Fertiggestellte Masterarbeiten

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Erstellt: Wed, 01 Feb 2023 23:13:24 +0100 in 0.0724 sec


Rehman, Abdul;
Hate Speech among Indian and Pakistani communities : a Twitter analysis of #MaukaMauka. - Ilmenau. - 85 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Masterarbeit 2022

Einleitung: Die Rivalität zwischen Pakistan und Indien ist eine besondere und bekannte Rivalität. Religion und politische Differenzen waren einige der Hauptgründe für die Trennung der britischen Kolonien. Ziel dieser Studie ist es, Online-Hassreden zwischen indischen und pakistanischen Gemeinschaften im Sport zu untersuchen. Zielsetzung: Die Verwendung von Hashtags nimmt mit dem Aufkommen der modernen Technologien zu. Mit der Popularität der sozialen Medien werden Hassreden zu einem sozialen Problem für fast alle Nationen. Diese Untersuchung soll Einblicke in die Gestaltung und das Ausmaß von Hassreden in den Tweets geben, die von der indischen und pakistanischen Gemeinschaft unter einem bestimmten Hashtag #MaukaMauka gepostet werden. Methodik: Eine quantitative Inhaltsanalyse wird angewandt, um N=2000 Tweets zu kategorisieren und die Informationen in Bezug auf die Verwendung von Hassreden zu extrahieren. Es wurde ein Codebuch mit 4 formalen und 6 inhaltlichen Kategorien entwickelt, um dieses Forschungsproblem zu lösen. Das Codebuch wurde als zuverlässig angesehen, da die Ergebnisse von Gwet's AC1 für alle Kategorien über .80 lagen. Tests wie Chi-square, Cramer's V, ANOVA und Standardisierung der Residuen wurden ebenfalls durchgeführt, um die entwickelten Forschungsfragen zu beantworten. Ergebnisse: Ein großer Teil der Tweets enthielt keine Hassrede (84 %). Dies deutet auch darauf hin, dass der Hashtag im Allgemeinen keine negativen Auswirkungen hat und von Einzelpersonen zu Unterhaltungszwecken verwendet wird. Nach den vorliegenden Ergebnissen zu Hassreden ist die Häufigkeit in der indischen Gemeinschaft deutlich höher als in Pakistan. Beschränkungen: Es war ein wenig schwierig, die Täter von Hassreden zu bestimmen. Auf der Grundlage des von den Nutzern angegebenen Standorts und der von Twitter bereitgestellten Daten wurde angenommen, dass die besagten Hassreden aus den von den Nutzern genannten Ländern stammen. Zukünftige Implikationen: Sportorganisationen können die Gelegenheit nutzen, um eine bessere Gegenstrategie für ihre Teams und Spieler zu formulieren. Da Kricket mit einer Fangemeinde von 2,5 Milliarden Menschen das zweitbeliebteste Spiel in der ganzen Welt ist, kann dieses Phänomen auch auf Plattformen wie Facebook und Instagram untersucht werden. Schlagworte: Online Hate Speech, #MaukaMauka, India, Pakistan, Framing, Content Analysis



Uscategui Araya, Erika Gabriela;
Adult ADHD on YouTube and TikTok: A Quantitative Content Analysis of Videos and Video Comments. - Ilmenau. - 80 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Masterarbeit 2022


Schrodin, Valentin;
Countermeasures to online hate speech. - Ilmenau. - 57 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Masterarbeit 2022

Einleitung: Da Hassrede im Internet polarisiert und sich dadruch schneller verbreitet als normale Inhalte, macht dies möglichst effektive Gegenmaßnahmen erforderlich. Forschungsziele: Ziel dieser Studie ist es, einen Überblick über die Art und den Umfang der Forschung zu Gegenmaßnahmen gegen Online-Hassreden zu geben (RQ1), Gegenmaßnahmen gegen Online-Hassreden auf individueller, staatlicher und unternehmerischer Ebene aufzuzeigen (RQ2) und die Wirksamkeit verschiedener Arten von Gegenmaßnahmen zu vergleichen (RQ3). Methode: Bei der Studie handelt es sich um ein Scoping Review, bei dem mehrere Datenbanken aus verschiedenen akademischen Disziplinen genutzt werden, um einen möglichst umfassenden Überblick über den Stand der Forschung zu geben. Der Prozess der Literaturrecherche, der Auswahl, der Datenerfassung und der Präsentation der Ergebnisse basiert auf der PRISMA-ScR Methodologie. Es wurden 43 peer-reviewed Publikationen aus den Jahren 2011 bis 2022 einbezogen. Ergebnisse: Die meisten Veröffentlichungen zu Maßnahmen gegen Online-Hassrede stammen aus den akademischen Bereichen der Informatik und des Human-Centered Computing. Cyber-Aktivismus, Moderation, Zurückstellen hasserfüllter Inhalte, Bildung und Anpassung des User Interface wurden als mögliche Gegenmaßnahmen zu Online-Hassreden identifiziert. Cyber-Aktivismus (Gegenrede) und Moderation scheinen bei der Bekämpfung von Online-Hassrede wirksam zu sein, während Bildung und Anpassung des User Interfaces als mögliche Präventivmaßnahme am vielversprechendsten sind. Schlussfolgerung: Bildung scheint der vielversprechendste Weg zu sein, um Online-Hassrede langfristig entgegenzuwirken. Lösungen, wie z.B. Anpassung des User Interface, müssen von Anbietern sozialer Medien umgesetzt werden, was wiederum eine Regulierung oder das Schaffen von Anreizen durch Regierungen erfordert.



Saokham, Salinporn;
A content analysis of human Papillomavirus (HPV) vaccine coverage on YouTube : a replication study. - Ilmenau. - 83 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Masterarbeit 2022

Einleitung: der HPV-Impfstoff ist bedingt durch seine Nebenwirkungen seit Jahrzehnten ein kontroverses Thema, das in der Öffentlichkeit, insbesondere auf YouTube, einer bekannten Plattform, zum Austausch von Gesundheitsinformationen, diskutiert wird. YouTube hat das Potenzial, die Einstellungen und Glauben über den HPV-Impfstoff zu verändern, so dass der Inhalt die Einstellung oder das Verhalten der Nutzer beeinflussen kann den HPV-Impfstoff zu befürworten oder abzulehnen. Forschungsziele: bei dieser Studie handelt es sich um eine Replikationsstudie, die darauf abzielt, den Umfang der Forschung zur HPV-Impfstoffabdeckung auf YouTube 10 Jahre nach der ursprünglichen Studie (Briones et al., 2012) zu wiederholen und zu erweitern. Methode: eine Quantitative Inhaltsanalyse wurde manuell mithilfe eines Codebuchs durchgeführt. Insgesamt wurden 310 YouTube-Videos untersucht, um die Beziehungen zwischen den Quellen der Videos, den Tönen, den Zuschauerreaktionen und den wesentlichen Inhalt zu analysieren. Darüber hinaus wurde der spezifische Inhalt aus der Perspektive des Health Belief Model (HBM), der Verschwörungstheorie und der Framing-Theorie analysiert. Ergebnisse: diese Studie ist eine erfolglose Replikation, da die Ergebnisse das Gegenteil der ursprünglichen Studie darstellen. Es zeigte sich, dass die meisten Videos von gemeinnützigen Organisationen produziert wurden und den HPV-Impfstoff positiv darstellten. Darüber hinaus enthielten die Videos im Wesentlichen genaue Informationen über den HPV-Impfstoff, z. B. über das empfohlene Alter, die Dosis, die Symptome, die Auswirkungen von COVID-19 usw. Desweiteren enthielten die Videos die Informationen, dass der Impfstoff hochwirksam und risikoarm ist, wenn man das HBM zugrunde legt. Der verschwörungstheoretische Inhalt kam in den Videos hingegen nicht vor. Schlussfolgerung: der HPV-Impfstoff wurde auf YouTube positiv dargestellt; die Ergebnisse zeigen jedoch, dass der Impfstoff aus wenigen Perspektiven dargestellt wurde und die Reaktionen der Zuschauer nicht adequat waren. Aufgrund der Beschränkungen sollten künftige Forschungen diese Einschränkung angehen und den Umfang der Forschung erweitern, um den Inhalt des HPV-Impfstoffs auf anderen Plattformen und unter internationaleren Aspekten zu untersuchen, die die Öffentlichkeit besser aufklären können. Schlüsselwörter: HPV-Impfstoff, Gebärmutterhalskrebs, Gardasil, Cervarix, YouTube, Health Belief Model, Verschwörungstheorie, Framing Theory.



Silva, Rubem;
#mindful: a systematic assessment of the mindfulness online portrayal on social media. - Ilmenau. - 115 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Masterarbeit 2022

Einleitung: Diskussionen über die Aufrechterhaltung des Wohlbefindens und den Umgang mit bzw. die Vermeidung von psychosomatischen Erkrankungen scheinen zunehmend an Bedeutung zu gewinnen. Achtsamkeit, die Fähigkeit, sich auf den gegenwärtigen Moment zu konzentrieren, ist eines der Themen dieser Diskussionen, die häufig durch die Medien unterstützt werden, deren Nutzung und Zugang relativ einfach und umfassend geworden ist: die sozialen Medien. Forschungsziele: Ziel dieser Studie ist die Untersuchung von Online-Diskussionen über Achtsamkeit auf Twitter und Instagram durch die Analyse und den Vergleich der Häufigkeit der (RQ1) am häufigsten verwendeten Begriffe in den "Kommunikationstexten", die sich mit dem Thema befassen, sowie der Bedeutung von (RQ2) Framing-Elementen (RQ3) allgemeinen Frames und (RQ4) Achtsamkeitsattributen (themenspezifische Frames). Methoden: Die manuelle, querschnittliche und quantitative Medieninhaltsanalyse verwendete "#mindful" und "#mindfulness" als Suchbegriffe. Der Datensatz bestand aus einer zufällig ausgewählten, kon-struierten Woche, die über 30 Tage gesammelt wurde und aus Beiträgen von öffentlichen Profilen in englischer Sprache bestand (n = 788 Beiträge). Häufigkeiten, Prozentsätze, Mittelwerte und Standardabweichungen, Chi-Quadrat- und t-tests sowie Wortzählungen und Word-Cloud-Visualisierungen wurden verwendet, um die Stichprobe zu messen, zu beschreiben und aussagekräftige Unterschiede innerhalb der bewerteten Plattformen zu finden. Geschlecht, Alter oder potenziell sensible Aspekte von Originalverlagen wurden weder berücksichtigt noch offengelegt. Ergebnisse: Die häufigsten Begriffe überschnitten sich (67 %) und waren genau die Worte, die auf beiden Plattformen verwendet wurden, um das Thema anzusprechen; im Vergleich war der Textkorpus auf Instagram umfangreicher. Beschreibungen zum Thema waren die häufigste Art, die Diskussion anzusprechen; die Schilderung persönlicher Erfahrungen war insgesamt die auffälligste Art des generischen Frames, insbesondere auf Instagram. Dort waren die themenspezifischen Frames „Labeling“; „Non-Avoidance“; „Experience Acceptance“ and „Insightful Understanding“ ebenfalls wesentlich häufiger anzutreffen. Veröffentlichungen, die über Instagram geteilt wurden, wiesen in allen Kategorien, deren Unterschied statistisch signifikant war, eine größere Bedeutung auf. Schlussfolgerung: Auf Instagram wurde das Thema tendenziell umfassender dargestellt. Insgesamt können beide Plattformen wertvolle Ressourcen für das Erlernen und Diskutieren von Achtsamkeit sein, müssen aber mit Bedacht eingesetzt werden, um zu vermeiden, dass ein falsches Gesamtbild des Themas entsteht. Zu den Vorschlägen für weitere Studien gehören die Durchführung von Längsschnittstudien und die Förderung qualitativer Ansätze, die sich auf die Untersuchung der lexikalischen Auswahl in der Online-Diskussion über Achtsamkeit konzentrieren.



Grau Chopite, Jessica Alejandra;
Framing of Inceldom on incels.is : a content analysis. - Ilmenau. - 129 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Masterarbeit 2022

Einleitung: Das komplexe Weltbild der Incels beinhaltet eine verzerrte Realität, geschlechtsspezifische Hassreden und andere schädliche Inhalte. Diese Studie untersucht die subjektiven Ursachen, die selbst wahrgenommenen emotionalen Folgen des Inceldoms und das Incel-Verhalten auf incels.is. Forschungsziele: Die Framing-Theorie wurde angewandt, um die hauptsächlich angesprochenen und interaktionsanregendsten subjektiven Ursachen (RQ1a und RQ1b), subjektiven Folgen (RQ2a und RQ2b) von Inceldom, und die am meisten interaktionsfördernden Incel-Verhaltensweisen, auf incels.is (RQ3a und RQ3b) zu identifizieren. Methoden: Eine Stichprobe von N = 600 Thread-Posts in incels.is wurde einer quantitativen Inhaltsanalyse unterzogen, wobei ein Codebuch verwendet wurde, das auf deduktiver Forschung und dem Hybrid-Masculinities-Modell basiert. Alle Inhaltskategorien des Codebuchs wurden vor der Anwendung als zuverlässig befunden (Gwet's AC1 >.80). Zur Beantwortung der RQs wurden deskriptive (Häufigkeiten, Proportionen und Mittelwerte) und inferentielle Statistiken (Einweg-Chi-Quadrat-Tests, z-Standardisierung, ANOVA-Tests und Post-hoc-Analysen) angewandt. Ergebnisse: Rasse/Ethnizität war die am häufigsten angesprochene subjektive Ursache (RQ1a), Hoffnungslosigkeit war die am häufigsten angesprochene subjektive emotionale Folge (RQ2a) und geschlechtsspezifische Hassrede gegen Frauen war das häufigste Incel-Verhalten (RQ3a). Rasse/Ethnizität war die subjektive Ursache, die die meisten Interaktionen provozierte (RQ1b), und das Fehlen männlicher Eigenschaften, die Annahme von SJL und geschlechtsspezifische Hassreden gegen Frauen waren die Incel-Verhalten, die die meisten Interaktionen provozierten. Ergebnisse für RQ2b waren nicht signifikant (p >.025) Schlussfolgerung: Thread-Posts auf incels.is adressieren häufig Rasse/Ethnizität und Hoffnungslosigkeit. Incel-Verhalten war deutlich und häufig. Der Incel-Diskurs erscheint jedoch heterogen und betrachtet viele Themen, Ursachen und Emotionen außerhalb des geschaffenen Instruments. Ein verbessertes Instrument und eine größere und besser abgegrenzte Stichprobe sollten für zukünftige Forschungen in Betracht gezogen werden. Schlagworte: Incel, Inceldom, incels.is, Geschlechtsspezifische Hassrede, Inhaltsanalyse



Praslova, Alena;
Representation of disability and sexuality on YouTube : an exploratory study. - Ilmenau. - 429 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Masterarbeit 2021

Einleitung: Menschen mit Behinderungen nutzen YouTube, um ihre Meinung und Erfahrungen mit Sexualität ohne Stigmatisierung zu teilen. Diese Studie untersucht die Darstellung von Behinderung und Sexualität auf YouTube in vier Forschungsfeldern der Kommunikationswissenschaft. Forschungsziele: Diese explorative Studie zielt darauf ab, InhaltserstellerInnen mit Behinderungen auf YouTube zu untersuchen (FF1), sowie den Inhalt ihrer Videos (FF2), die Charakteristiken und Motivationen ihres Publikums (FF3) und die Effekte der Videoinhalte auf ihre ZuschauerInnen (FF4). Methoden: Um alle Forschungsfragen beantworten zu können, wurden verschiedene Methoden angewandt: Sekundärforschung und Interviews zur Kommunikatorforschung (N = 24); qualitative (N = 24) und quantitative (N = 113) Medieninhaltsanalysen zur Medieninhaltsforschung; Analyse von öffentlichen Kommentaren zur Publikumsforschung (N = 762) und Mediennutzungsforschung (N = 318); Analyse von öffentlichen Kommentaren zur Medienwirkungsforschung (N = 315). Ergebnisse: YouTuber mit Behinderungen produzieren Inhalte zu Sexualität und Behinderung, um Informationen für andere Personen mit Behinderungen und der Gesellschaft allgemein bereitzustellen (FF1). Hinsichtlich der Videoinhalte teilen YouTuber Rat zum Thema Dating (57.5 %), aber erwähnen Sexualbegleitung nicht (0.0 %). Es stellte sich heraus, dass es fast keine Beziehungen zwischen getesteten Inhaltsvariablen und dem Geschlecht der YouTuber gab, als ihrer Formen der Behinderung (psychisch und physisch) (FF2). Die produzierten Inhalte ziehen ein breites Publikum an, einschließlich Personen ohne Behinderungen, viele auf der Suche nach Informationen zu dem Thema (FF3). Die Inhalte rufen viele Bekundungen von emotionalen Effekten der Zuschauer hervor (FF4). Schlussfolgerung: Diese Arbeit liefert eine solide Grundlage für zukünftige Forschung in dem Bereich Behinderung und Sexualität. Forschende könnten Medieneffekte von Inhalten auf ihre Zuschauer genauer betrachten und weiterführende, qualitative und quantitative Inhaltsanalysen von Videos durchführen. Darüber hinaus können Praktizierende aus dem medizinischen Bereich für ihre Inhalte Themen von YouTubern integrieren. Schlagworte: Behinderung, Sexualität, YouTube, Explorative Studie.



Amelang, Max;
Quality evaluation of weight management apps. - Ilmenau. - 106 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Masterarbeit 2021

Einleitung: Übergewicht ist ein maßgeblicher Verursacher vieler Krankheiten und stellt weltweit ein immer größeres Problem dar. Inzwischen wurden zahlreiche Apps entwickelt, die den Nutzern helfen sollen, ihr Gewichtsmanagement zu verbessern. In Anbetracht der Geschwindigkeit, mit der Apps entwickelt werden, ist es jedoch unerlässlich, deren Qualität regelmäßig zu untersuchen. Forschungsziele: Ziel dieser Studie war es, die Qualität von Apps zur Gewichtskontrolle anhand umfassender Qualitätskriterien zu bewerten. Auf diese Weise wurden die Informationsqualität (F1) und die Systemqualität (F2) bestimmt und die Zusammenhänge zwischen diesen Elementen, den Nutzerbewertungen und den App-Downloads (F3) untersucht. Methoden: Es wurde eine systematische Suche im US App Store mit Suchbegriffen zum Thema Gewichtsmanagement durchgeführt. Die Systemqualität der Apps wurde anhand der Mobile App Rating Scale (MARS) bewertet und auf einer 5-Punkte-Skala bewertet. Die Taxonomy of Behavior Change Techniques (BCTs) wurde verwendet, um deren Präsenz oder Absenz zu erfassen. Ein zweiter Gutachter kodierte 50 % der Apps, um die Interrater-Reliabilität zu gewährleisten. Die deskriptiven und inferentiellen statistischen Datenanalysen wurden in SPSS durchgeführt. Ergebnisse: Eine Stichprobe von N = 38 Apps wurde für diese Auswertung als geeignet erachtet. Im Durchschnitt wurden 9,6 BCTs pro App ermittelt (Spanne: 3-19). Die am häufigsten verwendeten BCTs waren Provide instructions (87 %) und Prompt self-monitoring (87 %). Die Ergebnisse der MARS-Gesamtbewertung wiesen auf eine mäßige Qualität der Apps hin (M = 3,48; SD 0,61). Functionality war der am höchsten bewertete MARS-Bereich (M = 3,52; SD 0,68), während Aesthetics (M = 3,40; SD 0,84) am niedrigsten bewertet wurde. Es wurden signifikante positive Korrelationen zwischen der MARS-Gesamtbewertung, der Anzahl der BCTs und den App-Downloads festgestellt. Schlussfolgerung: Die Etablierung eines standardisierten Rahmens für die Qualitätsbewertung würde die Vergleichbarkeit der Bewertungen und deren Aussagekraft für die Nutzer erhöhen. Auf dieser Grundlage sollten bei der Entwicklung zukünftiger Apps mehr Fachleute aus dem Gesundheitswesen einbezogen werden, mehr wissenschaftlich fundierte Inhalte integriert und wirksamere BCTs für das Gewichtsmanagement eingebaut werden.



Xu, Manning;
Representation of intrauterine devices (IUDs) on YouTube: a quantitative media content analysis of the videos and comments. - Ilmenau. - 85 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Masterarbeit 2021

Intrauterinpessare (IUPs) sind hochwirksame Verhütungsmethoden, um ungewollte Schwangerschaften bei Frauen zu verhindern. Bereits vorhandenes Wissen von Frauen über diese Verhütungsmethode ist jedoch relativ gering, und falsche Vorstellungen über IUPs sind aufgrund der genauen Informationen, die in sozialen Medien verbreitet werden, weit verbreitet. In dieser Forschung soll der Inhalt von IUD-Videos von Fachleuten versus Laien auf YouTube untersucht werden, die Popularität und Interaktivität der Videos dieser beiden Arten von YouTubern und die Auswirkungen, die ihre Videos auf die Zuschauer haben. Quantitative Datenerhebung und Medieninhaltsanalyse wurden in dieser Querschnittsstudie verwendet, N=333 Videos und N=3296 Videokommentare wurden gesammelt und mit inferentiellen statistischen Tests, einschließlich Chi-Quadrat-Test und einseitiger ANOVA, ausgewertet. Es gibt einen marginalen statistisch signifikanten Unterschied in der Effektivität des IUPs und den Schmerzen während des Einsetzens des IUPs zwischen den IUP-Videos der Profis und der Laien. In Bezug auf die medialen Framing-Effekte gab es eine starke Korrelation zwischen dem Ton der IUP-Videos und den Videoerstellern. 90 % der IUP-Videos von medizinischen Fachkräften verwendeten eine neutrale Erzählung, während Laien eine positivere Erzählung (36,7 %) verwendeten, um die IUP-Videos zu beschreiben. Obwohl die IUP-Videos insgesamt in einem positiven Ton dargestellt wurden, zeigten die Einstellung und das Verhalten der Frauen gegenüber IUPs immer noch negative Tendenzen. Die Verbesserung der Qualität der IUP-Videos in den sozialen Medien und die Gestaltung der Medien ist entscheidend für die Förderung der Verwendung von IUP-Verhütungsmitteln und die Verhinderung ungewollter Schwangerschaften.



Hofmann, Michelle;
Wie wird Kinderarmut auf YouTube diskutiert? : Ergebnisse einer Kommentaranalyse. - Ilmenau. - Seiten
Technische Universität Ilmenau, Masterarbeit 2021

Einleitung: Kinderarmut ist ein immer noch wachsendes Problem in Deutschland. Darum beschäftigt sich diese Studie mit der Diskussion in den Kommentaren der YouTube-Videos der Initiative #StopptKinderarmut der Bertelsmann Stiftung und dem MESH Collective. Forschungsziele: Das Ziel dieser Studie ist es, den Diskurs über Kinderarmut in den YouTube-Kommentaren unter Betrachtung der Haltung zur Thematisierung von Kinderarmut (FF 1), eigenen Erfahrungen (FF 2, 3 & 4), Beobachtungen (FF 5 & 6) und politischen Forderungen und Vorschlägen (FF 7 & 8) zu analysieren. Methoden: Für die Untersuchung wird eine quantitative und qualitative Inhaltsanalyse genutzt. Bei der Stichprobe handelt es sich um eine Vollerhebung aller Kommentare (n = 4.561) zu den sieben Videos der Initiative #StopptKinderarmut zum Zeitpunkt der Datenerhebung. Das Codebuch besteht aus 31 inhaltlichen Kategorien, von denen die meisten bei den Pretests als reliabel bestätigt wurden. Für die Auswertung wird eine deskriptiv- und inferenzstatistische Datenanalyse (Prozente, [Chi-Quadrat]-Tests) durchgeführt. Ergebnisse: Die meisten Kommentare (47,5 %) zeigen eine positiv-unterstützende Haltung gegenüber der Thematisierung von Kinderarmut. Bei dem Großteil (73,5 %) der geteilten eigenen Erfahrungen handelt es sich um frühere Erfahrungen und nicht aktuelle. Insgesamt werden bei Erfahrungen besonders die Folgen im Bereich materielle Lage (61,4 %) und die Folgen im Bereich soziale Lage (52,2 %) thematisiert. Auch bei den Beobachtungen dominieren die materiellen Folgen (72,7 %). In Bezug auf Forderungen und Vorschläge werden am häufigsten (51,6 %) offene Briefe, Petitionen und Initiativen genannt. Schlussfolgerung: Die beschriebenen eigenen Erfahrungen, Beobachtungen und Forderungen decken sich bis ins Detail mit dem aktuellen Forschungsstand zu Kinderarmut. Weiterhin unterscheidet sich der Fokus der Kommentare je nach Video und richtet sich nach deren Inhalt und den Akteur*innen. Für die Zukunft könnten die Kommentare weiterer YouTube Videos oder Inhalte anderer Plattformen wie TikTok untersucht und verglichen werden, da Auswertungen der Rezeption Hinweise auf die Gestaltung zukünftiger Kommunikationskampagnen zu Kinderarmut geben können. Schlüsselwörter: Kinderarmut, YouTube Kommentare, Haltung, Erfahrungen, Beobachtungen, politische Forderungen




Fertiggestellte Diplomarbeiten

Anzahl der Treffer: 64
Erstellt: Wed, 01 Feb 2023 23:13:26 +0100 in 0.0676 sec


Weber, Jana;
Objektivierung in der Musik: systematische Replikation zur Darstellung von Geschlechter- und Genreunterschieden. - Ilmenau. - 111 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Diplomarbeit 2021

Die vorliegende Arbeit betrachtet die verbale Objektivierung in deutschsprachigen Texten aktueller Populärer Musik hinsichtlich Genre und Geschlecht. Dazu wurde eine systematische Replikation der Studie: Objectification in Popular Music Lyrics: An Examination of Gender and Genre Differences von Flynn, Craig, Anderson und Holody (2016) durchgeführt. Neben den ursprünglichen Aspekten der Körperobjektivierung, des Blicks und der Attraktivität wurde die Untersuchung in der vorliegenden Arbeit um weitere Merkmale der Objektivierung basierend auf der Objektivierungstheorie von Fredrickson und Roberts (1997) erweitert. Für die Objektivierungsarten Reduzierung auf Körperteile, Darstellung als dekoratives Element, Reduzierung auf den sexuellen Gebrauch und Erniedrigung wurden zusätzliche Variablen operationalisiert und gemeinsam mit den Merkmalen der Originalstudie hinsichtlich ihres Auftretens in allen vertretenen Musikgenres analysiert. Weiter wurden Unterschiede bei den Geschlechtern sowohl für die Quelle der Objektivierung als auch das Ziel und das Vorhandensein von Selbstobjektivierung untersucht. Untersuchungsgegenstand für die quantitative Inhaltsanalyse waren deutschsprachigen Lieder der offiziellen deutschen Musikcharts. Die Stichprobe, N = 614, bildeten alle Lieder, die in den wöchentlichen Platzierungen der Jahre 2010 bis 2019 die Plätze 1 bis 25 belegten. Sie wurde 2020 kodiert und anschließend deskriptiv- und inferenzstatistisch ausgewertet. Die Ergebnisse der Originalstudie konnten nur teilweise bestätigt werden, dokumentieren aber ebenfalls signifikante Unterschied zwischen den Genres und Geschlechtern. Deutliche Übereinstimmungen fanden sich in der hohen Anzahl von Objektivierungen, die sich an Frauen richten, sowohl von anderen Personen als auch durch Selbstobjektivierung. Entgegnen der Originalstudie wurden die häufigsten Objektivierungen nicht im Genre Rap/Hip Hop gefunden. Die Aussagekraft der Replikation wurde durch die überproportionale Anzahl männlicher Interpreten und Liedern des Genres Rap/Hip Hop eingeschränkt. Schlagwörter: Objektivierung, Populäre Musik, Genderforschung, quantitativ, Inhaltsanalyse, Replikation, systematisch



Führ, André;
Going Open? - Identifikation und Analyse der Entscheidungsfaktoren und -prozesse hinsichtlich der Einsatzwahl von Open-Source-Software durch PrivatanwenderInnen. - 150 S. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2012

Diese Arbeit beschäftigt sich mit Open-Source-Software und ihrem Einsatz durch PrivatanwenderInnen. Im Vordergrund der Untersuchung steht die Identifikation und Analyse von Faktoren, welche die Entscheidung zur Nutzung von Open-Source-Software begünstigend beeinflussen. Zur Betrachtung des komplexen Merkmals der Nutzungsentscheidung wurden die "Unified Theory of Acceptance and Use of Technology" (UTAUT) sowie Softwarequalitätsmodelle nach ISO/IEC 9126 zugrunde gelegt. Zielstellung war es, über die Analyse der zentralen Merkmale der UTAUT in Kombination mit den Kenngrößen des ISO-Standards, ein theoretisches Modell zur empirischen Überprüfung aufzustellen. Hierzu wurde im März 2012 eine Datenerhebung über eine Onlinebefragung durchgeführt. Diese ergab 505 verwertbare Fälle, anhand derer eine Modell- und Hypothesenprüfung durchgeführt wurde. Im Verlauf der Arbeit konnten potentielle Faktoren zur Nutzungserklärung identifiziert, jedoch nicht als solche eindeutig validiert werden. Demnach müssen die erhaltenen Ergebnisse und die Modellspezifikation überdacht werden, um Nutzungsindikatoren effizienter als solche zu ermitteln.



Powalla, Julia;
Die Nutzung von Online Pornografie Portalen durch junge, männliche Erwachsene. - 294 S. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2012

Die vorliegende Studie beschreibt die Nutzung von Online Pornografie Portalen durch junge, männliche Erwachsene. Die theoretische Basis bildete eine gegenstandsbezogene Anpassung des handlungstheoretischen Referenzmodells von Karsten Renckstorf, in welches die Stimmungsregulierungstheorie von Dolf Zillmann zur Beschreibung der Handlungsauslösung integriert wurde. Zur Beantwortung der Fragestellung "Wie nutzen junge, männliche Erwachsene Online Pornografie Portale?" wurden Leitfaden-Interviews mit n=9 in Deutschland lebenden Männern im Alter von 19-35 Jahren durchgeführt und mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet. Als Resultat der Untersuchung entstand ein umfassendes Bild der Nutzungsgewohnheiten junger, männlicher Erwachsener in ihren Abhängigkeiten von inneren und äußeren Faktoren. Hierbei stellte sich der Beziehungsstatus der Nutzer als starke Einflussgröße auf den Nutzungsumfang dar. Neben Nutzungsmustern, Nutzungswirkungen, der Nutzungsgeschichte und dem Marktwissen der Befragten, lag ein besonderes Augenmerk auf der Erschließung der unterschiedlichen Motivationen zur Nutzung. Es zeigte sich, dass Online Pornografie Portale vorwiegend zur Stimmungsregulierung, dem Abbau sexueller und anderweitiger Spannungen sowie zum Zeitvertreib eingesetzt werden.



Stäudtner, Saskia;
Meinungsführerschaft 2.0: die Identifikation von Opinion Leadership am Beispiel von Facebook. - 89 S. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2011

Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit den soziodemografischen Merkmalen, der Nutzungsaktivität, dem Informationsverhalten und den Kenntnissen von Meinungsführern des Online Social Networks Facebook. - Das Model des Two-Step-Flow of Communication von Lazarsfeld, Berelson und Gaudet bildet samt Modifikationen den theoretischen Bezugsrahmen der vorliegenden Arbeit. Grundlegende Erkenntnisse der Meinungsführerforschung und die Vorstellung der klassischen Konzepte der Meinungsführerschaft nähern an das Thema an. Eine Darstellung von soziodemografischen und sozialen Merkmalen, sowie Eigenschaften in Bezug auf Interesse, Informationsverhalten und Kenntnisstand erfolgt sowohl für klassische Offline-Meinungsführer als auch im Hinblick auf Besonderheiten in Online Social Networks. - Von Ende Juni bis Mitte Juli 2011 wurde in diversen Foren und Facebook-Gruppen ein Link zu dem im Rahmen der empirischen Untersuchung erstellten Online-Fragebogen veröffentlicht. Zur Beantwortung der aufgestellten Forschungsfragen wurden die n=463 gültigen Fragebögen einer quantitativen Analyse unterzogen. - Es konnte festgestellt werden, dass die Nutzer von Facebook insbesondere in Bezug auf soziodemografische und soziale Merkmale eine relativ homogene Einheit bilden. Deutliche Unterschiede zwischen Meinungsführern und Nicht-Meinungsführern zeigten sich sowohl im Informationssuchverhalten als auch in Bezug auf die Informiertheit beider Gruppen. - Der Untersuchungsgegenstand Online Social Networks, respektive Facebook, erwies sich als aktuelles und diffiziles Thema. Je nach Ausrichtung des Forschungsvorhabens können Merkmale zur Differenzierung von Meinungsführern erhoben werden, was im Zuge weiterer Forschungsarbeiten erfolgen sollte.



Kretzschmar, Marlit;
XING versus studiVZ - eine quantitative Inhaltsanalyse zur Online-Selbstdarstellung. - 78 S. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2011

Die vorliegende Studie befasst sich mit der Online-Selbstdarstellung von Studierenden der TU Ilmenau auf der beruflichen Social Network Site XING und der privaten Social Network Site studiVZ. Die sozialpsychologische Theorie des Impression Managements wurde auf eine spezifische Form der Online-Kommunikation bezogen. Untersucht wurde, ob und wie sich die Online-Selbstdarstellungen derselben Studierenden auf ihren XING- und studiVZ-Profilen voneinander unterscheiden. Dazu wurden im Jahr 2010 mit Hilfe einer quasiexperimentellen Felduntersuchung die Mitgliederprofile von 63 Studierenden (35 weiblich; 28 männlich) auf den SNS XING und studiVZ inhaltsanalytisch verglichen. Es zeigte sich, dass die Studierenden ihre Online-Selbstdarstellungen auf XING in erster Linie darauf ausrichten, kompetent zu wirken, während sie auf studiVZ Offenheit präsentierten. Signifikante Geschlechtsunterschiede traten nicht auf. Die Ausrichtung der SNS regulierte, wie sich Individuen auf ihren Profilen darstellten.



Wittmann, Susanne;
E-Books für Smartphones : Evaluation von Akzeptanz und Nutzungsverhalten von E-Books auf Smartphones. - 160 S. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2010

Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit dem Thema E-Book und evaluiert im Speziellen die Akzeptanz und das Nutzungsverhalten von E-Books auf Smartphones. Theoretischen Hintergrund der Analyse bildet das informationstechnologische Konstrukt des UTAUT-Modells (Theory of Acceptance and Use of Technology). Die Datenerhebung erfolgte mittels eines standardisierten Online-Fragebogens über eine selbstselektierte Stichprobenauswahl (n=308) im Zeitraum vom 17. Juni bis 20. Juli 2010. Das Medium E-Book als Untersuchungsgegenstand ist besonders aktuell und bisher wenig erforscht, weshalb in dieser Arbeit explorative Untersu-chungsmethoden Anwendung fanden. Die gewonnenen Ergebnisse zeugen insgesamt von einer positiven Einstellung gegenüber der Innovation E-Book. Des Weiteren konnte das Alter der Rezipienten als entscheidender Einflussfaktor auf die Nutzungsabsicht identifiziert werden. Es konnte u.a. festgestellt werden, dass mit dem Alter die Nutzungsdauer sowie die Zah-lungsbereitschaft steigen. Nachteile sehen die Leser besonders hinsichtlich technischer Mängel der Geräte, zu hoher Anschaffungskosten und geringer Titel-Auswahl. Die vorliegende Studie gibt erste Einblicke und formuliert Hypothesen, die es bei weiteren Forschungsaktivitäten, vorzugsweise mit einem verbesserten Akzeptanz-Modell, zu überprüfen gilt.



Fickeisen, David;
Die Diversifikationen, Herausforderungen und Zukunftsaussichten des mobilen Internets durch den Paradigmenwechsel im deutschen Mobilfunk mit besonderer Berücksichtigung von Application-Stores. - 120 S. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2010

Die vorliegende Studie befasst sich mit den Diversifikationen, Herausforderungen und Zukunftsaussichten des mobilen Internets durch den Paradigmenwechsel im deutschen Mobilfunk mit besonderer Berücksichtigung von Application-Stores. Die Bundesrepublik ist einer der führenden Mobilfunknationen und sollte diese Position in Zukunft festigen und weiter ausbauen. Geprüft wurden der aktuelle Stand und die weitere Entwicklung im Bereich Mobilfunk und mobiler Dienste. Dabei wurde herausgearbeitet, wer in Deutschland bei diesem Thema führend ist. Was werden die kommenden Fragestellungen, Hürden und Hindernisse sein? Dazu wurde eine umfangreiche Analyse der Sekundärliteratur vorgenommen, eine Untersuchung zur Verteilung von Unternehmen mit dem Schwerpunkt Mobilfunk und zur Gewinnung von Daten aus der Primärforschung eine Umfrage mit n=72 Mobilfunkexperten beim Mobile World Congress 2010 in Barcelona durchgeführt. Es zeigte sich, dass zahlreiche Contentanbieter dafür sorgen, dass sich der Standort Deutschland in diesem Bereich positiv weiter entwickelt. In den kommenden Monaten werden die Nutzer verstärkt nach mobilen Inhalten fragen und Angebote, wie Games, Musik und Videos nutzen. Ermöglicht wird dies vor allem durch bessere Endgeräte und neue Verbindungsgeschwindigkeiten dank neuester Technologie. Ein großer Wachstumstreiber dabei, sind die Application-Stores die im Moment einen großen Boom erleben. Aktuell konnten über 57 Application-Stores ausfindig gemacht werden die Tendenz dabei ist weiter steigend. Deutschland ist einigen Bereichen, trotz des Verlustes von Hardwareherstellern wie BenQ und Nokia auf einem guten Weg, die Marktführerschaft im Bereich Mobile zu übernehmen, jedoch darf man den Blick ins Europäische nicht verlieren. Noch immer herrscht bei Mobile-Konvergenz großer Nachholbedarf, jedoch sinken kontinuierlich die Gebühren für Verbindungen, und insofern werden beim Kunden Gelder frei, um sie für Mobile Dienste auszugeben.



Benndorf, Josephin;
Intelligente Kommunikationssteuerung : ein werbepsychologischer Ansatz zur Erklärung des Kaufverhaltens im Internet. - 126 S. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2010

Ziel der vorliegenden Arbeit war es, aus den gewonnenen Daten Aussagen über den Kaufentscheidungsprozess im Internet allgemein und vor allem über die effiziente Platzierung von Bannerwerbung im Kaufentscheidungsprozess abzuleiten. Die Intention dieser Analyse war es, neue Erkenntnisse zu gewinnen, um der mediascale GmbH & Co. KG letztendlich Handlungsempfehlungen für die Optimierung des Werbemanagements ihrer Kunden geben zu können. - Im Rahmen der vorliegenden Arbeit konnte gezeigt werden, dass der Kaufentscheidungsprozess im Internet sehr komplex ist und es eine Vielzahl an kausalen Zusammenhängen gibt. Es wirken psychologische, situative und soziologische Einflussfaktoren auf den Konsumenten während des Kaufentscheidungsprozesses im Internet ein. Im Fokus dieser Arbeit stand jedoch die Frage: wann Bannerwerbung den potentiellen Käufer beeinflussen kann und welche Maßnahmen geeignet sind, um den Kunden beim Einkauf im Internet mit Bannerwerbung besser zu erreichen. - Die Interpretation der gewonnen Ergebnisse, unter Berücksichtigung des derzeitigen Forschungsstandes, liefert erste Erklärungsansätze für diese Forschungsproblematik. Nachfolgend werden die Hauptergebnisse dieser Studie zusammengefasst, verknüpft mit Empfehlungen für ein noch effizienteres Online-Marketing. - Fazit dieser empirischen Untersuchung ist, dass Bannerwerbung am ehesten in der Bewertungs- und Auswahlphase von Konsumenten beachtet und geklickt wird. Eine Empfehlung der vorliegenden Arbeit ist es, den Fokus verstärkt auf Bannerwerbung im Bereich: Testberichte sowie Preis- und Vergleichsportale zu legen. Ein weiterer Schritt Richtung Intelligente Kommunikationssteuerung ist die Beachtung der Bedürfnisse und Erwartungen von Konsumenten. Personalisierte Bannerwerbung fand großen Anklang unter den Studienteilnehmern. In keinem anderen Medium können werbetreibende Unternehmen so zielgruppengenau werben wie im Internet. Die Möglichkeiten des Targetings und Retargetings sollten regulär in die Mediaplanung integriert werden. Zudem haben die Konsumenten genaue Vorstellungen davon, wie Bannerwerbung gestaltet sein sollte. Die Mehrheit erwartet von den Werbetreibenden qualitativ hochwertig gestaltete Bannerwerbung, welche nicht zu aufdringlich ist. Die Botschaften sollten kurz, klar und ehrlich formuliert sein, um eine Reizüberflutung bei den Konsumenten zu vermeiden. Desweiteren konnte ein enorm hoher Stellenwert von Suchmaschinen bei den Konsumenten festgestellt werden. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert gezielt Bannerwerbung mit Suchmaschinen-Marketing zu kombinieren. In dieser Studie liegt zudem eine Tendenz zu Zwei-Begriff-Keywordeingaben vor. Der beschriebene Sachverhalt wäre ebenso ein lohnenswerter Forschungsansatz, um Online-Kampagnen zu optimieren. - Bezüglich des theoretischen Gesamtmodells lässt sich feststellen, dass das Stimulus-Organism-Response Modell sowie die Theorie des Kaufentscheidungsprozesses, einen geeigneten theoretischen Bezugsrahmen bilden konnten. Mit Hilfe dieser theoretischen Ansätze war es u.a. möglich Einstellungen und Motivationen innerhalb der Kaufentscheidungsphasen zu erfassen zu erklären. Ebenso konnten Einstellungen und Emotionen gegenüber Bannerwerbung dokumentiert werden. Jedoch kann mit dem S-O-R Modell nicht die Psyche des Konsumenten in seiner gesamten Komplexität erfasst werden. Viele Kaufentscheidungen finden bereits im Unterbewusstsein statt (vgl. Foscht/Swoboda 2007: S. 28). Aus diesem Grund wird in Zukunft das Neuromarketing immer mehr an Bedeutung gewinnen. Hirndiagnostische Verfahren werden vermehrt Einzug in die Konsumentenverhaltensforschung sowie in die Werbewirkungsforschung halten. Mit Hilfe der gewonnen Daten aus der Untersuchung konnten zehn Forschungshypothesen abgeleiteten werden. Sie bieten interessante Anreize für zukünftige Untersuchungen zu den Themengebieten: - Konsumentenverhalten im Internet, - Informationsverhalten im Internet, - Bannerwerbung im Kaufentscheidungsprozess. Angesichts der noch geringen Kenntnisse in diesem Forschungsgebiet und des daher explorativen Charakters dieser Studie besteht in jedem Fall weiterhin enormer Forschungsbedarf. Wie bereits in der kritischen Würdigung aufgeführt, ist die Aussagekraft der Studie hinsichtlich der Repräsentativität für die deutsche Internetnutzerschaft, aufgrund der zu geringen Stichprobe (n=250), nicht in vollem Umfang gegeben. Dennoch entsprechen die Befragten dem soziodemografischen Merkmalsprofil des typischen Internetnutzers. Somit kann in gehobenem Maß von aussagekräftigen Ergebnissen ausgegangen werden. Die Objektivität dieser Studie kann aufgrund der standardisierten Online-Panel-Befragung und der Nicht-Einflussnahme der Untersuchungsleitenden auf die Studienteilnehmer als gegeben betrachtet werden. Die Reliabilität ist aufgrund der Komplexität dieser Thematik und der damit verbundenen Merkmalskonstanz jedoch leicht abgeschwächt. Trotzdem kann behauptet werden, dass die Gütekriterien: Objektivität, Reliabilität und Validität in dieser Untersuchung eingehalten wurden. (für detaillierte Angaben: siehe Kapitel 8) Für zukünftige Untersuchungen sollten dennoch größere Stichproben rekrutiert und noch tiefgründiger die psychologischen Prozesse in den einzelnen Kaufentscheidungsphasen eruiert werden. Dies könnte bspw. durch eine Tagebuch-Studie oder durch die Kombination verschiedener empirischer Methoden geschehen. Aus der vorliegenden Untersuchung geht hervor, dass erst durch eine Vielzahl weiterer empirischer Analysen die getroffenen Annahmen bestätigt, ergänzt oder widerlegt werden können. Diese Untersuchungen sind notwendig um letztendlich gesichertere Aussagen zum Einfluss der Bannerwerbung im Kaufentscheidungsprozess im Internet zu gestatten. Dennoch zeigt bereits diese Forschungsarbeit, dass es gut überlegt sein sollte, in welcher Kaufphase Bannerwerbung platziert wird. Es ist wichtig das Werbetreibende verstehen, dass eine gute Bannerwerbung, welche zum richtigen Zeitpunkt geschaltet wird, zu einer besseren Beurteilung des Unternehmens und des Produktes führt (vgl. Altobelli/Sander 2001: S. 158f.). Außerdem verstärkt Bannerwerbung den Wunsch nach mehr Informationen und steigert die Kaufbereitschaft (vgl. Lustig 2009: S. 9). Werden die dargestellten Handlungsempfehlungen von werbetreibenden Unternehmen umgesetzt, kann einem effizienteren Online-Marketing kaum noch etwas im Wege stehen.



Gerbig, Prisca;
Konzeption von Instrumenten zur Bindung von Direktkunden an die DERTOUR GmbH & Co. KG . - 135 S. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2010

Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit der Konzeption von Kundenbin-dungsinstrumenten, die positiv auf die Geschäftsbeziehung einwirken, um Direktkunden an den Reiseveranstalter Dertour GmbH & Co. KG zu binden. Die Grundlage hierfür bilden die Politiken des Marketing-Mixes. In einer Online-Befragung wurden Reiseverhalten, Zufriedenheit, Kundenbindungsindex und erwünschte Kundenbindungsinstrumente erhoben. Durch die deskriptive Studie (n = 281, Erhebungszeitraum 06.12.-18.12.09), an der alle Newsletterabonnenten partizipieren konnten, wurde festgestellt, dass die Kunden überwiegend sehr zufrieden waren. Der Kundenbindungsindex war hoch. Allerdings wies das vergangene Kaufverhalten eine hohe Anzahl an Buchungen bei anderen Veranstaltern und privat unternommenen Reisen auf. Als Kundenbindungsinstrumente wurden ein Gutschein für einen Urlaubstag, Couponing, Preisrabatt, DERTOUR-Kundenclub, Website mit aktuellen Informationen und Bewertungsmöglichkeiten zu Hotel und Reise gewünscht. Zusammenfassend ist zu sagen, dass der Fokus für Dertour darin liegen sollte, mit emotionalen und ökonomischen Barrieren die bestehenden Kunden festzuhalten, so dass ein Wechsel unterbleibt.



Knudsen, Gunnar;
Mit den Augen hören - eine Interviewbefragung zur Rezeption von Musikvisualisierung. - 110 S. Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2010

Die vorliegende Studie befasst sich mit dem Rezipienten des Mediums VJing und dessen Umgang mit diesem. Auf Grundlage des Uses-and-gratifications Approaches, in einer Abwandlung nach Palmgreen, wurden geprüft, ob dieser Rezipient beschreibbar ist und mit welchen Erwartungen dieser mit dem Medium umgeht. Hierfür wurden im August 2009 Daten einer Stichprobe von n=106 Deutschen (38% weiblich, 62% männlich) mittels eines Fragebogens quantitativ erhoben. Aus dieser Stichprobe wurden sechs Probanden ausgewählt, die einem qualitativen Leitfadeninterview unterzogen wurden. Es wurde deutlich, dass das VJing als eigenständiges Medium kaum Beachtung erlangt. Es wird vielmehr als unterstützendes Medium eines Clubbesuches betrachtet. Erwartungen an das Medium werden tendenziell nicht gestellt. Der klassische Rezipient ist jung (M=28 Jahre), männlich, heterosexuell, hat einen hohen Bildungsgrad und konsumiert gerne elektronische Musik, im Speziellen Techno. Trotz der eingeschränkten Repräsentativität dieser Arbeit liefert sie dennoch erste Aussagen über diesen weitgehend unerforschten Rezipienten und ist somit eine gute Grundlage für weiterführende Forschungen.