Aktuelle Nachrichten

Dr. Klaus Schricker zum Vice-Chair der Commission C-XVI des International Institute of Welding gewählt

20.07.2023

Dr.-Ing. Klaus Schricker wurde bei der diesjährigen Annual Assembly der IIW (International Institute of Welding) in Singapur zum stellvertretenden Vorsitzenden (Vice-Chair) der Commission C-XVI (Polymer Joining and Adhesive Technology) gewählt, neuer Vorsitzender (Chair) ist Prof. Dr. Sergio Amancio (TU Graz). Die Commission C-XVI ist eine Working Unit innerhalb der IIW, die sich u.a. mit dem Fügen von Kunststoffen und Kunststoff-Metall-Hybridverbunden sowie Klebetechnologien beschäftigt. Die Commission ist ein Forum und bietet den Raum für den wissenschaftlichen Austausch und die fachliche Diskussion unter Wissenschaftlern und Experten der ganzen Welt.

Mit der Wahl von Dr.-Ing. Klaus Schricker steigt die Anzahl Ilmenauer Wissenschaftler, die in der IIW Chair-Funktionen ausüben, auf drei. Professor Dr.-Ing. Jean Pierre Bergmann ist seit 2021 Chair der Sub-Commission C-IX-NF (Behavior of Metals subjected to Welding – Non ferrous materials), während Professor Dr.-Ing. Jorge dos Santos langjähriger Commission Chair der Commission C-III (Resistance Welding, Solid State Welding and Allied Joining Process) ist.

"Fellow of the IIW" Auszeichnung für Jorge F. dos Santos

18.07.2023

Herr Professor Dr. Jorge F. dos Santos wurde auf der 76. Jahresversammlung des International Institute of Welding mit der Auszeichnung "Fellow of the IIW" geehrt. Damit werden sein herausragendes Engagement, seine bemerkenswerten wissenschaftlichen Beiträge zur Schweißtechnik sowie seine Förderung und Unterstützung des beruflichen Ansehens des Fachgebiets gewürdigt. Wir gratulieren sehr herzlich!

Herr Professor Dr. Jorge F. dos Santos ist Honorarprofessor für Festkörperfügeverfahren an der Fakultät für Maschinenbau der Technischen Universität Ilmenau. Zu seinen beruflichen Aktivitäten gehören führende Positionen am Helmholtz-Zentrum Hereon und am Pacific Northwest National Laboratory Energy auf dem Gebiet der Festkörperfügeprozesse.

Weitere Informationen finden Sie unter folgendem Link zu den IIW Awards 2023.

Symposium "Productive Teaming" auf der Hannovermesse

01.04.2023

Am 21. April 2023 veranstaltet das Forschungs- und Innovationsnetzwerk CHIM im Rahmen der Hannover Messe eine Podiumsdiskussion zum Thema "Productive Teaming". Von 09:30 bis 10:30 Uhr diskutieren Forscher der TU Chemnitz, der OVGU Magdeburg, der TU Ilmenau, des Fraunhofer IFF und der Digitalagentur Sachsen gemeinsam, was man sich unter "Productive Teaming" vorstellen kann und in welchen Bereichen es eingesetzt werden könnte. In einem moderierten Panel werden u.a. Fragen wie "Was bringt Productive Teaming den Unternehmen, den Mitarbeitern und der Gesellschaft?" und "Wie kann Productive Teaming die Industrie der Zukunft beeinflussen und gestalten?" diskutiert.

Weiterführende Informationen sowie eine Aufzeichnung der Veranstaltung finden Sie auf der Website der Hannovermesse.

Professor Bergmann in die Akademie der Technikwissenschaften aufgenommen

22.01.2021

Deutsche Akademie der Technikwissenschaften hat den Kreis ihrer Mitglieder erweitert und Herrn Professor Bergmann, Leiter des Fachgebietes Fertigungstechnik der TU Ilmenau, aufgenommen. Mit der Wahl würdigt acatech die einschlägige wissenschaftliche Arbeit und lädt die Mitglieder als Expertinnen und Experten ein, ihre Kompetenzen in die Beratung von Politik und Gesellschaft einzubringen.

Die insgesamt 36 neuen Mitglieder, aus Ingenieur-, Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften, engagieren sich in interdisziplinären Arbeitsgruppen. Mit ihrer Expertise beraten sie Politik und Gesellschaft in technikwissenschaftlichen und technologiepolitischen Zukunftsfragen. Außerdem unterstützen sie den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft und fördern den technikwissenschaftlichen Nachwuchs.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften.

Länderübergreifende Forschungskooperation

08.09.2020

Kleine und mittlere Unternehmen prägen die Wirtschaftslandschaft Thüringens. Ihr Vorteil gegenüber Großunternehmen ist ihre hohe Flexibilität und Reaktionsgeschwindigkeit. Um auch hohe Auftragsvolumen meistern zu können, haben sich produzierende Unternehmen im Rahmen eines Forschungsvorhabens der Technischen Universität Ilmenau zu einem „Peer-2-Peer“- Produktionsnetzwerk zusammengeschlossen.

Innerhalb des Netzwerks können die KMU im Bedarfsfall freie Kapazitäten miteinander teilen – und das ohne Intermediäre, wie bspw. Marktplätze, die extra Provision kosten würden. Zudem ermöglicht die Begleitung durch die wissenschaftlichen Mitarbeiter der Universität einen völlig neuen Ansatz: die Reservierung von Kapazitäten trotz unscharfer Auftragsdaten. Das bedeutet, auch Produkte, die noch in der Entwicklungsphase sind, können bereits in den Produktionsprozess eingeplant werden. Je weiter die Produktentwicklung voranschreitet, desto genauer wird geplant. Ein willkürliches und viel zu langes freihalten von Maschinenkapazitäten wird so vermieden.

Das Forschungsvorhaben und dessen erste Erfolge blieb nicht unbeachtet. Mitarbeiter der Technischen Universität Brno kamen am 26.08.2020 mit den Mitarbeitern der TU Ilmenau zusammen, um über die Realisierung solcher Produktionsnetzwerke zu sprechen. Die Teilnahme an Unternehmensnetzwerken setzt aktuell einen hohen Digitalisierungsgrad der KMU voraus. Viele Unternehmen haben mit dem Erreichen dieser Standards jedoch Probleme, denn Digitalisierung erfordert oft erstmal den Einsatz finanzieller und personeller Ressourcen.

Deutsche und tschechische Unternehmensvertreter haben nun, gemeinsam mit der TU Brno und der TU Ilmenau, einen neuen Forschungsansatz diskutiert, der die Einstiegshürden für die Teilnahme an Produktionsnetzwerken senken und die Entstehung von Kooperationen beschleunigen soll. Auf diese Weise könnten solche Peer-2-Peer-Netzwerke künftig sogar länderübergreifend realisiert werden.

Die TU Ilmenau freut sich auf die künftige Zusammenarbeit mit der TU Brno und hofft auf schnelle, praxistaugliche Impulse aus der gemeinsamen Forschung.  

Wissenschaftler der TU Ilmenau mit Henry Granjon Preis ausgezeichnet

20.07.2020

Dr. Klaus Schricker, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet Fertigungstechnik der TU Ilmenau, ist mit dem Henry-Granjon-Preis ausgezeichnet worden. Der wichtigste Nachwuchspreis im Bereich der Fügetechnik wird jährlich vom International Institute of Welding (IIW) in vier Kategorien vergeben. Dr. Schricker wurde für seinen Beitrag „Effect of Thermoplastic Morphology on Mechanical Properties in Laser-Assisted Joining of Polyamide 6 with Aluminum“ (deutsch: „Einfluss der thermoplastischen Morphologie auf die mechanischen Eigenschaften beim laserbasierten Fügen von Polyamid 6 mit Aluminium“) in der Kategorie „Materials Behaviour and Weldability“ (deutsch: Werkstoffverhalten und Schweißeignung) ausgezeichnet.

Dr. Schricker beleuchtet in seinem Beitrag das Zusammenspiel von Prozessführung, Werkstoffverhalten und resultierenden mechanischen Verbundeigenschaften für das laserbasierte Fügen von Kunststoff-Metall-Mischverbindungen. Das untersuchte Verfahren erlaubt ein direktes Fügen von Kunststoffen mit Metallen unter vollständigem Verzicht auf Klebstoffe und mechanische Fügeelemente. Die Technologie bietet deshalb große Potenziale für die industrielle Fertigung hybrider Materialkombinationen aus Kunststoff und Metall, die aufgrund des Leichtbaus, des steigenden Bedarfs an ressourceneffizienten Fertigungsverfahren sowie der Möglichkeit des Recyclings zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Dr. Schricker führte die Untersuchungen im Rahmen seiner Dissertation „Charakterisierung der Fügezone von laserbasiert gefügten Hybridverbunden aus teilkristallinen thermoplastischen Kunststoffen und Metallen“ am Fachgebiet Fertigungstechnik unter der Betreuung von Fachgebietsleiter Professor Dr. Jean Pierre Bergmann durch: „Die Verleihung des Preises verdeutlicht die Bedeutung der Arbeiten von Klaus Schricker und der TU Ilmenau auf diesem Feld. Durch die Entwicklung des Verfahrens von den Grundlagen bis zu anwendungsrelevanten Fragestellungen leistet Dr. Schricker einen maßgeblichen Beitrag für einen industriellen Einsatz des Verfahrens“, so Prof. Bergmann.

Das Fachgebiet Fertigungstechnik der TU Ilmenau ist seit mehr als 60 Jahren in Forschung und Lehre aktiv. In dieser Zeit haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Fachgebietes den Wandel in der Produktion aktiv mitgestaltet. Die heutigen Schwerpunkte des Fachgebietes liegen im Pressschweißen, der Lasermaterialbearbeitung, der Lichtbogentechnik, der additiven Fertigung sowie der Zerspanung. Der Forschungsschwerpunkt liegt dabei auf werkstoff- und prozesstechnischen Untersuchungen von Metallen, metallischen Mischverbindungen, Hybridverbunden und Kunststoffen.