Digital Twin Representation of Radio Channels (D-TRaCe)

Das Ziel von D-TRaCe ist es, den finanziellen, zeitlichen und personellen Aufwand für die Charakterisierung einer Mobilfunkumgebung zu minimieren. Es soll hierzu ein Verfahren entwickelt werden, mit welchem in einer simulativen Umgebung realistische Funkkanalrealisierungen auf einfache, schnelle und flexible Weise gewonnen werden können. Um ein realistisches Modell zu erhalten, soll ein schnelles und kostengünstiges Messverfahren basierend auf Künstlicher Intelligenz entwickelt werden, welches in der Lage ist, die Simulationsumgebung auf ein bestimmtes Szenario so zu kalibrieren, dass deren Ergebnisse realistisch sind – es entsteht ein digitaler Zwilling im Sinne der elektromagnetischen Wellenausbreitung. Die entwickelte Methode wird gerade in Szenarien mit starker Mehrwegeausbreitung von besonderem Nutzen sein. Deshalb sollen im Rahmen von D-TRaCe im Kontext von ICAS neue Verfahren für Detektion, Lokalisierung, Tracking und Ressourcenallokation entwickelt werden, die sich sowohl den Realismus als auch die Flexibilität der entwickelten Simulationsumgebung zunutze machen.

Die Ergebnisse des Projekts umfassen insbesondere Modelle, Algorithmen und Softwarekomponenten zur Abbildung der Funkwellenausbreitung in komplexen Umgebungen.
Die entwickelten Modelle und Methoden sind auf praxisnahe Szenarien übertragbar, insbesondere auf industrielle Funknetze sowie Anwendungen im Bereich Integrated Communications and Sensing (ICAS). Sie können zur Unterstützung von Planungs-, Simulations- und Optimierungsprozessen in Kommunikations- und Sensorsystemen eingesetzt werden, beispielsweise bei der Lokalisierung, beim Tracking oder bei der Ressourcenallokation in Mobilfunknetzen. 

Gefördert durch den Freistaat Thüringen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus.