CO-HUMANICS-Projekt: Arbeitspaket Evaluation

Das CO-HUMANICS-Projekt (Co-Präsenz von Menschen und interaktiven Companions für Senioren) wird von der TU Ilmenau von einem Konsortium durchgeführt und von der Carl-Zeiss-Stiftung gefördert (www.tu-ilmenau.de/co-humanics). Im Rahmen des Projekts sollen in einem nutzerzentrierten Design-Ansatz innovative Technologien entwickelt werden, die es älteren Menschen erleichtern, soziale Kontakte zu pflegen und aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Die zu entwickelnden innovativen Technologien basieren auf Augmented Reality und Sozialer Robotik.

TU Ilmenau
TU Ilmenau

Im Rahmen des CO-HUMANICS-Projekts zeichnet das Fachgebiet Medienpsychologie und Medienkonzeption verantwortlich für das Arbeitspaket Evaluation.

Teilprojektleiterin ist Prof. Dr. Nicola Döring.
Als Projektmitarbeiterinnen wirken die Kommunikationswissenschaftlerinnen Melisa Conde, M.A., und Veronika Mikhailova, M.A., mit.

In dem Arbeitspaket Evaluation geht es darum, empirisch zu erforschen, wie ältere Menschen, ihre Freunde und Angehörigen sowie Fachkräfte, die mit älteren Menschen arbeiten, digitale Informations- und Kommunikationstechnologien bislang nutzen und wie sie die zu entwickelnden innovativen CO-HUMANICS-Technologien (auf der Basis von Robotik und Augmented Reality) einschätzen. Zudem wird untersucht, wie und mit welchen Effekten die innovativen CO-HUMANICS-Technologien genutzt werden.

 

Bisherige Arbeitsergebnisse:

Teilstudien

Beschreibung

Empirische Vorstudie zur digitalen Enkel-Großeltern-Kommunikation

 

Eine Online-Befragung unter Studierenden wurde im Februar 2021 durchgeführt, um zu erkunden, wie junge Erwachsene medial mit ihren Großeltern kommunizieren. Zudem wurde in einem integrierten Online-Vignetten-Experiment geprüft, wie junge Erwachsene mit Blick auf die Kommunikation mit ihren Großeltern die CO-HUMANICS-Szenarien einschätzen. Für die empirische Vorstudie liegen ein positives Ethik-Votum der Ethikkommission der TU Ilmenau vor (19. Januar 2021) und eine Präregistrierung vor.

Für eine Kurzbeschreibung der Ergebnisse siehe hier.

Eine erste Publikation der empirischen Vorstudie liegt vor und eine zweite Publikation ist in Vorbereitung:

Doering, N., Mikhailova, V., Brandenburg, K., Broll, W., Gross, H.‑M., Werner, S., & Raake, A. (2021, 3.-5. November). Saying “Hi” to Grandma in Nine Different Ways: Established and Innovative Communication Media in the Grandparent-Grandchild Relationship. Technology, Mind & Society 2021, Virtual Conference. PDF herunterladen

Aufarbeitung des bisherigen 
Forschungsstandes
zur Bekämpfung von Einsamkeit und sozialer Isolation mittels digitaler Technologien

Im Frühjahr 2021 wurde der internationale Forschungsstand zur Bekämpfung von Einsamkeit und sozialer Isolation bei älteren Menschen aufgearbeitet. Das umfasst einerseits gezielte Interventionen, andererseits aber auch die selbstgesteuerte Techniknutzung durch ältere Menschen.

Eine Publikation der systematischen Aufarbeitung des Forschungsstandes ist in Vorbereitung.

Anforderungsanalyse zu den beiden CO-HUMANICS-Szenarien auf der Basis von Robotik und Augmented Reality

Im Rahmen der Anforderungsanalyse soll ermittelt werden, wie ältere Menschen, ihre Angehörigen und Freunde sowie Fachkräfte die CO-HUMANICS-Szenarien einschätzen und welche Anforderungen sie an diese stellen. Die Anforderungsanalyse umfasst Einzelinterviews, frühe Prototypentests und Fokusgruppen-Diskussionen.

Für die empirische Vorstudie liegen ein positives Ethik-Votum der Ethikkommission der TU Ilmenau (13. Juli 2021).


Den Rekrutierungsflyer herunterladen

Aktuell wird die Anforderungsanalyse vorbereitet. Das beinhaltet die Rekrutierung der Untersuchungsteilnehmenden und die Entwicklung der Instrumente und Anschauungsmaterialien für die Interviews, Prototypentests und Gruppendiskussionen sowie die Präregistrierung.

Anschließend finden ab der zweiten Jahreshälfte 2021 die ersten Interviews, Gruppendiskussionen und Prototypentests statt.