Publikationen der Fakultät ab 2015

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Results: 1157
Created on: Wed, 29 Jun 2022 23:16:12 +0200 in 0.5138 sec


Geigenmüller, Anja; Kuhn, Elisabeth;
De-commoditization in B2B markets: a communication perspective. - In: Commodity marketing, (2022), S. 413-425

Customer-oriented communication is an essential element of successful B2B customer-supplier interactions. Effective customer communication enforces customer relationships and, hence, helps firms avoiding what the literature knows as "commodity trap". Although the academic literature widely acknowledges the role of customer communication, studies on communication objectives, suitable instruments and effects throughout supplier-customer transactions are scarce. Against this background, and based on a single-case study of a machine tool manufacturer, this paper investigates communication objectives and instruments employed in various phases of the purchasing process. The study finds that during initiation, presentation and negotiation, the supplier intensified its communicative efforts. During the phase of production, however, communication efforts diminished. This is surprising taking into account that, from a theoretical perspective, joint activities between supplier and customer to create value build on a continuous and effective communication. The paper reflects on these results and derives avenues for future research.



https://ebookcentral.proquest.com/lib/ubilm-ebooks/reader.action?docID=6961675&ppg=409
Geigenmüller, Anja; Aneziris, Christos;
Non-price-related de-commoditization: an exploratory study in the refractories industry. - In: Commodity marketing, (2022), S. 349-363

De-Commoditization strategies have received only limited attention in the literature. Referring to non-price-related de-commoditization, differentiation can occur on the basis of superior products and services as well as on the basis of superior customer relationships. However, knowledge on the extent to which these two strategies are applicable to commodity suppliers and how an integration of these strategies can contribute to an effective de-commoditization is still scant. Based on a literature review and a qualitative study in the refractories industry, this article identifies approaches to de-commoditization, ways of implementation, as well as internal and external prerequisites.



https://ebookcentral.proquest.com/lib/ubilm-ebooks/reader.action?docID=6961675&ppg=346
Leischnig, Alexander; Geigenmüller, Anja;
A configurational perspective on brand relevance in commodity markets. - In: Commodity marketing, (2022), S. 281-292

This article illuminates the question how brands can help prevent the commoditization of offerings. The concept of interest is brand relevance, which refers to the importance of the brand as purchase decision criterion for customers in purchase situations. Based on a brief review of prior work on the relevance of brands for commodity products, this article discusses the merits of configuration theory as an inquiry system to further the understanding of what makes brands relevant. The article gives brief overview of the configurational approach and outlines avenues for future studies using this approach.



https://ebookcentral.proquest.com/lib/ubilm-ebooks/reader.action?docID=6961675&ppg=280
Enke, Margit; Geigenmüller, Anja; Leischnig, Alexander;
Commodity marketing: an introduction into key concepts and processes. - In: Commodity marketing, (2022), S. 3-20

The successful commercialization of commodities and the prevention of possible commoditization of offerings are key tasks of companies in many industries. This article aims to further the understanding of commodity marketing by further illuminating key concepts and processes. In addition, this article discusses different drivers of commoditization, distinguishing between company-related, offering-related, buyer-related and market-related factors. Furthermore, it outlines strategies to prevent or reverse the commoditization of offerings. The article illuminates two types of de-commoditization efforts: price-based and non-price-based approaches. It concludes with a discussion of avenues for further research and implications for management practice.



https://ebookcentral.proquest.com/lib/ubilm-ebooks/reader.action?docID=6961675&ppg=10
Gold, Bernadette; Windscheid, Julian;
360˚-Videos in der Lehrer*innenbildung - die Rolle des Videotyps und des Beobachtungsschwerpunktes für das Präsenzerleben und die kognitive Belastung. - In: 360˚-Videos in der empirischen Sozialforschung, (2022), S. 165-191

Unterrichtsvideos werden zur Professionalisierung angehender Lehrkräfte auf unterschiedliche Art und Weise in verschiedenen Lernsettings eingesetzt, um Wissen, Analysefähigkeiten oder Überzeugungen und Einstellungen zu verändern. Dafür wurden bislang fast ausschließlich 4:3 bzw. 16:9-Aufnahmen verwendet. Unterrichtsvideos im 360˚-Format wirken authentischer und realistischer als übliche 16:9-Videos und stellen somit eine interessante Weiterentwicklung für die Unterrichtsanalyse und -reflexion dar, die digitale und gleichzeitig überaus realistische Eindrücke von der Unterrichtspraxis realisiert, obwohl die Beobachtenden sich nicht im Klassenraum befinden müssen. Insbesondere wenn Schulpraktika nur schwer realisierbar sind - wie beispielsweise während der Corona-Pandemie - bieten 360˚-Unterrichtsvideos eine möglichst authentische Alternative zu Präsenzpraktika. Ob die Analyse von 360˚-Videos jedoch auch hinsichtlich der Kompetenzentwicklung angehender Lehrkräfte einen Mehrwert gegenüber 16:9-Videos ausmacht, ist derzeit noch nicht eindeutig beantwortbar. Dementsprechend gibt der vorliegende Beitrag einen Überblick über den Stand der Forschung zum Lernen mit 360˚-Videos und den angenommenen kognitiven und affektiv-motivationalen Wirkmechanismen. Am Ende des Beitrags wird über eine experimentelle Studie zum Einsatz von 360˚-Unterrichtsvideos in der Lehrer*innenbildung berichtet, die zwei als zentral angenommene Wirkmechanismen beim Lernen mit 360˚-Videos betrachtet, das Präsenzerleben und die kognitive Belastung während der Videorezeption, sowie entsprechende Unterschiede hinsichtlich des Beobachtungsschwerpunktes untersucht.



https://ebookcentral.proquest.com/lib/ubilm-ebooks/reader.action?docID=6892220&ppg=166
Windscheid, Julian; Rauterberg, Till;
Technische Rahmenbedingungen bei der Produktion von 360˚-Videos. - In: 360˚-Videos in der empirischen Sozialforschung, (2022), S. 103-142

Dieses Kapitel widmet sich den technischen und organisatorischen Fragestellungen der 360˚-Videografie. Das Ziel dieses Kapitels ist es, einen Überblick zu geben, inwieweit sich die Arbeit mit einer 360˚-Kamera von dem Umgang mit einer konventionellen Kamera unterscheidet, was dabei besonders zu beachten ist, welche technische Ausstattung dafür benötigt wird und auch, mit welchem Aufwand und welchen Kosten dabei zu rechnen ist. Ein besonderes Augenmerk legt dieses Kapitel dabei - neben der Bilderstellung - auf die Aufzeichnung und Bearbeitung von (3D-)Tonaufnahmen, denn dies stellt eine besondere Herausforderung bei der Erstellung von 360˚-Videos dar. Da die (technischen) Möglichkeiten ein 360˚-Video zu produzieren vielfältig sind und der qualitative Anspruch solcher Produktionen sich vermutlich zwischen einem privaten Amateurvideo und einer professionellen Filmproduktion bewegen dürfte, erhebt dieses Kapitel natürlich keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit. Aufgrund der unterschiedlichen Anforderungen an solche Videoproduktionen ist dieses Kapitel auch nicht als simple Blaupause zu verstehen, sondern dokumentiert vielmehr die eigenen Erfahrungen der Autoren aus über vier Jahren 360˚-Videoproduktionen in unterschiedlichen Projekten, in denen sie insgesamt über 50 h Schulunterricht in mehr als 20 verschiedenen Schulen mit der 360˚-Kamera begleitet haben.



https://ebookcentral.proquest.com/lib/ubilm-ebooks/reader.action?docID=6892220&ppg=106
Döring, Nicola;
Zehn Sachbücher zur sexuellen Lust von Frauen. - In: Zeitschrift für Sexualforschung. - Stuttgart : Thieme, 2001- , ISSN: 1438-9460 , ZDB-ID: 2073538-8, ISSN 1438-9460, Bd. 35 (2022), 2, S. 122-127

Zehn aktuelle (2018-2022) deutschsprachige Sachbücher zur sexuellen Lust von Frauen und Mädchen sind Gegenstand dieser Sammelrezension. Sechs der neun Bücher stammen von medizinischen, pädagogischen und psychologischen Fachkräften, drei von Publizistinnen, eins von einer Körperarbeiterin. Die Autorinnen erscheinen weitgehend als weiße, nicht-behinderte, heterosexuelle cis Frauen mit europäischer Sozialisation, die meisten sind in ihren 30ern oder 40ern. Dementsprechend sind Aspekte wie kulturelle Vielfalt, Behinderung, Sex im hohen Alter und LGBTIQ + wenig vertreten. Die Bücher betonen, dass der Zugang zu sexueller Lust und Orgasmen von Frauen erlernt bzw. regelrecht trainiert werden muss, und mahnen zu Geduld, Einsatz und regelmäßigem Üben. Wiederkehrende Themen sind Körperwissen, Körperwahrnehmung und Körperpraxis sowie die kritische Auseinandersetzung mit sexuellen Tabus, Mythen und traditionellen Geschlechterrollen. Die Autorinnen bieten jeweils eine sehr unterschiedliche Mixtur aus persönlichen Erfahrungen, feministischen Positionen, beruflichem Praxiswissen, Abbildungen, Übungsaufgaben und Bezügen zum wissenschaftlichen Forschungsstand. Die Rezensentin vergibt als Gesamtbewertung jeweils 1 bis 5 Punkte.



https://dx.doi.org/10.1055/a-1825-0465
Döring, Nicola;
Slow Sex: an approach for decelerated and mindful sensuality :
Slow Sex: ein Ansatz für entschleunigte und achtsame Sinnlichkeit. - In: Zeitschrift für Sexualforschung, ISSN 1438-9460, Bd. 35 (2022), 2, S. 97-101

Dieser Praxisbeitrag stellt den Slow-Sex-Ansatz vor. Slow Sex meint einen entschleunigten, entspannten und achtsamen sexuellen Kontakt, der keine besonderen Anstrengungen erfordert: Man muss keine Erregung mitbringen, keine neuen Techniken meistern und keine Orgasmen erreichen. Das klingt vielleicht zunächst etwas langweilig. Slow-Sex-Erfahrene berichten jedoch von ausgesprochen belebenden, beglückenden und verbindenden Begegnungen - und von spirituellen Erfahrungen.



https://doi.org/10.1055/a-1832-5525
Döring, Nicola;
Weibliche Lust im 21. Jahrhundert: alles ist anders, alles bleibt gleich …?. - In: Zeitschrift für Sexualforschung, ISSN 1438-9460, Bd. 35 (2022), 2, S. 69-72

Ein halbes Jahrhundert ist es her, dass die Sexualaufklärerin und Mitbegründerin des sexpositiven Feminismus Betty Dodson in den 1970er-Jahren begann, öffentlich über weibliche Genitalien und Selbstbefriedigung zu sprechen. In Bettys Bodysex-Workshops erkundeten Frauen* gemeinsam ihre Lust, nackt im Kreis auf dem Boden sitzend. Ihr Buch "Liberating Masturbation: A Meditation in Selflove" (1974) machte international Furore, es erschien auch auf Deutsch. Und nicht nur schwang Betty Dodson zu Zeiten der sexuellen Revolution und zweiten Frauenbewegung öffentlich den Vibrator, sie machte mit ihren realistischen Fotos und Zeichnungen von Vulven, die u. a. auf Konferenzen präsentiert wurden, auf die Schönheit und Vielfalt der äußeren weiblichen Genitalien aufmerksam (https://dodsonandross.com/vulva).



https://doi.org/10.1055/a-1800-6334
Döring, Nicola; Mohseni, Rohangis;
The Gender Orgasm Gap : a critical research review on gender differences in orgasm frequency during heterosex
Der Gender Orgasm Gap : ein kritischer Forschungsüberblick zu Geschlechterdifferenzen in der Orgasmus-Häufigkeit beim Heterosex. - In: Zeitschrift für Sexualforschung, ISSN 1438-9460, Bd. 35 (2022), 2, S. 73-87

Einleitung: Seit den 1960er-Jahren wird in Wissenschaft, Frauenbewegung und breiter Öffentlichkeit darüber diskutiert, dass und warum Frauen beim Heterosex seltener Orgasmen erleben als Männer und ob und wie man diesen Gender Orgasm Gap schließen kann. Im Rahmen eines bio-psycho-sozialen Verständnisses von Sexualität werden Gender Orgasm Gaps theoretisch sehr unterschiedlich erklärt. Forschungsziele: Ziel des vorliegenden Forschungsüberblicks ist es, die bisherigen empirischen Befunde zur Größe des Gender Orgasm Gap zu berichten sowie die vorgeschlagenen Praxismaßnahmen zu seiner Überwindung zu präsentieren und kritisch zu diskutieren. Methoden: Im Zuge einer systematischen Literaturrecherche wurden n = 20 empirische Publikationen zum Gender Orgasm Gap und zusätzlich n = 16 wissenschaftliche Originalarbeiten zu seinem Abbau identifiziert und kodiert (1982-2021). Ergebnisse: Die eingeschlossenen Umfragen basieren auf Angaben von N = 49 940 Frauen und N = 48 329 Männern und zeigen, dass typischerweise 30 % bis 60 % der befragten Frauen berichten, beim Heterosex zum Orgasmus zu kommen, im Unterschied zu 70 % bis 100 % der Männer. Je nach Rahmenbedingungen des Heterosex schwankt die Größe des Gender Orgasm Gap zwischen -20 % und -72 % zuungunsten der Frauen. Die vorliegenden zehn bevölkerungsrepräsentativen Umfragen ergeben einen gewichteten mittleren Gender Orgasm Gap von -30 % [95 %iges Konfidenzintervall: -31 %; -30 %]. Die in der bisherigen Fachliteratur vorgeschlagenen Maßnahmen zum Schließen dieser Orgasmus-Lücke beziehen sich auf personale Faktoren, Beziehungsfaktoren, sexuelle Interaktionsfaktoren und gesellschaftliche Faktoren: Frauen wird empfohlen, den eigenen Orgasmus bewusster anzustreben und in der Beziehung offener über sexuelle Wünsche zu sprechen. Zudem wird Frauen und Männern geraten, mehr direkte klitorale Stimulation in den Heterosex zu integrieren und Orgasmen von Frauen gesellschaftlich zu demarginalisieren. Schlussfolgerung: Aus dem bisherigen Forschungsstand leitet sich die Notwendigkeit ab, Fragen rund um den Gender Orgasm Gap weiterhin in Wissenschaft und Praxis zu bearbeiten. Angesichts der begrenzten Erfolge der letzten Dekaden scheint es jedoch auch geboten, die bisher verfolgten Ansätze im "Kampf um Orgasmus-Gerechtigkeit" kritisch zu hinterfragen.



https://doi.org/10.1055/a-1832-4771