
PD Dr. Sukhdeep Singh
Leiter der Forschungsgruppe
+49 3677 69 3685
Anschrift:
Technische Universität Ilmenau
Fakultät für Mathematik und Naturwissenschaften
PF 10 05 65
98684 Ilmenau
Besuchsadresse:
Heliosbau, Raum 2111
Michael ReichelPD Dr. Sukhdeep Singh
Email
Tel: +49 3677 69 - 3685
Fax: +49 3677 69 - 3379
Heliosbau
Raum 2111

Technische Universität Ilmenau
Fakultät für Mathematik und Naturwissenschaften
Institut für Chemie und Biotechnik
Forschergruppe Bioorganische Chemie bioaktiver Oberflächen
Prof.-Schmidt-Str. 26, 98693 Ilmenau
Heliosbau, Raum 2105
Thema:
Lichtempfindliche molekulare Schalter für optisch steuerbare Einzelmolekül-Elektronikbauteile
Die molekulare Elektronik erforscht die Integration einzelner Moleküle als funktionale elektronische Komponenten. Dies ermöglicht eine Miniaturisierung über die Grenzen herkömmlicher siliziumbasierter Technologien hinaus und trägt gleichzeitig zur Reduzierung der Umweltbelastung durch Elektronikherstellung sowie zur Verringerung des Elektroschrotts bei.
Im Fokus dieser Forschung stehen lichtempfindliche Moleküle – insbesondere Spiropyrane und DASA (Donor–Acceptor Stenhouse Addukte) –, die unter wellenlängenspezifischer Bestrahlung ausgeprägte Änderungen in Polarität und Konjugation zeigen. Eingebettet in reproduzierbare Metall–Molekül–Metall (MMM)-Junktionssysteme dienen diese Moleküle zur Untersuchung von lichtinduzierter Leitfähigkeitsumschaltung und speicherähnlichem Verhalten.
Durch eine detaillierte Charakterisierung der Struktur-Eigenschafts-Beziehungen an der organisch-anorganischen Grenzfläche soll eine Plattform für skalierbare, kostengünstige und nachhaltige molekulare Bauelemente geschaffen werden, um das Potenzial einer grünen Mikroelektronik weiter voranzubringen.
Nadine WolfTechnische Universität Ilmenau
Fakultät für Mathematik und Naturwissenschaften
Institut für Chemie und Biotechnik
Forschergruppe Bioorganische Chemie bioaktiver Oberflächen
Prof.-Schmidt-Str. 26, 98693 Ilmenau
Heliosbau
Thema:
Konjugation von auf sichtbares Licht ansprechenden molekularen Schaltern an organische Fragmente, die von Biopolymeren abgeleitet sind - ein Schritt in Richtung biorthogonale Chemie
Nach unserem besten Wissen offenbaren die chemischen Eigenschaften einer Zellmembran die komplizierte Chemie ihrer Oberfläche, die sich aus der einzigartigen Kombination verschiedener Lipide, Peptide und Oligosaccharide ergibt. Daher ist die Veränderung der Oberflächenchemie einer Zelle eine schwierige Aufgabe, die ein hohes Maß an chemischer Selektion unter unbedenklichen Bedingungen erfordert. Um dieses komplexe Rätsel zu lösen, müssen verschiedene Monomere von biopolymeren Motiven, die in der Zellmembran vorhanden sind, auf ihre Selektivität gegenüber einem speziell entwickelten organischen Reagenz untersucht werden, das seine Eigenschaften mit Licht verändert. Die Entwicklung einer solchen biorthogonalen Chemie, die photoaktive Gruppen an die Zellmembran liefert, könnte neue Wege der Forschung im Bereich der Photopharmaka eröffnen.
Nadine WolfThema:
Verwertung der Carbonylabfälle aus Polycarbonat beim Upcycling zu „arzneimittelähnlichen“ Molekülen. Ein nachhaltiger chemischer Ansatz.
Kunststoffe sind vielseitige Materialien, die leichte, haltbare und kostengünstige Lösungen für verschiedene Branchen bieten.
Da sie jedoch nicht abbaubar sind, stellen sie am Ende ihres Lebenszyklus eine Herausforderung dar.
Wir haben eine innovative Carbonyl-Extraktionsmethode entwickelt, um Polycarbonat-Abfall (Poly(bisphenol-A-Carbonat (PC)) als Reaktionsvorläufer für die Synthese verschiedener Chemikalien zu nutzen, die in der Medizin Verwendung finden. Die Forschungsaufgabe dieser Masterarbeit ist die Förderung der Nachhaltigkeit durch die Wiederverwendung von Polycarbonat-Abfall als Carbonyläquivalent unter Berücksichtigung nachhaltiger Faktoren. Darüber hinaus soll das Molekül in einer Teleskopreaktion/Eintopfreaktion entwickelt werden, so dass die Verwendung unerwünschter Abfälle umgangen werden kann. Diese Arbeit unterstützt den Übergang von einer linearen Kunststoffwirtschaft zu einer Kreislaufwirtschaft und verdeutlicht das Potenzial von Kunststoffabfällen als Ressource für die Herstellung von Materialien mit verbesserten Eigenschaften.
IOI: Ich habe mich für dieses Thema entschieden, weil es organische Synthese mit Zukunftsthemen wie Recycling und nachhaltiger Arzneimittelproduktion verbindet.
Hobbys: Zeichnen, Besuch von Musikfestivals, Brettspiele
Nadine WolfThema:
Chemische Modifikation polymerer Oberflächen mit maßgeschneiderten Donor-Akzeptor-Stenhouse-Addukten.
Die Materialeigenschaften eines polymeren Substrats werden stark von dessen chemischer Zusammensetzung beeinflusst. Zum Beispiel können Vernetzer oder Weichmacher die physikalischen Eigenschaften des Grundsubstrats anpassen. Andererseits bietet die nachträgliche Oberflächenmodifikation des Substrats eine elegante Lösung zur Erzielung hybrider Eigenschaften, die sonst schwer zu erzeugen sind. In dieser Masterarbeit betrachten wir verschiedene polymere Substrate mit interessanten bioresponsiven Eigenschaften und zielen darauf ab, komplexe Photochemie auf deren Oberflächen zu etablieren. Zu diesem Zweck werden sichtlichtempfindliche Donor-Akzeptor-Stenhouse-Addukte als bevorzugte Photoschalter untersucht.
IOI: Ich finde die Oberflächenfunktionalisierung ein sehr faszinierendes Thema. Die Möglichkeit, jede Oberfläche so zu manipulieren, dass wissenschaftliche Ziele erreicht werden, wie zum Beispiel eine gewünschte Bioresponse zu induzieren oder eine potenziell unerwünschte Reaktion zu hemmen, ist etwas, mit dem ich mich gerne vertraut machen würde.
Hobbys: Lesen, Tanzen, Fotografie und Malen
Miss Johanna Bohn:
Investigations of cell adhesion behavior on photoswitchable polymers (Bachelor thesis)
Mr. Shizhan Ren:
Design, synthesis and evaluation of photoswitching properties of homologous dimeric Donor acceptor Stenhouse adducts (Bachelor thesis)
Mr. Michel Große:
Synthese, Funktionalisierung und Charakteri-sierung lichtempfindlicher Donor-Acceptor Stenhouse Adducts und deren Verknüpfung mit Polycarbonatoberflächen (Bachelor thesis)