Abgeschlossene Forschungsprojekte:

DECIPHER: Covid-19 - Regierungskommunikation, Mediendiskurse, Bürgerreaktionen

Förderung: DFG-Forschungsprojekt, Laufzeit: 01.06.2021 – 31.12.2024

Projektwebseite

Kurzbeschreibung

Gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) analysierte das Fachgebiet Medienwissenschaft gemeinsam mit den Fachgebieten Computational Communication Science, Datenbanken und Informationssysteme sowie Public Relations und Technikkommunikation der TU Ilmenau sowie dem Institut für Risikobewertung in Berlin, wie effektiv Regierungen und Gesundheitseinrichtungen in Deutschland, Italien, den Niederlanden, Spanien, Schweden, dem Vereinigten Königreich und den USA ihre Bürgerinnen und Bürger über Covid-19 informiert und zu selbst schützendem Verhalten ermutigt haben.

Drei Kernfragen standen von Juni 2021 bis Mai 2024 im Fokus der Teilprojekte:

  1. Welche Erklärungen und Botschaften über Covid-19 haben Regierungen und Gesundheitseinrichtungen der Öffentlichkeit in den jeweiligen Ländern vermittelt?
  2. Wie haben Medien über die Pandemie und die damit verbundenen Risikobotschaften von Regierungen berichtet?
  3. Wie hat die Bevölkerung die Pandemie und die Risikobotschaften wahrgenommen?

MIRKKOMM: Analyse der Herausforderungen, Strategien, Strukturen und Optimierungsoptionen multimodaler Risiko- und Krisenkommunikation

Förderung: BMBF-Forschungsprojekt, Laufzeit: 01.11.2021 – 31.10.2024

Projektwebseite

Kurzbeschreibung

Das Forschungsprojekt ist Teil des Forschungsverbunds „Optimierung der Risiko- und Krisenkommunikation von Regierungen, Behörden und Organisationen der Gesundheitssicherung (MIRKKOMM)“. Der Forschungsverbund zielte auf die evidenzbasierte Verbesserung der multimodalen Risiko- und Krisenkommunikation von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben ab. Das Fachgebiet untersuchte, wie die staatliche Risiko- und Krisenkommunikation in Deutschland auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene koordiniert wurde, welche Probleme dabei auftraten und wie sich diese zukünftig besser bewältigen ließen.

Vier Kernziele standen dabei im Mittelpunkt:

  1. Wird ein Ansatz der Organisationskommunikation zu einem Modell intra- und interbehördlicher Kommunikation erweitert.
  2. Es werden qualitative Daten aus Interviews und Inhaltsanalysen zur Beschreibung multimodaler Risiko- und Krisenkommunikation analysiert.
  3. Eine zweiwellige Panelbefragung von (Gemeinde-)Vertreter*innen aller Kreise, kreisfreien Städte und Gesundheitsämter der Bundesrepublik wird umgesetzt.
  4. Werden Empfehlungen zur Optimierung (multimodaler) Risiko- und Krisenkommunikation von Bundes- und Landesregierungen, Behörden und Organisationen der Gesundheitssicherung erarbeitet.

Professionelle Kommunikation im Kontext von Krisen

Förderung: Nationale Zentrum Frühe Hilfen, LaufzeitSeptember 2013 bis April 2015

Professionelle Kommunikation im Kontext von Krisen: Analyse und Verbesserung des Krisenmanagements der Jugendämter in Deutschland.

Kurzbeschreibung

In den vergangenen Jahren kam es wiederholt zu tragischen Fällen von Kindstötung oder Kindesmisshandlung, die bundesweit für Aufsehen sorgten. Nicht selten attestieren die Medien den zuständigen Jugendämtern dabei eine Mitschuld. Um die Mitarbeiter/-innen der Jugendämter beim kommunikativen Umgang mit solchen öffentlichkeitswirksamen Krisenfällen zu unterstützen, führten Dr. Liane Rothenberger, Alice Srugies und Kathrin Schleicher unter der Leitung von Dr. Andreas Schwarz von September 2013 bis April 2015 ein Forschungsprojekt am Fachgebiet Medienwissenschaft durch. Das Projekt „Professionelle Kommunikation im Kontext von Krisen: Analyse und Verbesserung des Krisenmanagements der Jugendämter in Deutschland“wurde auf Basis einer Förderung durch das Nationale Zentrum Frühe Hilfen gefördert.

Das Forschungsprojekt umfasst zwei wissenschaftliche Studien, die ein umfassendes Bild der Kommunikation von Jugendämtern im Kontext von Krisen liefern. Eine Inhaltsanalyse der Medienberichterstattung von Zeitungen und Zeitschriften sowie ausgewählten regionalen Tageszeitungen in den Jahren 2009 bis 2013 analysiert die öffentliche Wahrnehmung von Jugendämtern sowie der verantwortlichen Akteuren in den Kommunen und ihrem Umgangs mit Krisen. Parallel dazu führte das Forscherteam mehr als 30 Leitfadengespräche in deutschen Jugendämtern durch.

Auf Basis dieser Forschungsergebnisse hat das Projektteam einen strategischer Leitfaden zur Anleitung des kommunikativen Krisenmanagements in Jugendämtern erarbeitet. Er wird den deutschen Jugendämtern im Herbst 2015 als Arbeitshilfe zugänglich gemacht.


Militärische Media Relations

Förderung: DFG, Laufzeit: 01.03.2009 – 30.04.2012

Militärische „Media Relations“. Die Beziehungen von Bundeswehr und US-Streitkräften zu den Medien: Vergleichende Analyse des militärischen Kommunikationsmanagements seit 1990
 

Kurzbeschreibung

Bei dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Forschungsvorhaben handelt es sich um zwei Teilprojekte, die in einen größeren Forschungsverbund zum Thema „Militär und Medien im 20. Jahrhundert“ integriert sind. Beide Unterprojekte konzentrieren sich auf die Analyse der militärischen Seite der Beziehungen von Militär und Medien. Untersuchungsgegenstände sind demnach die Bundeswehr und die US-Streitkräfte sowie die für die jeweiligen militärischen Organisationen unmittelbar verantwortlichen politischen Leitungsorganisationen (BMVg, Pentagon) in ihren Beziehungen zu den Medien.

Als vergleichende Längsschnittanalyse konzipiert, werden die beiden Teilprojekte die Frage beantworten, wie und aus welchen Gründen sich die Medienbeziehungen der Bundeswehr im Vergleich zu den US-Streitkräften von 1990 bis zur Gegenwart verändert haben. Dabei werden die Aufgaben, Leistungen und Strukturen der Militär-Medien-Beziehungen ebenso im Mittelpunkt stehen wie die Beziehungen der militärischen zu den sicherheitspolitischen Media Relations. Um das bisher in der Kommunikationswissenschaft vernachlässigte Feld der medienbezogenen Organisationskommunikation des Militärs systematisch erschließen zu können, wird ein Mehrmethoden-Design aus Dokumentenanalysen und Leitfadeninterviews eingesetzt. Mit Hilfe der Ergebnisse wird ein Beitrag zur Etablierung einer Theorie der Politik-Militär-Medien-Interrelationen geleistet.


Public Diplomacy

Das Forschungsprojekt "Public Diplomacy" untersucht die Strukturen, das Verständnis und die Anwendung von Public Diplomacy in Deutschland

Kurzbeschreibung

Public Diplomacy subsumiert alle Kommunikationsaktivitäten individueller und korporativer Akteure, die politische, wirtschaftliche, kulturelle und/oder wissenschaftliche Beziehungen zu anderen Ländern gestalten und die Wahr­neh­mung des eigenen Landes im Ausland beeinflussen Während das Konzept in den USA bereits auf eine längere Geschichte zurückblickt, wird es in Deutschland erst seit kurzem verwendet, um Einstellungen und Handlungen ausländischer Regierungen und Bevölkerungsgruppen zu beeinflussen, Ver­ständnis für die Kultur, Positionen und Politik des eigenen Landes zu gewinnen sowie wechselseitiges Verständnis zu erzeugen.

Dieses von Claudia Auer, Sylvia Krichbaum und Alice Srugies unter Leitung von Prof. Martin Löffelholz durchgeführte Forschungsprojekt analysiert Public Diplomacy auf vier Ebenen: Eine theoriegeleitete Betrachtung systematisiert die bisherigen Erkenntnisse der Public Diplomacy-Forschung und vergleicht Public Diplomacy mit verwandten Konzepten. Eine international vergleichende Analyse arbeitet die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen der Public Diplomacy-Praxis und –Forschung in unterschiedlichen Staaten heraus. Eine historische Beschreibung untersucht die Wurzeln und die Entwicklungen des Konzeptes in Deutschland sowie daraus resultierende Empfehlungen für eine zukünftige Public Diplomacy-Praxis.

Eine empirische Analyse auf Basis von Leitfadengesprächen und einer Dokumentenanalyse gibt erstmals einen differenzierten Überblick über die wichtigsten Public Diplomacy-Akteure in Deutschland, ihr Verständnis von Public Diplomacy, ihre Ziele, Zielgruppen, Instrumente und Metho­den, ihre Ressourcen und Evaluationsmaßnahmen sowie die bestehenden Netzwerke.

Die Ergebnisse des Forschungsprojektes wurden 2012 in der Buchpublikation "Public Diplomacy" veröffentlicht.


Die Transformation aktueller Medienkommunikation

Förderung: DFG, Laufzeit: 01.08.2001 – 30.04.2002

Die Transformation aktueller Medienkommunikation. Theoretische und empirische Eingrenzung eines Medienbereichs im Wandel 

Kurzbeschreibung

Wie lässt sich Online-Journalismus sowohl theoretisch als auch empirisch beschreiben? Entspricht Online-Journalismus weitestgehend dem traditionellen Journalismus, oder bringt er Strukturen und Handlungsmuster hervor, die ihn als innovativen Journalismus auszeichnen und gleichzeitig eine kommende Transformation des gesamten Journalismus markieren?

Diese zentralen Fragen aktueller Journalismusforschung wurden mit Hilfe eines von der DFG geförderten theoretischen und empirischen Forschungsprogramms beantwortet. Dabei wurde erstens eine Aufarbeitung des Forschungsstandes im deutschsprachigen und im angloamerikanischen Raum vorgenommen, zweitens die Entwicklung eines differenzierten theoretischen Modells, das Phänomene des Wandels adäquat fassen kann, und drittens eine Multimethoden-Studie, die Beobachtungen und Befragungen in ausgewählten Redaktionen.


Online-Journalismus

Förderung: Alexander-von-Humboldt-Stiftung, TransCoop-Projekt; Laufzeit: 2002 – 2005

Online-Journalismus: Transnationale Vergleiche zwischen amerikanischen und deutschen Online-Journalisten

Kurzbeschreibung

Das Kooperationsprojekt zwischen dem Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft der Technischen Universität Ilmenau und der School of Journalism der Indiana University in Bloomington erfüllte zwei Ziele: Erstmalig in Deutschland wurde ein empirisch gesättigtes, repräsentatives Bild der Einstellungen, Tätigkeitsprofile und Spezifika journalistischen Handelns von Online-Journalisten gezeichnet.

Darüber hinaus wurden durch die zeitlich und inhaltlich enge Anbindung der Studie an eine repräsentative Befragung US-amerikanischer Journalisten Rückschlüsse auf kulturübergreifende Entwicklungen in einem zentralen Innovationsbereich des Journalismus möglich. In Deutschland wurden rund 450 CATI-gestützte Telefoninterviews mit Online-Journalisten geführt.


Alumni-Nachbetreuungsmaßnahme

Alumni-Nachbetreuungsmaßnahme: Globalisation, Religion, and the Media in the Islamic World: The Impact of Cultural Transformation and the Mobilization of the Masses (4. bis 5. sowie vom 8. bis 9. Oktober 2002).

Kurzbeschreibung

Die Fachseminare „Globalisation, Religion, and the Media in the Islamic World“ wurden vom 4. bis 5. sowie vom 8. bis 9. Oktober 2002 in den indonesischen Metropolen Bandung und Yogyakarta durchgeführt. Ausgerichtet wurden die Alumni-Seminare vom FG Medienwissenschaft am IfMK der TU Ilmenau in Zusammenarbeit mit der islamischen Universität Bandung, der katholischen Atma Jaya Universität Yogyakarta sowie dem indonesischen Verband deutscher Alumni.

Beide Seminare wurden von jeweils etwa 120 Teilnehmern besucht. In den Beiträgen der Referenten ging es um die Beziehungen zwischen Globalisierung, Religion und der gesellschaftlichen Rolle der Medien.