Aktuelles am/vom ThEFI

Ilmenauer Physiksommer

Physik der Energieversorgung

Vom 12.-16. September 2022 findet die  Projektwoche für Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe statt!

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Eröffnungskolloquium Mischspannungs-Mischstrom-Versuchsanlage

Programm

2. Mai 2022 am Thüringer Energieforschungsinstitut

  • 11:00 Uhr - Begrüßung und Einführung - Prof. Dr. Dirk Westermann
  • Keynote „Elektrische Energietechnik im Wandel - Forschungsoptionen am ThEFI" - Prof. Jürgen Petzoldt
  • 12:00 Uhr "Experimentelle Basis AC-Netze" - Dr. Uwe Rädel
  • 12:20 Uhr "Experimentelle Basis DC-Netze" - Prof. Dr. Jürgen Petzoldt
  • 12:40 Uhr "Mittelspannungs-Hochstrom-Anlage – Funktion und Anwendung" - Prof. Dr. Michael Rock
  • 13:00 Uhr - Laborrundgang und Get-Together
 

Heute haben wir unsere neue Mischstrom-Versuchsanlage (MMV) eröffnet -vom Land Thüringen und der TU Ilmenau im Rahmen eines TAB-Projekts gefördert- und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern neue Forschungsmöglichkeiten für experimentelle Untersuchungen zur Gleichstromtechnik und Übergangstechnologien im Wandel der Energieversorgung präsentiert.
Einerseits wird das bestehende Wechselstromnetz durch die Integration zusätzlicher Energiespeicher optimiert und andererseits wird das Stromnetz ausgebaut. Dabei kommt der Gleichstromtechnologie eine besondere Bedeutung zu. Denn bei hoher Übertragungsleistung bei geringerem Materialeinsatz gilt sie als vielversprechende Möglichkeit, um künftige elektrische Energiesysteme effizient, ressourcenarm und damit ökologisch vertretbar zu gestalten.

Um diese Potentiale der Gleichstromtechnologie in der Praxis zu prüfen und kostenoptimale Übergangsszenarien wie den parallelen Betrieb von Wechselstrom- und Gleichstromnetzen bis hin zur gleichzeitigen Übertragung von Wechsel- und Gleichstrom in nur einem Leitungssystem, so genannte Mischstrom-Übertragungssysteme, zu entwickeln und umzusetzen, arbeiten an der TU Ilmenau bereits seit den 80er Jahren mehrere Fachgebiete intensiv mit inhaltlich nahestehenden Fachgebieten wie dem Maschinenbau, der Automatisierungstechnik, Informatik, Physik oder den Wirtschaftswissenschaften zusammen. Der Forschungsschwerpunkt in der Elektrischen Energietechnik liegt dabei auf experimentellen Untersuchungen an Nieder- und Mittelspannungs-AC- und -DC-Netzen, ihren Komponenten und ihrem Systemverhalten. „Damit gehört die TU Ilmenau im deutschsprachigen Raum zu den drei bis vier führenden Einrichtungen in diesem Bereich“, so Prof. Jürgen Petzold. In seiner Keynote zum Eröffnungskolloquium stellte der emeritierter Professor für Leistungselektronik und Steuerungen in der Elektroenergietechnik und langjährige Prorektor für Bildung an der TU Ilmenau die Forschungsmöglichkeiten vor, die sich mit der neuen Versuchsanlage ergeben, insbesondere für experimentelle Untersuchungen im Mittelspannungsbereich für alle Komponenten einer Gleich- und Mischspannungs-Übertragung – für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der TU Ilmenau, aber auch für Forschungs- und Industriepartner sowie Studierende der Universität. „Die mit Hilfe des MMV-Projekts und verschiedener Vorgängervorhaben installierte experimentelle Infrastruktur ist in ihrem Zusammenwirken einmalig und bietet beste Voraussetzungen für bereits laufende und kommende Forschungsvorhaben an der TU Ilmenau“, so Prof. Petzoldt.

Die neue Versuchsanlage besteht aus mehreren Teilen, die sowohl zusammen als auch selbständig genutzt werden können. Ihre Leistungsfähigkeit demonstrierte Prof. Michael Rock, Leiter des Fachgebiets Blitz- und Überspannungstechnik, im Eröffnungskolloquium anhand eines aufgezeichneten Inbetriebnahme-Tests: Die größte und leistungsstärkste Teilanlage, die so genannte Mittelspannungs-Mischstrom-Prüfanlage MMP, ist in der Lage, mit einer gespeicherten Energie von maximal zwei Megajoule bei bis zu 20 Kilovolt Gleich- und Stoßströme bis zu 100 Kiloampere zu generieren. Damit kann sie unter anderem für Forschungen zu elektromechanischen, leistungselektronischen und hybriden Gleichstrom-Schaltern sowie für Untersuchungen an Hochspannungs-Hochstrom-Lichtbögen mit Rechteck- und Stoß-Impulsen eingesetzt werden. „Die Modularität und Austauschbarkeit dieser einzelnen Komponenten bis zur Mittelspannungsebene ist vermutlich weltweit einzigartig und sowohl für die Grundlagen- und angewandte Forschung als auch für industrienahe Forschungsdienstleistungen von hohem Nutzen.“, so Prof. Petzoldt.
Bereits heute wird die Forschungsinfrastruktur am ZET insbesondere von aus der TU Ilmenau hervorgegangenen Start up-Unternehmen intensiv genutzt und hat wichtige gemeinsame Forschungsergebnisse mit der Universität und weiteren Forschungspartnern hervorgebracht, die bis hin zu gemeinsamen Patenten geführt haben. „Mit dieser erfolgreichen Symbiose und der exzellenten Infrastruktur im ZET leistet das ThEFI einerseits einen wesentlichen Beitrag zum industrienahen Forschungstransfer und zur Fachkräfteabsicherung der regionalen Industrie und trägt andererseits wesentlich zur Umsetzung der Energiewende und zu Lösungen von eng damit verbundenen Fragen der Elektromobilität bei.“

 

Das Thüringer Energieforschungsinstitut gratuliert herzlich zum Thüringer Forschungspreis für die Grundlagenforschung bei der Entwicklung von Halbleiterstrukturen zur effizienten Nutzung von Sonnenenergie zur Erzeugung von grünem Wasserstoff Herrn Prof. Hannappel und seinem Team.

 

Energia Connecticum 2021

Unser wissenschaftliches Kolloquium präsentierte sich dieses Jahr unter dem Thema Kognitive Energiesysteme.
Am 1. Oktober 2021 trafen sich Wissenschaftlerinnern und Wissenschaftler, Gäste aus Poltik und Industrie in einem hybriden Format zum Austausch über aktuelle Forschungsarbeiten am Thüringer Energieforschungsinstitut.

Die Energia Connectium ist als wissenschaftliches Kolloquium eine Plattform für den interdisziplinären Austausch über aktuelle Themen rund um das Thema Energie. Im diesjährigen Themenjahr Energie der TU Ilmenau liegt der fachliche Fokus der Veranstaltung auf dem Thema Kognitive Energiesysteme. Auf dem Programm standen Fachvorträge zu innovativen KI-Projekten für die Transformation auf ein auf erneuerbaren Energieträgern basierendes, sektorübergreifend konzipiertes, flexibles und nachhaltiges Energiesystem, die den aktuellen Stand und das zukünftige Potential der Forschung in diesem Bereich verdeutlichen. Im Anschluss präsentieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der TU Ilmenau im Rahmen von Pitches ihre Promotions- und Projektvorhaben am ThEFI. Eröffnet und moderiert wurde die Veranstaltung durch den Leiter des Fachgebiets Energieeinsatzoptimierung der TU Ilmenau und Abteilungsleiter Kognitive Energiesysteme (KES) am Fraunhofer IOSB-AST, Professor Peter Bretschneider.

Wir hörten folgende

Vorträge

  • InSignA - Pilotprojekt Standortübergreifende Echtzeitsimulationsplattform,Steffen Nicolai, Stv. Leiter der Abteilung kognitive Energiesysteme, Fraunhofer IOSB-AST

  • Verbundprojekt Virtueller Parkhausspeicher, Dr. Stefanie Eckner, TU Ilmenau FG EEO und Sebastian Flemming, Fraunhofer IOSB-AST

  • Wachstumskern smood, Matthias Oettmeier, Projektleiter, Fraunhofer IOSB-AST

  • Bauhaus.MobilityLab; Lucas Richter, wissenschaftlicher MA, Fraunhofer IOSB-AST

Vorträge

 

Teil 2

  • Blindleistungsfreier Energieaustausch durch Einsatz vierphasiger aktiver Filter, Prof. Petzoldt, TU Ilmenau, FG LEST [per Webex]

  • Siamesische rekurrente neuronale Netze zur offenen Klassifikation v. Betriebsstörungen, Herr André Kummerow, Fraunhofer IOSB-AST [per Webex]

  • KITE Künstliche Intelligenz für die Technologien der Energiewende, Frau Nadja Hiersemann, Herr Nizam Halawi, TU Ilmenau FG EEV

  • Beitrag von Maschine Learning zur Regelung stromrichter-dominierter Verteilnetze, Frau Hui Cai, TU Ilmenau, FG EEV

  • Steuerung einer permanenterregten Synchronmaschine mit Matrixconverter, Herr Jun Xie, TU Ilmenau, FG LEST

  • Modellbildung und Simulation zur Optimierung eines Kontaktsystems von Niederspannungs-DC-Schaltgeräten, Herr Maximilian Schima, TU Ilmenau, FG EGA

  • DC-Hybridschaltgeräte für die Niederspannungsebene, Herr Arno Bernhardt, TU Ilmenau, FG EGA

  • Entwicklung von Demonstratoren zur direkten solaren Wasserspaltung, Daniel Hanke, TU Ilmenau, FG Grundlagen Energiematerialien

  • Wissen und Einstellungen der Bevölkerung zu neuen Technologien im  Kontext der Energiewende, Prof. Wolling/ Dr. Arlt, TU Ilmenau, FG EMPK

Vielen Dank an alle Vortragenden und Mitwirklenden insbesondere dem Förderverein für Elektrotechnik und Informationstechnik der TU Ilmnenau für die gelungene Veranstaltung.

 

Am 23.7.2021 veranstaltete der IEEE Student Branch seine traditionelle Wanderung zum Kickelhahn.

Das Wetter spielte gut mit und es gab ein Wiedersehen mit den Alumni der TU Ilmenau.

   
 

Jeden Mittwoch findet die Veranstaltungsreihe EXPLORATORIUM zur Vorstellung von Qualifizierungsarbeiten und interessanten Themenstatt. Der aktuellen Infektionsschutzmaßnahmen entsprechend, nutzt die Veranstaltung aktuell eine digitale Umgebung.

Wenn Sie einen Vortrag anmelden möchten, wenden Sie sich bitte an Susan Oxfart 

Weitere Informationen sowie das aktuelle Programm finden Sie bitte hier.


 

Am 17. September 2019 fand erstmalig das wissenschaftliche Kolloquium unter dem Stichwort "ENERGIA CONNECTICUM" statt.
23 Promotions- und Projektarbeiten wurden im Pitchformat (3-minütige Kurzvorträge) den ca. 50 Teilnehmern aus den Fachgebieten des IEAU präsentiert.

 
 
Logo Themenjahr Energie

Nach dem Erfolg im Jahr 2019 konnte am 30. September 2020 unter entsprechenden Auflagen des Infektionsschutzes das wissenschaftliche Kolloquium zum Themenjahr "Energie" erneut ausgerichtet werden. An diesem abwechslungsreicher Veranstaltungstag wurde ein umfangreiches Repertoire an Fachvorträgen angeboten, welche den aktuellen Stand und das zuküftige Potential der Forschung repräsentieren. 

Im Rahmen des Kolloquiums wurde zudem Univ.-Prof. Dr.-Ing. habil. Jürgen Petzoldt mit einem feierlichen Ausklang in den universitären Ruhestand verabschiedet. Zuvor blickte er im Abschlussvortrag zum Kolloquium auf 60 Jahre Forschung und Lehre des langjährig von ihm geleiteten Fachgebiets Leistungselektronik und Steuerungen in der Elektroenergietechnik zurück. 

 
DEPECOR

Mai 2021
Prof. Thomas Hannappel im Interview mit Renate Ell in BAYERN 2 radioWissen über die Hintergründe und Ziele seiner Forschungen zur Künstlichen Photosynthese

"Ziel ist es, am Ende ein künstliches Blatt zu entwicklen, das skalierbar, robust und wettbewerbsfähig ist, so dass man unterschiedliche solare Brennstoffe verfügbar hätte."

Zum Interview