dargestellten Fragen:

Die Namensnennung (BY), also die Bedingung angemessener Urheber- und Rechteangaben, ist obligatorischer Baustein aller Lizenzen. Daher ist die Lizenz CC BY die einfachste Lizenz und quasi der Ausgangspunkt. Reicht Ihnen diese Bedingung aus und Sie möchten von vornherein keine weiteren Nutzungseinschränkungen – für Open Access ist dies empfohlen –, dann wählen Sie die Lizenz CC BY. Anderenfalls prüfen Sie gezielt, welche Nutzungen Sie entsprechend der Lizenzen erlauben oder einschränken wollen. Möchten Sie Nutzungen einschränken, sollten Sie aber genau hinschauen und wissen, was dies bedeutet und welche Auswirkungen dies hat …

Empfehlung: CC BY

Für wissenschaftliche Publikationen wird die Verwendung der Lizenz CC BY empfohlen.

Gut für die Wissenschaft!

Die Lizenz CC BY ist maximal konform mit dem Prinzip von Open Access und ermöglicht eine hohe Sichtbarkeit und eröffnet umfassende Nachnutzungsmöglichkeiten – das wiederum ermöglicht eine weite Verbreitung ihrer Forschung, Ergebnisse und Ideen. Die Bedingung der Lizenz, die Namensnennung, ist in der Wissenschaft bei der Zitierung und Nachnutzung ohnehin Standard.

Gut im Sinne von Open Access!

Open Access bedeutet nicht nur die freie Verfügbarkeit von wissenschaftlichen Inhalten im Internet, sondern umfasst auch eine möglichst freie Nachnutzbarkeit von Inhalten. Nur so entstehen wirklich freie und offene Inhalte – mit einem Vorteil für die Gesellschaft, aber auch für die Wissenschaft selbst: Da Forschung und wissenschaftliche Arbeiten immer auf Vorarbeiten anderer aufbauen, profitieren auch Wissenschaftler:innen von frei lizenzierten Inhalten für die Nachnutzung in eigenen Werken – und sollten daher auch ihre eigenen Inhalte möglichst frei lizenzieren. Die Lizenz CC BY ermöglicht eine freie Nachnutzung in diesem Sinne am besten.

Keine Einschränkungen!

Verzichten Sie auf die Lizenzen, die Bearbeitungen und/oder kommerzielle Nutzungen ausschließen. So lizenzierte Werke können nicht als wirklich frei und offen gelten. Viele in der Wissenschaft und im Bildungsbereich übliche und legitime Nutzungen wären ausgeschlossen.

Die Lizenzen im Detail