Thesis Computational Communication Science Group

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Created on: Sat, 13 Jul 2024 23:14:51 +0200 in 0.1033 sec


Alvi, Kinza Hasnain;
Digitalization in education: challenges and strategies in transitioning to online education in Pakistan during the COVID-19 pandemic. - Ilmenau. - 90 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Masterarbeit 2024

[Einführung] Entwicklungsländer stehen oft vor Herausforderungen bei der Umsetzung der Digitalisierung, doch die Covid-19-Pandemie hat die Notwendigkeit digitaler Lösungen in allen Bereichen beschleunigt. Diese Forschung konzentriert sich auf den Übergang des Bildungssektors Pakistans zur Online-Bildung während der Covid-19-Pandemie und beleuchtet die Herausforderungen, Strategien und Lösungen, die bei dieser Transformation aufgetreten sind. Darüber hinaus werden potenzielle Lösungsansätze für die Zukunft skizziert. [Theorie] Durch die Anwendung der Merkmale von Innovationen, wie sie von der DOI-Theorie festgelegt wurden, analysiert diese Forschung die Faktoren, die die Annahme oder Ablehnung digitaler Technologien im Bildungssektor Pakistans beeinflussen. [Methode] Qualitative Interviews wurden als Methodik für diese Studie aufgrund des explorativen Charakters der Forschung ausgewählt. Eine Stichprobengröße von n=7, bestehend aus Lehrern und Schulleitern von Oberschulen und höheren Sekundarschulen in Pakistan, wurde gezielt ausgewählt. Die digital aufgezeichneten Daten wurden transkribiert und mit der MAXQDA-Software einer thematischen Analyse unterzogen. Ein induktiver Ansatz wurde verwendet, um die Forschungsfragen zum Übergang zur Online-Bildung während der Covid-19-Pandemie im Bildungssektor Pakistans zu adressieren. [Ergebnisse] Die Ergebnisse sind in drei Abschnitte unterteilt. Der erste Abschnitt präsentiert die Herausforderungen und Strategien im Zusammenhang mit dem Übergang zur digitalen Bildung während der Pandemie und hebt die Bedeutung von Technologien sowie die Auswirkungen der Disparitäten zwischen Stadt und Land im Bildungskontext Pakistans hervor. Der zweite Abschnitt interpretiert die Ergebnisse aus einer postpandemischen Perspektive und untersucht die Auswirkungen der Annahme digitaler Technologien auf die Gegenwart und Zukunft des Bildungssektors Pakistans. Schließlich analysiert der dritte Abschnitt den gesamten Übergang durch die Linse der DOI-Theorie und bewertet die Auswirkungen spezifischer Merkmale von Innovationen auf ihre Annahme oder Ablehnung im Kontext der digitalen Bildung im Bildungssektor Pakistans. [Diskussion] Die Ergebnisse der Studie unterstreichen die Vielzahl von Herausforderungen, die beim Übergang zur Online-Bildung im Bildungssektor Pakistans aufgetreten sind. Trotz dieser Hindernisse erkannten die Teilnehmer der Studie die Bedeutung der Digitalisierung in der Bildung für die Zukunft an. Während sozioökonomische Herausforderungen groß sind, äußerten die Teilnehmer Optimismus hinsichtlich des Potenzials der digitalisierten Bildung, die Qualitätsstandards der Bildung in Pakistan zu verbessern. Es besteht jedoch ein dringender Bedarf an Investitionen und der Umsetzung von Richtlinien für die Beschleunigung der Digitalisierung in der Bildung durch Regierungsorgane. Die Teilnehmer lieferten Vorschläge für eine effektive Technologieadoption und die effiziente Bewältigung von Herausforderungen. Schlüsselwörter: Online-Bildung Pakistan, Digitale Bildung und Covid-19, Digitale Bildung Pakistan, Herausforderungen der Online-Bildung, E-Learning Pakistan.



Back, Florian;
Stereotype gegenüber Ostdeutschen in den Medien: eine quantitative Inhaltsanalyse der Single-Charts zwischen 1990 und 2023. - Ilmenau. - 63 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2024

Einleitung: Diese Studie analysiert die deutschen Single-Charts von 1990 bis 2023 hinsichtlich der Verwendung von Stereotypen gegenüber Ostdeutschen in Liedtexten. Forschungsziel: Das Ziel der Arbeit ist es, zu überprüfen, welchen Anteil ostdeutsche Künstler:innen in den Charts haben, inwiefern diese in ihren eigenen Songs Stereotype gegenüber Ostdeutschen aufrechterhalten und wie sich diese Aufrechterhaltung über den Erhebungszeitraum verändert. Zudem wurde die Abhängigkeit von Herkunft und Erfolg untersucht. Methode: Im Rahmen einer beobachtenden Querschnittsstudie wurden 8151 Lieder der Top 20 Single-Charts erhoben. Mittels Matching sind diese ostdeutschen Künstler:innen zugeordnet worden. Die übereinstimmenden Songs wurden in einer manuellen quantitativen Inhaltsanalyse auf Stereotype untersucht. Ergebnisse: Die Daten wurden deskriptiv und statistisch ausgewertet. Ostdeutsche hatten zwischen 1990 und 2023 einen Anteil von 3.12 % in den Single-Charts, wobei sich deren durchschnittliche Chartplatzierung leicht verbessert hat. Die Herkunft ist nicht signifikant vom Erfolg der Künstler:innen abhängig. Stereotype treten aufgrund der diskutierten Gründe sehr selten auf. Eine Aussage über die Veränderung der Verwendung von Stereotypen lässt sich nicht treffen. Schlussfolgerung: Die stets anhaltenden Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland, die zu stereotypischen Verhaltensweisen führen, sind nicht von der Hand zu weisen. Auch wenn sie in den Musik-Charts nicht signifikant gezeigt werden konnten, ist diese Arbeit eine Basis für weitere Forschung zu Stereotypen. Schlüsselwörter: Stereotype, Ostdeutschland, Inhaltsanalyse, Charts



Engesser, Finn;
Vorurteile gegenüber Ostdeutschen in den Medien. - Ilmenau. - 72 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2024

Die vorliegende Arbeit untersucht die anhaltenden Vorurteile gegenüber Ostdeutschen in den Medien, genauer in Dokumentationen, die auf historischen, sozialen und kulturellen Unterschieden zwischen Ost- und Westdeutschland beruhen (Horton, 2018). Die Arbeit stützt sich auf theoretische Konzepte wie die Theorie der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit nach Zick (2008), das Konzept des In- & Outgrouping nach Tajfel & Turner (1979), sowie die Theorie des sozialen Vergleichs nach Festinger (1954). Methodisch erfolgte die Untersuchung mittels einer quantitativen Inhaltsanalyse von Dokumentationen, die über Ostdeutschland handeln. Hierbei wurden 20 Dokumentationen auf YouTube und sieben in Mediatheken identifiziert und als Untersuchungseinheiten herangezogen. Mit einem Codierschema wurden die in den Dokumentationen genannten Vorurteile, die Herkunft der Autoren sowie der Personen, die Vorurteile äußern, und die Handlungsorte der Dokumentationen codiert. Die Analyse ergab insgesamt 96 codierte Vorurteile, wobei sich diese auf 51 verschiedene Vorurteile erstreckte. Die vorherrschenden Vorurteile umfassen die Assoziation von Ostdeutschen mit politisch rechts orientierten Werten (n = 17) und die Darstellung als Wutbürger oder unzufriedene Personen (n = 11). Die Mehrheit der Autoren der Dokumentationen (n = 14) stammt aus dem Osten. Die Identifizierung der Bundesländer gestaltete sich als durchmischt. Sachsen und Thüringen waren die Bundesländer, die am häufigsten codiert wurden. Die Schlussfolgerungen dieser Arbeit zeigen, dass Vorurteile gegenüber Ostdeutschen in Dokumentationen weit verbreitet sind. Besonders auffällig ist die häufige Assoziation von Ostdeutschen mit politisch rechts orientierten Werten, was nicht nur die Bedeutung dieses Vorurteils in der öffentlichen Meinung unterstreicht, sondern auch eine enge Verknüpfung zwischen politischen Ansichten und Vorurteilen nahelegt. Dass Ostdeutsche oft als Wutbürger oder unzufriedene Personen dargestellt werden, kann möglicherweise auf eine Verzerrung in der medialen Berichterstattung hinweisen und auf anhaltende Wahrnehmungen ostdeutscher Benachteiligung zurückzuführen sein könnte. Die Vielfalt der identifizierten Vorurteile spiegelt die Komplexität der Wahrnehmung von Ostdeutschen wider und unterstreicht die fortbestehenden Vorurteile gegenüber Ostdeutschen. Schlüsselwörter: Ostdeutschland, Vorurteile, Dokumentationen, Inhaltsanalyse



Hartmann, Cedric Lenard;
Eine Emotionsanalyse von YouTube Kommentaren zum Thema COVID-19-Impfstoff: eine Replikationsstudie. - Ilmenau. - 31 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2024

In dieser Replikationsstudie wurden Emotionen in Nutzerkommentaren von Videos mit Bezug zu COVID-19-Impfstoffen auf YouTube untersucht. Um zu prüfen, inwieweit sich die in Nutzerkommentaren enthaltenen Emotionen verändern, wurde der zu untersuchende Zeitraum im Vergleich zur Originalstudie um ein Jahr verzögert. Die in der Untersuchung berücksichtigten Videos wurden gemäß der Originalstudie in die Stimmungsbilder „impfbefürwortend“, „impfneutral“ und „impffeindlich“ kategorisiert. Das „NRC Word-Emotion Association Lexicon“ wurde verwendet, um die in Kommentaren ausgedrückten Emotionen identifizieren zu können. Mit 42,18 % bildet die impfbefürwortende Gruppe den größten Teil der in dieser Studie berücksichtigter Videos. Die Ergebnisse der deskriptiven Statistik zeigen, dass ein Einfluss der in den Videos verwendeten Stimmungsbilder auf die Nutzerstatistiken, wie die Anzahl an Views, Likes und den Kommentaren nicht existiert. Statistische Analysen, einschließlich der W-ANOVA und Games-Howell Post-Hoc-Tests, zeigen signifikante Unterschiede in den Emotionsanteilen der drei Videogruppen. In der impfgegnerischen Stimmungsgruppe sind die Werte für die Emotionen „Anticipation“, „Fear“ und „Trust“ signifikant am höchsten. Während der Anteil der Emotion „Anger“ einen signifikanten Höchstwert in der impfbefürwortenden Videogruppe bildet. Verständnis über die in Nutzerkommentaren geäußerten Emotionen von Videos mit Bezug zum COVID-19-Impfstoff zu haben, kann die effektive Gestaltung von gesundheitsbezogenen Werbekampagnen fördern. Indexbegriffe—COVID-19-Impfstoff; Emotionsanalyse; NRC EmoLex; W-ANOVA



Lemcke, Carolin;
Stereotype gegenüber Ostdeutschen in der politischen Kommunikation. - Ilmenau. - 69 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2024

Einleitung: Die vorliegende Studie untersucht die politische Kommunikation in überregionalen deutschen Zeitungen im Hinblick auf die Verwendung von Stereotypen über Ostdeutschen. Forschungsziel: Überregionale deutsche Zeitungen aus acht Medienhäusern wurden auf Stereotype und Themen bezüglich Ostdeutschlands untersucht. Hierfür wurden Aussagen von Politiker:innen des 20. Deutschen Bundestages analysiert. Die Auswertung erfolgt nach den Aspekten der Verbreitung, der konkreten Ausprägung der Stereotype und auf der Identifikation der Ostdeutschen als out-group, inklusive eines Parteienvergleichs. Methode: Im Rahmen einer Querschnittsstudie wurden im Jahr 2023 mithilfe einer geschichteten Zufallsstichprobe via LexisNexis von N = 201 Zeitungsartikeln ausgewählt und durch eine manuelle quantitative Inhaltsanalyse untersucht. Die Reliabilität des Kategoriensystems wurde durch eine Testcodierung und anhand eines Pretests sichergestellt. Die Datenanalyse wurde mittels einer R-basierten deskriptiven Statistik durchgeführt. Ergebnisse: Der Anteil an stereotypischen Aussagen von Bundestagsabgeordneten ist gering. Die vorkommenden Stereotype beziehen sich auf die Sozioökomische Marginalisierung. Themen wie Progressive Beschreibungen und rechte Einstellungen wurden zusätzlich häufig in Verbindung mit ganz Ostdeutschland gebracht. Schlussfolgerung: Aufgrund fortbestehender Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland gibt es weiterhin sozioökonomische Ungleichheiten, welche zu stereotypischem Denken führen. Eine nachhaltige Lösung zum Abbau von Stereotypen erfordert die Überprüfung und Überarbeitung sowie konkrete Maßnahmen der Bundesregierung. Die Ergebnisse bieten eine Grundlage für zukünftige Untersuchungen bezüglich der Entwicklung der Situation und in welchen Bereichen Ostdeutsche stereotypisiert werden. Schlüsselwörter: Stereotype, Ostdeutschland, LexisNexis, Zeitungsartikel, Bundestagsabgeordnete, quantitative Inhaltsanalyse



Apel, Felix Maximilian;
UEFA Champions League vs. European Super League: wie sollte eine paneuropäische Fußballliga aus Sicht der Konsumenten ausgestaltet sein?. - Ilmenau. - 90 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Masterarbeit 2023

Der paneuropäische Fußball steht immer wieder im Fokus von Veränderungen aufgrund des starken Interesses auf der ganzen Welt. Eine der stärksten Veränderungen schien im April 2021 mit der Gründung einer European Super League sehr nah an der Verwirklichung und wurde lediglich aufgrund des öffentlichen Drucks gegen das Projekt wieder gestoppt. Doch das wirft Fragen über die Ligenstrukturen und den Spitzenwettbewerb auf: welche Elemente einer paneuropäischen Fußballliga sehen Konsumenten als ideal an? Außerdem kann die Frage gestellt werden, inwiefern der Spielstil einer Mannschaft dazu beiträgt, dass die Spiele dieser Mannschaft konsumiert werden oder nicht. Und wie attraktiv wäre das Ligenkonzept der European Super League für die Fans? Diese Fragen sollen in der vorliegenden Arbeit beantwortet werden. Dies erfolgt mit Hilfe einer umfassenden Literaturanalyse zu den Determinanten, welche das Interesse an einem Spiel beeinflussen, und die schlussendlich für einen direkten oder indirekten Konsum eines Fußballspiels verantwortlich sind. Anhand eines zusammengestellten Datensatzes und verschiedener ausgearbeiteter OLS-Regressionsmodelle sollen die Auswirkungen ausgewählter Determinanten in den Gruppenphasen der Saisons 2019/2020 und 2022/2023 der UEFA Champions League gezeigt werden. Als signifikanteste Determinanten konnten die Anstoßzeit, die Charakteristik des Stadions, die Qualität der Gastmannschaft und das Vorhandensein von Entscheidungsspielen identifiziert werden. Zu bezweifeln ist, ob die European Super League diese Determinanten in ihrem Vorschlag der Ligenausgestaltung verbessern würde, oder ob es anderen Veränderungen im paneuropäischen Fußball bedarf, um diesen konsumentenideal zu gestalten.



Mille, Marie;
Eine Analyse des Verhaltens von rechten Akteuren gegenüber etablierten Medien auf YouTube. - Ilmenau. - 53 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2023

Diese Arbeit hinterfragt, ob rechte Akteure auf YouTube über etablierte Medien diskutieren und wenn ja, wie sie dies tun. Die Studie wurde mit Hilfe einer quantitativen Inhaltsanalyse und mit einem eigens dafür entwickelten Codebuch durchgeführt. Am Ende wurde festgestellt, dass die Akteure zwar über Medien, auch über etablierte Medien diskutieren, dies jedoch nicht so häufig.



Replication study: misinformation on corona-vaccine YouTube videos. - Ilmenau. - 52 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2023

Kommunikation über Impfungen ist ein wesentlicher Aspekt der Akzeptanz von Impfungen. Soziale Medien bieten eine Plattform für verschiedene Meinungen und Fakten zu Gesundheitsthemen. Wenn es um Impfungen geht, bietet YouTube Inhalte von etablierten wissenschaftlichen und offiziellen Quellen. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, auf Inhalte ohne wissenschaftliche Grundlage zu stoßen. YouTube bietet eine breite Palette von gesundheitsbezogenen Inhalten, und während des COVID-19-Ausbruchs wurde es zu einer der beliebtesten Informationsquellen zu Impfungen. Obwohl offizielle Quellen auf YouTube vorhanden sind, die Menge an Videos auf der Plattform macht das Überprüfen aller Videos zu einer Herausforderung. Diese Situation kann zur Verbreitung von Fehlinformationen führen und die Einstellung der Menschen zur Impfung beeinflussen. Impfzurückhaltung ist ein erhebliches Anliegen, da sie eine der wirksamsten Abwehrmaßnahmen gegen Krankheiten untergräbt. Impfstoffe haben eine lange Geschichte der Sicherheit, insbesondere während von Ausbrüchen. Die verschiedenen COVID-19-Impfstoffe wurden aufgrund der Dringlichkeit in kürzerer Zeit entwickelt. Ihre Sicherheit wurde jedoch von behördlichen Stellen sorgfältig überwacht. Trotzdem bestand weltweit Impfzurückhaltung, und die Verbreitung von Fehlinformationen verschärfte das Problem. Die Nutzung von YouTube stieg in dieser Zeit an, was die Notwendigkeit zur Untersuchung von Fehlinformationen auf der Plattform erhöhte. Um dies anzugehen, wurde die folgende Forschung durchgeführt. Diese Bachelorarbeit repliziert eine quantitative Analyse ähnlich der von Donzelli et al. (2018) durchgeführten, konzentriert sich jedoch auf Videos zur Sicherheit des COVID-19-Impfstoffs.



Edler, Fabian;
Darstellung von Ostdeutschland und Ostdeutschen im hegemonialen Diskurs von überregionalen Tageszeitungen. - Ilmenau. - 126 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2023

Die Aufgabe der Medien ist es dem Rezipienten ein Bild der Wirklichkeit zu vermitteln und auf Missstände aufmerksam zu machen. Die vorliegende Studie beschäftigt sich mit der Darstellung von Ostdeutschland und Ostdeutschen in fünf überregionalen Zeitungsmedien. Die Studie grenzt an Vorgängerstudien von Roth, sowie Kollmorgen und Hans an und erweitert diese Untersuchung um die Berichterstattung über die Bundesländer im Osten Deutschlands. Bei der Anfertigung der standardisierten Inhaltsanalyse wurde eine geschichtete Stichprobe von 472 Artikeln erhoben. Die Studie liefert Nachweise dafür, dass sich die Berichterstattung auf einer minimalen Routineberichterstattung bewegt, welche stark eventabhängig ist. Zudem konnten in ostdeutschen und westdeutschen Zeitungsmedien, sowie der Berichterstattung über den gesamten Osten und der ostdeutschen Länderberichterstattung, Unterschiede in fast allen untersuchten Kategorien festgestellt werden. Die Ergebnisse dieser Studie bilden die Grundlage für eine weitergehende Forschung in diesem Themengebiet.



Stereotype Darstellungen von Ostdeutschen in Online-Medien : eine quantitative Medieninhaltsanalyse. - Ilmenau. - 58Seiten
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2023

Die vorliegende Bachelorarbeit beleuchtet die Darstellung von Ostdeutschen in der Online-Berichterstattung der News-Websites Spiegel.de und Welt.de. Mittels einer quantitativen Inhaltsanalyse konnten zwischen 2020 und 2022 veröffentlichte N = 186 Artikel auf die Darstellung der sozialen Identität von Ostdeutschen untersucht werden. Diese Teiluntersuchung wurde auf Grundlage der Theorie der sozialen Identität nach (Tajfel & Turner, 1986) durchgeführt. Zudem wurden in der Berichterstattung stattfindende stereotype Inhalte gegenüber Ostdeutschen beleuchtet. Zur Analyse dessen, wurde das Stereotype Content Model nach Fiske et al. (2002) herangezogen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Ressorts Wirtschaft und Politik die größte Berichterstattungsfrequenz aufweisen. Die Darstellung der soziale Identität Ostdeutscher ist eine negativ geprägte, auf beiden News-Websites. Bezüglich der stereotypen Inhalte konnten intermediale Unterschiede festgestellt werden: Inhalte auf Welt.de wurden den „envious stereotypes“ (Fiske et al., 2002, S. 896) zugeordnet, die auf Spiegel.de verbreiteten konnten gemäßigter zwischen den „contemptuous prejudices“ und den „envious stereotypes“ eingeordnet werden (ebd.). Diese Ergebnisse zeigen die andauernde Relevanz der Stereotypenforschung gegenüber der subnationalen Identitätsgruppe der Ostdeutschen.