Neue Befunde zu psychischen Risiken medialer Kommunikation über Gesundheitskrisen

Kürzlich wurde eine Studie unserer Kollegin Sophia Schaller in der internationalen Zeitschrift Risk Analysis veröffentlicht. Die Untersuchung wurde während der COVID-19 Pandemie durchgeführt und zeigt auf, dass die mediale Kommunikation über Gesundheitskrisen negative Folgen für die mentale Gesundheit der Menschen haben kann, indem sie die Wahrnehmung verschiedener Risiken verstärkt.

Ein zentraler Befund ist allerdings, dass diese Auswirkungen von der genutzten Informationsquelle abhängig sind. Im Speziellen verstärkte die Nutzung deutscher Qualitätsmedien (zum Beispiel öffentlich-rechtlicher Rundfunk) die Wahrnehmung gesundheitlicher Risiken des Coronavirus. Die Nutzung von Boulevardmedien oder Social Media Plattformen führt hingegen dazu, dass die Menschen die Risiken der Schutzmaßnahmen für die persönliche Freiheit gravierender einschätzten. Beides hatte negative Konsequenzen für die mentale Gesundheit, aber über unterschiedliche Wege.

Mehr Informationen zu Studie finden Sie hier: https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/risa.70079

FG EMPK