Bisherige Abschlussarbeiten

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Erstellt: Sun, 07 Aug 2022 19:10:31 +0200 in 0.0726 sec


Körner, Jennifer;
Analyse der Akzeptanz und Risikowahrnehmung des autonomen Fahrens am Beispiel „KREATÖR“. - Ilmenau. - 127 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2022

Autonomes Fahren ist zu einem viel diskutierten Thema geworden, welches inzwischen auch den Sektor des öffentlichen Personennahverkehrs erreicht hat. Auf der ganzen Welt wurden bereits Projekte zur Erprobung dieser Technologie eingeführt, insbesondere mit autonomen Kleinbussen (Bloomberg Aspen, 2019). Eines dieser Projekte wird derzeit in der Stadt Ilmenau in Deutschland, unter dem Projektnamen "KREATÖR" zum Einsatz autonomer Shuttles zwischen dem Ilmenauer Bahnhof und dem Campus der örtlichen Universität implementiert (Hein, 2022). Um dieses Projekt erfolgreich umsetzen zu können, ist eine hohe Nutzerakzeptanz erforderlich (Nordhoff et al., 2019). Die vorliegende Studie untersucht die Akzeptanz und Risikowahrnehmung des autonomen Fahrens im Kontext des Projekts "KREATÖR" in Ilmenau. Als Grundlage für die Untersuchung wurde das „Multi-level Model of Automated Vehicle Acceptance“ von Nordhoff et al. (2019) verwendet. Zwischen dem 15.02.2022 und dem 22.03.2022 wurden acht Leitfadeninterviews mit Einwohner:innen der Stadt Ilmenau geführt, vor einer Nutzungserfahrung und unter explizitem Ausschluss von Angehörigen der Technischen Universität Ilmenau. Anschließend wurden die Interviews in Anlehnung an die qualitative Inhaltsanalyse von Kuckartz (2018) qualitativ ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen eine hohe Nutzerakzeptanz von autonomen Shuttles in Ilmenau und eine Ergänzung zu theoretischen Modellen, die Einflussfaktoren auf die Risikowahrnehmung von autonomen Fahrzeugen beschreiben. Darüber hinaus weist die Studie auf einen hohen Einfluss von Akzeptanzfaktoren auf der Makroebene hin, welche in weiteren Studien näher untersucht werden sollten.



Adjei, Adwoa Anaah;
Framing China in the COVID-19 era: a comparative content analysis of newspapers in U S, Australia and Ghana. - Ilmenau. - 99 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Masterarbeit 2022

Einleitung: Nach dem Ausbruch des Coronavirus, der Länder in eine wirtschaftliche Rezession gestürzt hat, gab es erhebliche Empörung, Schuldzuweisungen zwischen Staaten und weltweite Kritik an China. Eine kritische Bewertung der Beziehungen Chinas zu den Eine kritische Bewertung der Beziehungen Chinas zu den USA, Australien und Ghana vor dem Ausbruch des Covid-19-Virus wirft die Frage auf, wie die Medien in diesen Ländern China im Zeitalter einer Pandemie darstellen. Zielsetzung: In diesem Fall ist es äußerst wichtig zu untersuchen, zu vergleichen und zu kontrastieren, wie diese verschiedenen Medien in den verschiedenen Ländern China im Zusammenhang mit Covid-19 darstellen. In dieser Studie wird untersucht, wie die Medien in Australien, Ghana und den USA China in der Anfangsphase der Covid-19-Pandemie darstellten und ob die Berichterstattung in den einzelnen Ländern unterschiedlich war. Methode: Zur Erreichung ihres Ziels stützt sich diese Untersuchung auf die Framing-Theorie und konzentriert sich methodisch auf die Inhaltsanalyse von 333 Nachrichtenartikeln aus drei Zeitungen: Sydney Morning Herald (Australien), Daily Guide (Ghana) und die New York Times (USA). Die vorliegende Studie geht über die bisherigen Studien hinaus, die sich auf das Framing von Krankheiten konzentrieren, und leistet einen Beitrag zum wachsenden Korpus der Literatur über das Framing nationaler Bilder in Krisenzeiten, öffentliche Diplomatie und internationale Beziehungen. Ergebnisse: Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass alle drei Zeitungen China mit wirtschaftlichen Folgen in Verbindung brachten, was dazu geführt haben könnte, dass die Länder China die Schuld zuschrieben. In der New York Times wurde China hauptsächlich direkt kritisiert und für die Verursachung der Pandemie verantwortlich gemacht, was mit einem Konflikt zwischen den beiden Ländern einherging. Der Daily Guide hingegen sprach nicht explizit von einer Schuldzuweisung an China, sondern lobte Chinas Wohlwollen und seine Bemühungen um die Linderung der Krise.



Vierkant, Gesa;
Die Risiko- bzw. Krisenkommunikation der deutschen und englischen Gesundheitsinstitutionen während der COVID19-Pandemie: eine quantitative Inhaltsanalyse der Situationsberichte des Robert Koch-Instituts und der Public Health England. - Ilmenau. - 105 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2022

Die Risiko- bzw. Krisenkommunikation von Gesundheitsinstitutionen gewann während der COVID-19-Pandemie an besonderer Bedeutung. Diese Bachelorarbeit erforscht, inwiefern die Risiko- bzw. Krisenkommunikation der deutschen und englischen Gesundheitsinstitutionen die Elemente des IDEA-Modells von D.D. Sellnow und Sellnow (2014) enthalten. Außerdem werden Unterschiede, Gemeinsamkeiten, Auffälligkeiten und die Veränderung der Risikobzw. Krisenkommunikation im Zeitverlauf untersucht. Dafür werden mittels einer quantitativen Inhaltsanalyse 108 Situationsberichte des Robert Koch-Instituts und der Public Health England analysiert. Die Untersuchung orientiert sich dabei an der Forschungsarbeit von Gasteyer (2021), dessen Codebuch auf einer Studie von Sellnow-Richmond et al. (2018) basiert und für diese Forschungsarbeit erweitert wurde. Die Ergebnisse zeigen, dass die Elemente des IDEAModells häufiger in den Situationsberichten des Robert Koch-Instituts enthalten waren. Insbesondere das Element der „Explanation“ war in den Situationsberichten beider Gesundheitsinstitutionen vertreten. Eine zentrale Frage, die aufgeworfen wurde, ist die Erstellung pandemischer Risikokommunikation nach Zielgruppen, sodass hier weitere Forschungsarbeiten angestrebt werden sollten.



Schmid, Jessica;
Die Medienberichterstattung über Jugendämter unter anderem im Kontext der Kindeswohlgefährdung während der Corona-Pandemie : eine quantitative Inhaltsanalyse. - Ilmenau. - 119 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2022

Immer wieder werden tragische Fälle der Kindeswohlgefährdung in den Medien publik. Besonders in den Zeiten der Pandemie hat das Kindeswohl höchste Priorität, da befürchtet wird, dass dieses zunehmend durch die Corona-Maßnahmen gefährdet ist (Bundesregierung, 2020). Damit einhergehend stehen die Jugendämter häufig in der Kritik. Daher befasst sich diese Abschlussarbeit mit dem Thema der Online-Medienberichterstattung über Jugendämter im Kontext der Kindeswohlgefährdung während der Corona-Pandemie. Die Arbeit orientiert sich am Framing-Ansatz von Entman (1993) und Matthes und Kohring (2004). Im Fokus steht dabei die Auswertung der Medienberichterstattung entsprechend der vier Frame-Elemente (Problemdefinition, Verantwortungszuschreibung, moralische Bewertung, Handlungsempfehlungen), um Medien-Frames im Untersuchungsmaterial identifizieren zu können. Neben dem Framing-Ansatz wird in dieser Arbeit zudem die Krisenkommunikationsforschung näher betrachtet. Zur Erfassung der Medien-Frames wurde eine quantitative Inhaltsanalyse mit anschließender hierarchischer Clusteranalyse von 312 Online-Beiträgen der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten durchgeführt. Die Arbeit stützt sich dabei auf das Codebuch der Studie von Schwarz, Schleicher, Srugies & Rothenberger (2017), da in beiden Arbeiten ähnliche Forschungsinteressen bestehen. Daher wurde abschließend ein Vergleich beider Untersuchungen durchgeführt, bei dem Gemeinsamkeiten und Unterschiede herausgestellt wurden.



Schollek, Luisa Marie;
Framing the risks and response to animal diseases in the media: a comparative content analysis of media coverage on African Swine Fever. - Ilmenau. - 75 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Masterarbeit 2022

Neben Pandemien, die Menschen betreffen, wie etwa COVID-19, existieren auch etliche tierische Pandemien, wie die Vogelgrippe, mit weltweiten Ausbrüchen. Diese stellen Herausforderungen und Risiken für Regierungen, die Gesellschaft, die Umwelt und die Wirtschaft dar. Eine aktuelle Tierpandemie mit zahlreichen Ausbrüchen auch in Europa ist die Afrikanische Schweinepest (ASP), die ausschließlich Wild- und Hausschweine betrifft und Wirtschaftszweige wie die Agrarwirtschaft bedroht. Zur Handhabung solcher Pandemien ist effektive und strategische Gesundheitsrisikokommunikation durch Regierungen essenziell, ein wichtiger Bestandteil dessen sind die Medien und deren Risikoberichterstattung. Letztere dienen als Hauptquelle von Risikoinformationen für die Öffentlichkeit und beeinflussen die Risikowahrnehmung und das Verhalten. Da der existierende Forschungstand im Bereich Gesundheitsrisikokommunikation, speziell bezüglich ASP, gering ist, ist das Forschungsziel der vorliegenden Studie zu untersuchen, wie ASP allgemein und Risikoreaktionen von Regierungen und Tiergesundheitsinstituten ASP betreffend in den Medien geframed werden. Dafür wurden Onlinenewsartikel über ASP von acht verschiedenen Outlets in drei verschiedenen europäischen Ländern, Deutschland, Polen und dem Vereinigten Königreich, mit unterschiedlichem Betroffenheitsgrad der Krankheit auf aus existenter Literatur deduzierten Frames quantitativ inhaltsanalysiert. Vier hauptsächlich angewandte dominante Frames konnten dabei festgestellt werden: Präventivinformation, Behandlungsinformation, Wirtschaftlicher Kontext und Faktische Information. Als Hauptinformationsquelle dienten Regierungen und Tiergesundheitsinstitutionen, die am häufigsten verwendeten emotionsbezogenen Frames waren Angst und Beschwichtigung. Der Inhalt von Informationen durch Gesundheitsinstitute bestand hauptsächlich aus Fallzahlen und allgemeinen Information zu ASP. Regierungen selbst und Maßnahmen bezüglich ASP wurden hauptsächlich neutral evaluiert, obwohl doch ein merklicher Anteil an Negativbewertungen vorhanden war. Diese Ergebnisse implizieren - im Einklang mit existenter Forschung - dass Regierungen und Gesundheitsinstitute als Hauptinformationsquelle genutzt werden, wenn es sich um krankheitsbezogene Gesundheitsrisiken handelt; letztere werden hauptsächlich in informativen Kontexten geframed. Die geographische Lage der Berichterstattung unterscheidet sich merklich je nach ASP-Betroffenheitsgrad der Länder. Der Ausdruck von Beschwichtigung, wenn Frames wie Behandlungsinformation angewendet werden, unterstreicht die Versicherung der Öffentlichkeit, dass Maßnahmen getroffen werden, um eine Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Der Ausdruck von Angst in einem wirtschaftlichen Kontext wiederum unterstreicht die Ernsthaftigkeit des Themas und seiner Auswirkungen. Generell scheint es, dass die Medien versuchen die Risikokommunikationsabsichten von Regierungen und Tiergesundheitsinstituten zu unterstützen, indem sie ASP in informativen Kontexten mit überwiegend neutraler Evaluation framen. Zuletzt werden Limitationen der Studie sowie ein Zukunftsausblick diskutiert.



Raubach, Janine;
Genderneutrales und genderspezifisches Marketing im deutschsprachigen Raum : eine explorative Analyse der Werbebranche. - Ilmenau. - 55 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2022

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der aktuellen Bedeutung von geschlechterstereotypischen und geschlechterneutralen Werbestrategien in deutschsprachigen Werbeagenturen. Das Ziel dieser Arbeit ist es herauszufinden, wie das Gender-Marketing aktuell beurteilt wird und ob die Relevanz für genderneutrale Werbestrategien wächst. Aufgrund des aktuellen gesellschaftlichen Wandels, im Hinblick auf die Bedeutung von Geschlecht und Gender, sowie der individuellen Definition von Geschlechtsidentitäten, insbesondere bei jüngeren Generationen, spielen genderneutrale Werbestrategien und die nicht stereotypischen Darstellungen von Geschlechtern in der Werbung zunehmend eine Rolle. Anhand von Interviews mit Expert:innen dieser Branche, werden Aussagen mit Hilfe einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Kuckartz (2018) erfasst und ausgewertet. Im Anschluss werden diese Ergebnisse mit der aktuellen Literatur zu der Entwicklung von Werbestrategien, insbesondere der Zielgruppendefinition und dem Gender-Marketing verglichen und Thesen daraus gezogen, die Anstöße für weitere Forschung geben sollen. Ergebnisse dieser Arbeit sind unteranderem die zunehmende Relevanz geschlechtsneutraler Werbestrategien, um mehr Geschlechtsidentitäten mit einzubeziehen oder den Fokus nicht bewusst auf das Geschlecht einer Person zu lenken.



Ameh, Adams;
How international NGOs respond to crisis : a comparative study on Oxfam GB and Save the Children UK. - Ilmenau. - 92 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Masterarbeit 2022


Popp, Maren;
Greenwashing and its effects on consumers : an experimental approach. - Ilmenau. - 108 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Masterarbeit 2022

Einleitung: Das Thema Umweltbewusstsein hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Daher ist die Adressierung von Umweltfragen mittlerweile ein fester Bestandteil der Geschäftspraktiken von Unternehmen und ihrer CSR geworden. Allerdings nutzen einige Unternehmen diesen Trend in Form des sogenannten Greenwashings aus. Forschungsziel: Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den Auswirkungen, die das Greenwashing eines Unternehmens auf den Verbraucher haben kann, wobei die Theorie der kognitiven Dissonanz als Grundlage dient. Die Forschungsfragen lauten: Wie nehmen Verbraucher die Verwendung von Umweltaussagen eines Unternehmens wahr (RQ1)? Wie nehmen die Verbraucher die Integrität der Kommunikation eines Unternehmens wahr (RQ2)? Wie nehmen die Verbraucher die Umweltleistung eines Unternehmens wahr (RQ3)? Inwiefern ändert sich das Kaufinteresse des Einzelnen im Hinblick auf die Umweltstrategie eines Unternehmens (RQ4)? Methoden: Mittels einer Replikation wurde ein randomisiertes 4x2-Experiment in Gestalt einer Online-Umfrage durchgeführt, bei der vier Umweltstrategien (Greenwashing, Vocal Green, Silent Green und Silent Brown) für Unternehmen und zwei fiktionale Produkte (Haushaltsreiniger und Kaffeekapseln) untersucht wurden. Ergebnisse: N = 259 Teilnehmer beteiligten sich an der Online-Umfrage. Bei einer maximal erreichbaren Punktzahl von 7 zeigen die Ergebnisse, dass die durchschnittlich wahrgenommene Verwendung von Umweltaussagen immer noch hoch ist (M = 4.9, SD = 1.11), wenn Greenwashing festgestellt wurde (RQ1). Die wahrgenommene Integrität der Kommunikation (M = 2.4, SD = 1.25) (RQ2), die Umweltleistung (M = 2.52, SD = 1.11) (RQ3) und das Kaufinteresse (M = 2.43, SD = 1.24) (RQ4) haben jedoch abgenommen, während diese bei den anderen Umweltstrategien höher bewertet wurden. Schlussfolgerung: Unentdecktes Greenwashing kann für ein Unternehmen vorteilhaft sein, insbesondere im Hinblick auf das Kaufinteresse. Sobald das Greenwashing aufgedeckt wird, ist der wahrgenommene Nutzen von Umweltaussagen weiterhin hoch. Jedoch ist mit Reputations- und Vertrauensverlusten zu rechnen, was zu einem geringeren Kaufinteresse führt.



Baecker, Christoph;
Die Auswirkungen der Covid19-Krise auf die öffentliche Risiko- und Krisenkommunikation der Dax-Konzerne : eine quantitative Inhaltsanalyse. - Ilmenau. - 61 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2022

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Veränderung der öffentlichen Risiko- und Krisenkommunikation der Dax30-Konzerne. Im Rahmen dieser qualitativen Inhaltsanalyse wurden 319 Pressemitteilungen untersucht. Die Pressemitteilungen wurden auf die Nutzung des IDEA-Modells von Sellnow, der Situational Crisis Communication Theory von Coombs und Reputation nach Eisenegger und Imhof untersucht. Dazu wurde die Nutzung der Bestandteile der Modelle untersucht, um Rückschlüsse auf die Nutzung der Modelle machen zu können. Die quantitative Inhaltsanalyse hat ergeben, dass das IDEA-Modell in 4 %, die SCCT in 53 % und Reputationsmaßnahmen in 80 % der Pressemitteilungen genutzt wurde. Die Ergebnisse für die Einteilung in die Unternehmen hat ergeben, dass das IDEA-Modell von 23 %, die SCCT von 90 % und die Reputationsmaßnahmen von 100 % der Unternehmen genutzt wurden. Des Weiteren zeigte die Auswertung, dass nur die Nutzung der Komponenten der Reputationsmaß-nahmen mit der Zeit (eingeteilt in die untersuchten Monate) statistisch zusammenhängt.



Zierenner, Michael;
Das Framing von Jugendämtern in den deutschen Medienberichterstattungen : eine quantitative Inhaltsanalyse der Onlineberichterstattung deutschsprachiger Onlinezeitungen. - Ilmenau. - 204 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2022

Bei dieser Bachelor-Abschlussarbeit geht es darum herauszufinden, wie Onlinemedien über Jugendämter berichten. Dabei lag das Hauptaugenmerk auf dem Framing-Ansatz und Medien-Frames. Hierbei wurden mit Hilfe einer quantitativen Inhaltsanalyse mit anschließender Clusteranalyse gezielt nach den vier Frame-Elementen (Thema, moralische Bewertung, Verantwortungszuschreibung sowie Handlungsempfehlungen) nach Entman gesucht. Dabei wurden insgesamt 370 Artikel beleuchtet, die sich aus Bild.de- sowie Spiegel Online-Beiträgen zusammensetzen. Außerdem orientiert sich diese Arbeit stark an einer bereits 2017 publizierten Studie von Schwarz, A., Schleicher, K., Srugies, A., & Rothenberger, L., welche sich ebenfalls mit diesem Thema in Verbindung mit Krisenkommunikation befasste und kann als Replik bzw. Fortführung angesehen werden. Diese Forschungsarbeit soll nun anknüpfen und hat viele Ähnlichkeiten bezüglich der Berichterstattung über Jugendämter zur Vorreiterstudie aufzeigen können. So bilden Einzelfälle von Kindeswohlgefährdungen sowie Schutzkonzepten der Jugendämter die Hauptthemen bei Berichterstattungen über Jugendämtern und nennt vorwiegend Akteure des Rechts (Täter, Opfer) und Kinder als Hauptakteure solcher Berichte. Auch das Bild der Jugendämter (moralische Bewertung) fällt durchschnittlich ambivalent aus und wirft kein negatives Bild auf deren Arbeit, Kompetenz oder Handeln. Zudem werden Jugendämter und deren Mitarbeiter positiv als Helfer tituliert, allerdings wird ihnen auch eine passive Mitschuld bei Einzelfällen eingeräumt. Wenn von Krisen gesprochen wird, so sind vermehrt andere Akteure wie bspw. Täter dafür verantwortlich zu machen, jedoch werden bei internen Ursachen, als Gründe einer Krise, durch vorwiegend durch einzelne Mitarbeiter der Jugendämter ausgelöst.