
Prof. Dr. Matthias Hein
Fachgebietsleiter
Telefon: 03677 69-2832
E-Mail: matthias.hein@tu-ilmenau.de
Im Folgenden finden Sie ausgewählte Projekte, die das Fachgebiet eigenständig oder in Zusammenarbeit in Projektkooperationen durchführt:
Das Thüringer Innovationszentrum Mobilität (ThIMo) verfolgt gemäß seiner strategischen Ausrichtung das Ziel, den Wandel der Industrie zu nachhaltigen Mobilitätstechnologien zu begleiten.
Unter Koordination der RWTH Aachen forscht das 6GEM-Konsortium an zukünftigen Kommunikationstechnologien in der 6G-Mobilfunktechnik.
Die TU Ilmenau beteiligt sich an 6GEM im Teilvorhaben 6GEMini mit der Erforschung von Konzepten und Maßnahmen zur Minimierung der elektromagnetischen Strahlenexposition der Bevölkerung durch die 6G-Mobilfunktechnik.
Mehr Informationen zu dem Projekt 6GEMini finden sie hier: Projektsteckbrief_6GEMini.pdf
Hochschulübergreifende Forschergruppe Vernetztes und Kognitives Fahren [CoCoMobility]
Intelligente Verkehrsinfrastruktur für automatisiertes Fahren
Vernetzung von Fahrzeugen, Infrastruktur und Testumgebungen
Verkehrliche Wirkung, Sicherheit und Umwelteinflüsse
Hochschule Schmalkalden
Bauhaus-Universität Weimar
Fachhochschule Erfurt
CONTROL - Teilvorhaben ThlMo: Modellbildung und OTANiL-Emulation von Radarsensoren
Projektzeitraum: 10/2025 - 09/28
Finanzierung: BMWE - VDA Leitinitiative Autonomes Fahren
CONTROL zielt darauf ab, automatisiertes Fahren im Automotive- und Bahnbereich in komplexen, dynamischen und offenen Umgebungen zu ermöglichen. Während bestehende Level-3-Automatisierungen nur in klar definierten Betriebsbereichen funktionieren, beschäftigt sich CONTROL mit der Herausforderung, Unsicherheiten in der „offenen Welt" zu bewältigen, die durch unvorhersehbare Ereignisse und Szenarien gekennzeichnet ist, und die zum Zeitpunkt der Systementwicklung noch nicht berücksichtigt werden konnten. Im Zentrum des Projekts steht die dynamische und kontinuierliche Bewertung von Unsicherheiten innerhalb eines automatisierten Gesamtsystems, also auf allen Ebenen des Systems von der Wahrnehmung über die Datenfusion bis zur Entscheidungsfindung. Ziel ist die systematische Berücksichtigung von Unsicherheiten und die daraus resultierenden Qualitäten sowohl in der Sicherheitsargumentation als auch zu jedem Zeitpunkt während des automatisierten Betriebs. Die Ergebnisse des Projekts werden durch Demonstratoren im Automobil- und Bahnbereich validiert. Gleichzeitig bringt CONTROL alle relevanten Akteure des Entwicklungsprozesses zusammen, um branchenweit akzeptierte Metriken und Verfahren für den Umgang mit Unsicherheiten in dynamischen Umgebungen zu schaffen.
Die F&E-Beiträge des ThlMo betreffen im Wesentlichen die Teilprojekte „Sensormodelle" sowie „Methoden, Werkzeuge und Prozesse zur Nachweisführung". Sie greifen auf eine bewährte und erfolgreiche Zusammenarbeit mit weiteren Konsortialpartnern zurück und finden Eingang in szenarienbasierte Co-Simulationen. Messdaten liefern die Referenz für die Nachbildung und Unsicherheitsbewertung in der OTA/ViL-Umgebung. Messungen und Simulationen bilden zentrale Elemente des Demonstrationskonzepts mit Fokus auf der Validierung von Sensor- und Umgebungsmodellen sowie Unsicherheitseffekten in Verbindung mit Clutter, Niederschlag sowie Mehrwegeausbreitung.
FastPhoton - Ultrabreit-bandige Hochfrequenz-Ansteuerung fasergekoppelter Laserdioden für polarisations- und zeitstempel-kodierte Einzelphotonen in der Quantenkommunikation
FastPhoton untersucht wissenschaftliche Fragestellungen an der Schnittstelle zwischen Lasertechnologie, Hochfrequenzelektronik und Photonik, dreier Schlüsseltechnologien für die Thüringer Industrie und Schlüsseldisziplinen für den Wissenschaftsstandort Thüringen sowie im aufstrebenden Feld der Quantentechnologie. Es wendet die interdisziplinäre Expertise der an den Standorten Jena und Ilmenau beteiligten Partner auf höchst aktuelle Fragestellungen der Quantenkommunikation an.
Pionierregion: „Mobilitätslösungen im suburbanen Raum vernetzen“
Nachhaltige Mobilitätsstrategien als Komponente einer modernen und intelligent vernetzten Gesellschaft verlangen die gemeinsame Entwicklung von Verkehrs-, Daten- und Netzwerkinfrastrukturen. Bestes Beispiel dafür sind Pilotprojekte zum autonomen Fahren im Bereich des ÖPNV, bei dem sich der notwendige teleoperierte Betrieb nur mit Leistungsmerkmalen des 5G-Netzes (geringe Latenz, höchste Zuverlässigkeit und Abdeckung, Fahrzeug-zu-allem-Vernetzung) realisieren lässt. Die Idee digitalisierter und vernetzter Lösungen reicht im Konzept P:Mover über diese Anwendung hinaus und adressiert den intermodalen Mobilitätsraum, kommunale Aufgaben im Verkehrssektor und ein breites Spektrum an mobilitätsbezogenen Diensten, die auf dem 5G-Standard aufbauen.
Weitere Informationen zu dem Projekt P:Mover finden sie unter folgendem Link: Projektsteckbrief P:Mover
MOVEwell - Mobilitätsverbund werthaltige ländliche Lebensräume
Projektzeitraum: 09/2024 - 08/2029
Finanzierung: BMBF
Vor dem Hintergrund von Klimawandel, demografischer Entwicklung, Digitalisierung und Versorgungssicherheit leistet das bedarfsorientierte und forschungsbasierte Projekt MOVEwell einen Beitrag zu zukunftsfähiger und nachhaltiger Mobilität. Es fokussiert eine ländlich geprägte Projektregion mit mehreren Landkreisen und bringt Bedarfsträger, Aufgabenträger, Behörden und Forschungseinrichtungen zusammen, um in Reallaboren ein effektives Mobilitätsmanagement zu realisieren und übertragbare Ansätze zu propagieren. Schwerpunkt des Teilvorhabens ist die Forschung zum automatisierten und vernetzten Fahren (AVF) und der Aufbau einer Plattform zur wissenschaftlichen Unterstützung von Pilotprojekten des hochautomatisierten und vernetzten Fahrens im ÖPNV und in On-Demand Angeboten. Eines der größten Hemmnisse für neue Mobilitätsangebote als Alternative zur Nutzung des motorisierten lndividualverkehrs im ländlichen Raum sind die personellen Ressourcen (Verfügbarkeit und Kosten). ÖPNV-Betreiber und andere Dienstleister stellen daher große Erwartungen an fahrerlose Systemlösungen mit Femüberwachung. Diese Technologie bietet zugleich das Potential für eine Verringerung der Verkehrsdichte und eine Reduktion von verkehrsbedingten Emissionen. Ziel ist es, technologische und technische Hürden in Verbindung mit AVF-Technologien zu überwinden und diese insbesondere für Anwendungen im ÖPNV vorzubereiten . Aufgaben von der Ermittlung von Bedarfen und technologischen Rahmenbedingungen wie z.B. der Verkehrsinfrastruktur, Linienführung und Funkabdeckung über die Kommunikation zu technischen Fragen und gesellschaftswissenschaftlicher Begleitforschung sowie die Beurteilung von Einsatzgebieten bis zur konkreten Unterstützung im Falle einer Projektanbahnung sollen ausgehend von den MOVEwell-Reallaboren verallgemeinert werden. Ergänzend werden Teilaufgaben in der Gesamtprojektsteuerung, im Rahmen der Govemance-Strategie und bei der Entwicklung eines Leitbilds für nachhaltige Mobilität übernommen.
Das MOVEwell-Konsortium:
Im Folgenden finden Sie eine Auswahl abgeschlossener Projekte, die das Fachgebiet eigenständig oder im Rahmen von Projektkooperationen durchgeführt hat:

Das Projekt „Embedded ground-space 5G terminal for automated and connected driving – embrace5G (e5g)“ treibt die Verbreitung der Satellitenkommunikation für künftige 5G-Anwendungen voran. Im Anwendungsfokus stehen Technologien für automatisiertes und vernetztes Fahren auf Straße und Schiene, weil diese durch hohe Anforderungen an grenz- und verkehrsraumüberschreitende Abdeckung, Zuverlässigkeit, sowie die Fusion vieler verschiedener Informationsquellen gekennzeichnet sind, bei denen die Satellitenkommunikation ihre Vorteile besonders gut ausspielen kann.
Mehr Informationen zu dem Projekt embrace5G finden sie hier: e5g_one-pager.pdf

THIMO-Forschergruppe: „Entwicklungsmethodik zur Minderung der Emissionsbeiträge durch moderne Mobilitätssysteme“ (EMISYS)
TU Ilmenau / W. HofmannEMMA - Elektrotechnische Modellierung von Mikrowellen-Absorbern
Die Überprüfung der Funktionstüchtigkeit funktechnischer Komponenten und Systeme in virtuellen anstelle von realen Testumgebungen gewinnt im Bereich des automatisierten und vernetzten Fahrens immer mehr an Bedeutung. Dabei kommen vor allem Absorberkammern zum Einsatz, deren Mikrowellenabsorber an Wänden, Decke und Boden Reflexionen dämpfen und so eine Beeinflussung der Messergebnisse durch die Messumgebung minimieren. Der erreichbare Grad an Rückwirkung bestimmt die grundsätzliche Verwertbarkeit, Qualität und Genauigkeit der Messungen und damit die Vergleichbarkeit der virtuellen Messumgebung mit realen Feldtests. Entsprechend wichtig ist es, die elektromagnetische Feldverteilung in solchen Absorberkammern präzise zu charakterisieren; hierfür werden für Frequenzen ab einigen 100 MHz vorrangig strahlenoptische Verfahren eingesetzt. Bemerkenswerterweise existiert bislang kein geeignetes elektromagnetisches Absorbermodell, das die physikalischen Funktionsprinzipien breitbandig, winkelabhängig und vollpolarimetrisch nachbildet. Die Erforschung eines solchen Modells ist das Hauptziel des vorliegenden Vorhabens. Im Vorhaben werden Messverfahren sowie numerische und semianalytische Methoden zur präzisen Charakterisierung der Reflektivität von Pyramidenabsorbern erforscht und angewendet. Die gewonnenen Erkenntnisse werden genutzt, um grundlegende Gesetzmäßigkeiten des Absorptionsverhaltens abzuleiten und wichtige Einflussparameter herauszuarbeiten. Daraus wird ein Wirkmodell entwickelt, welches das Reflexionsverhalten der Absorber für strahlenoptische Verfahren zugänglich macht und in entsprechenden Berechnungen abbildet. Zur Verifikation wird die Wellenausbreitung in der VISTA: Virtuelle Straße – Simulations- und Testanlage der TU Ilmenau simuliert und mit Messdaten verglichen. Das in diesem Projekt erforschte Modell liefert somit einen signifikanten Beitrag zur Erforschung moderner Funktechnologien.
i-FPS - Kompakte, performante und hochintegrierte Faint Pulse Source bei 850 nm
Projektzeitraum: 02/2022 – 12/2024
Finanzierung: Gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) mit dem ProjektträgerDeutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. Raumfahrtmanagement (DLR)
Ziel des Gesamtvorhabens ist die Realisierung einer kompakten Photonenquelle mit abgeschwächten Pulsen, einer sogenannten Faint Pulse Source (FPS), für die Erzeugung von Quantenschlüsseln mit hoher Schlüsselrate in der satellitenbasierten Kommunikation. Die zu entwickelnde FPS-Architektur soll eine neue Generation einer FPS ermöglichen, die sich durch GHz-Photonenraten, Kompaktheit, Skalierbarkeit und hohe Schlüsselraten unter allen sicherheitsrelevanten Gesichtspunkten auszeichnet.
Die Forschungsziele fokussieren sich auf die Elektronikentwicklung und HF-taugliche Modulintegration einer FPS, die den Anforderungen für Satellitenanwendungen gerecht wird. Zentrale Fragestellungen sind neben der Realisierung der hochfrequenten Ansteuerelektronik der VCSEL-Dioden mechanische bzw. thermomechanische Robustheit sowie Miniaturisierung und Gewichtsminimierung.
Zur Lösung der komplexen Aufgabenstellung für die Hardwareplattform wird auf eine entwickelte und verifizierte Mehrlagenkeramiktechnologie aufgesetzt. Die Ansteuerung der VCSEL-Dioden soll auf einer schnellen FPGA-Plattform realisiert werden.
An dem Verbundprojekt sind folgende Partner beteiligt:
KREATÖR - Funk- und Fahrzeugtechnologien für automatisierten
Personentransport im öffentlichen Raum
F&E-Vorhaben 2021 FGI 0007 (01.04.2021-31.12.2023
Projektsteckbrief: KREATÖR
Seit Januar 2020 entwickelt die Forschergruppe MOSYS („Entwicklungsmethodik zur Prädiktion der Umweltbelastung durch moderne Mobilitätssysteme“) im Thüringer Innovationszentrum Mobilität (ThIMo).
Das vernetzte und automatisierte Fahren ist von zentraler Bedeutung für unsere digitale Gesellschaft und stellt zugleich die weltweite Forschung und Entwicklung vor wesentliche Herausforderungen. Das Forschungsinfrastrukturprojekt MOVIESTAR dient der Schaffung gerätetechnischer Voraussetzungen, die eine realitätsnahe Nachbildung relevanter Funkkanäle unter Berücksichtigung von deren zeitlichen, spektralen und räumlichen Strukturen sowie der Interferenz bzw. Kooperation mit anderen Funksystemen und -standards ermöglichen.
ROSANNA - Robuste Satellitennavigation in sicherheitsrelevanten Anwendungen
Das Verbundvorhaben ROSANNA setzt auf den Kernergebnissen des Forschungsprojekts KOSERNA und der Konzeptstudie ROSANNA-Konzept auf und wendet diese auf sicherheitsrelevante Bereiche der Satellitennavigation an. Dabei wurden zwei vielversprechende, sicherheitskritische Anwendungen identifiziert, die eine hochgenaue und besonders robuste Navigation erfordern: Der Automotive-Bereich, insbesondere im Hinblick auf vollautomatisiertes und fahrerloses Fahren, Rangieren und Transportieren, sowie unbemannte Luftfahrzeuge (Unmanned Aerial Vehicle - UAV). Bei beiden Anwendungen treten spezielle Herausforderungen auf, die grundlegende Untersuchungen erfordern. Hierzu wurden im Rahmen von ROSANNA-Konzept erfolgreich Vorstudien durchgeführt, die nun in praktische Entwürfe und geeignete Demonstratoren umgesetzt werden sollen.
Laufzeit:
Mai 2019 – August 2023
gefördert von:
BMWi
Projektpartner:
DLR
Institut für Mikroelektronik- und Mechatronik-Systeme (IMMS), Erfurt
RWTH Aachen
Antennentechnik Bad Blankenburg GmbH
SISYVOS - Smarte integrierte Funksysteme für vernetzte Mobilität und Logistik - Entwurf und messtechnische Charakterisierung für den Mobilfunkstandard 5G
Vor dem Hintergrund der rapide zunehmenden Bedeutung der drahtlosen Vernetzung zwischen Fahrzeugen, Leitstellen und Infrastruktur besteht das Hauptziel dieses Verbundprojektes in der gemeinschaftlichen Erforschung, Entwicklung und Erprobung intelligenter Funksysteme für Straßenfahrzeuge; ein besonderer Fokus ist auf den nächsten Mobilfunkstandard 5G gerichtet, bei dem Mehrantennensysteme (MIMO) und verteilte Datenverarbeitung (Integration der Antenne mit Elektronik) zum Einsatz kommen werden. Neben der Entwicklung für diesen Einsatzzweck geeigneter Antennenstrukturen (konforme metallflächentolerante Bauformen, Abdeckung verschiedener Frequenzbereiche) ist insbesondere die Weiterverarbeitung der Funksignale durch entsprechende Frontends und integrierte Elektronikschaltungen zwingend notwendig. Das zu entwickelnde Funksystem ist in vom Fahrzeughersteller vorgegebene Kunststoffbauteile im Exterieurbereich an Fahrzeugen funktionstüchtig zu integrieren, ohne das Erscheinungsbild des Fahrzeuges zu verändern.
Dehnbare Elektronik ist eine sich schnell entwickelnde Technologie, die den Weg zu neuen Klassen von elektronischen Geräten ebnet, bei denen die Leiterplatte nicht mehr an eine starre Geometrie gebunden ist, sondern sich formtreu und reversibel an das Design eines bestimmten Trägers oder Gehäuses anpassen kann. Dies ermöglicht neuartige Anwendungen, die von geringem Gewicht, Robustheit, hoher Schaltungsdichte und Anpassungsfähigkeit profitieren. Um das Potential für Anwendungen bis in den Zentimeterwellenbereich auszuloten, widmet sich das Projekt der systematischen Untersuchung der HF-Übertragungseigenschaften dehnbarer Leitungsstrukturen und -bauelemente.
Mehr Informationen zu dem Projekt Strechtronics finden sie hier: Projektsteckbrief_Strechtronics.pdf

Deutsch-japanische Forschungskooperation im automatisierten und vernetzten Fahren: Virtuelle Validierung (CADJapanGermany: VIVID)
Ziel des vom BMBF geförderten Projekts „Deutsch-japanische Forschungskooperation im automatisierten und vernetzten Fahren: Virtuelle Validierung (CADJapanGermany: VIVID)“ ist es, über gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsarbeiten den deutsch-japanischen Know-how-Austausch zu stärken und länderspezifische Erkenntnisse für die gemeinsame Weiterentwicklung des autonomen Fahrens zu nutzen. Sicherheit und Validierung stehen dabei im Vordergrund.
Weitere Informationen finden Sie im offiziellen Projektsteckbrief oder unter: https://www.safecad-vivid.net/