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Kuburi, Bishara Shettima;
The Boko Haram Insurgency as media event: a comparative analysis of “Daily Trust” (Nigeria), and “Daily Mail” (Great Britain). - Ilmenau. - 110 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Masterarbeit 2024

Die Untersuchung konzentrierte sich auf die nuancierten Medienberichte über die Entführung von Schülerinnen während des Boko-Haram-Aufstands und untersuchte die Berichterstattung von Daily Trust Nigeria und Daily Mail UK von 2014 bis 2017. Anhand eines umfassenden Kodierungsschemas wurden in der Studie vier zentrale Themen identifiziert: Bürgerengagement und soziale Verantwortung, Medieneinfluss, Lösungsstrategie und Auswirkungen der Transformation. Die kritische vergleichende Analyse zeigt unterschiedliche kulturelle Perspektiven auf, wobei Daily Trust ein gemeinschaftliches Verantwortungsgefühl und Solidarität widerspiegelt, während Daily Mail eine breitere globale Perspektive einnimmt. Die theoretischen Implikationen unterstreichen die Bedeutung des kulturellen Kontexts für die Gestaltung der Medienerzählung. Die Studie unterstreicht die Notwendigkeit von Medienkompetenzprogrammen, kulturübergreifenden Kommunikationsstrategien und ethischen Richtlinien für die Berichterstattung. Für die weitere Forschung bieten sich Längsschnittanalysen, eingehende kulturelle Untersuchungen und vergleichende Studien mit anderen globalen Ereignissen an. Die praktischen Auswirkungen der Studie erstrecken sich auf Strategien für das Engagement in den sozialen Medien, auf politische Reaktionen auf internationale Angelegenheiten und auf die Entwicklung von Richtlinien für die ethische Berichterstattung für Medienschaffende. Die Studie bietet ein grundlegendes Verständnis des Medienframings bei globalen Ereignissen, einen wertvollen Rahmen für künftige Studien und umsetzbare Erkenntnisse für Medienfachleute und politische Entscheidungsträger, die sich mit den Feinheiten der heutigen Medienlandschaft auseinandersetzen.



Stäbler, Analena;
The Covid 19 pandemic has gone viral: government communication on Instagram during the Covid 19 pandemic in Australia and New Zealand. - Ilmenau. - 136 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Masterarbeit 2024

In dieser Arbeit wurde die Kommunikation der Regierungen / Gesundheitsorganisationen von Neuseeland (NZ) und Australien (AUS) auf Instagram während der Covid 19 Pandemie analysiert. Unter Verwendung des CERC-Modells und des HBM wurde untersucht, wie diese von 04/2020 bis 03/2023 kommunizierten und wie die Zielgruppe dies wahrnahm. Dazu wurde eine quantitative Inhaltsanalyse mit einer Stichprobe von 1.490 Beiträgen der Konten uniteagainstcovid19 und healthgovau und 3.294 Kommentaren durchgeführt. Analysiert wurde, inwieweit die Kommunikation den phasenspezifischen Regeln des CERC entspricht, ob diese Phasen identifiziert werden können und inwieweit sich die Kommunikation von NZ und AUS unterscheidet. Auch wurde betrachtet, ob die phasenspezifische Kommunikation von den Covid 19-Fallzahlen oder dem zeitlichen Verlauf abhängig ist. Weiter wurden die Reaktionen der Rezipienten in Form der Tonalität der Kommentare, sowie dem Vorhandensein der HBM-Konstrukte, untersucht. NZ und AUS veröffentlichten mehrheitlich Inhalte zu Covid 19 Statistiken und Maßnahmen zur Pandemieeindämmung. Sie kommunizierten am meisten über die CERC-Variable ‘Promotion of action’, wenig hingegen über ‘Expression of empathy’, ‘Encouragement of public support’, ‘Reminders and vigilance’, ‘Discussion of failures’ und ‘Rumours and Misinformation’. Eine statistisch signifikante Korrelation zwischen den CERC-Variablen und den Kommunikatoren wurde für jede Variable außer ‘Rumours and misinformation’ festgestellt. NZ kommunizierte übereinstimmender mit den Phasen als AUS. Eine Abhängigkeit der Phasenkommunikation von der Zeit konnte für NZ für Phase vier festgestellt werden, für die Fallzahlen zeigte sich eine Abhängigkeit für Phasen zwei und vier von NZ. Das Engagement der Rezipienten war gering und die Tonalität der Kommentare häufte sich in der neutralen Mitte der Skala, mit negativem Trend. Es zeigte sich ein signifikanter Zusammenhang zwischen Zeit und durchschnittlicher Tonalität für AUS und NZ. Die Analyse der HBM-Variablen zeigte, dass sich die Kommentatoren aus NZ als anfälliger für Covid 19 sehen, es eher als eine gefährliche Krankheit betrachten und Maßnahmen eher als Vorteile sehen, wohingegen jene aus AUS die Maßnahmen eher als Hindernisse einstuften. Es wurde eine statistisch signifikante Korrelation zwischen allen vier HBM-Variablen und beiden Kommentatorengruppen gefunden.



Odelola, Peace Deborah ;
The Covid-19 vaccination campaign in the UK and Nigeria news media : a comparison analysis. - Ilmenau. - 76 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Masterarbeit 2023

Die COVID-19-Pandemie begann Ende 2019 und eskalierte im Jahr 2020. Sie stellte ein großes Problem für die Gesundheit der globalen Gesellschaft dar. Da es sich um ein neues Virus handelte und mehrere Mutationen auftraten, war es eine große Herausforderung, die Ausbreitung des Virus einzudämmen und die Gesundheitssituation der Menschen zu verbessern. Die Einführung des COVID-19-Impfstoffs während des Höhepunkts der Pandemie war jedoch ein großer Durchbruch für die Gesundheitszentren, da sie darin eine Lösung sahen, um den Zustrom von Kranken und Infizierten in die Krankenhäuser zu verringern. Ungeachtet der Tatsache, dass die Einführung des Impfstoffs darauf abzielte, die Ansteckung mit dem Virus zu verhindern, zögerten viele Menschen, den Impfstoff anzunehmen. Dies war auf einige Faktoren wie mangelndes Vertrauen in die Menschen oder Fehlinformationen zurückzuführen. Die Medien spielen in diesem Fall eine wichtige Rolle bei der Lösung des Problems der Fehlkommunikation und Fehlinformation in der Bevölkerung, da sie die Fähigkeit haben, die Wahrnehmung der Menschen zu verändern. Anhand einer Fallstudie über das Vereinigte Königreich und Nigeria soll in dieser Arbeit die Rolle der Medien bei der COVID-19-Impfkampagne bewertet werden. Konkret wurde eine vergleichende Studie zwischen den britischen und nigerianischen Printmedien durchgeführt, um die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der COVID-19-Impfkampagne zu ermitteln. Für die Untersuchung wurden Frames aus der Framing-Theorie verwendet, und es wurde eine quantitative Analyse von insgesamt 380 Zeitungsquellen aus dem Vereinigten Königreich (The Guardian und The Sun) und Nigeria (The Nation und The Sun) durchgeführt. Die Ergebnisse zeigten, dass in den britischen Printmedien die Frames Verantwortungszuschreibung, Hoffnung und wirtschaftliche Folgen dominierten, während in Nigeria die Frames Hoffnung, Verantwortungszuschreibung und menschliches Interesse am stärksten vertreten waren. Die Studie zeigt daher, welche wichtige Rolle die Medien bei der Verbreitung von Informationen an die Öffentlichkeit und bei der Meinungsbildung in der Bevölkerung spielen, insbesondere in Zeiten der Gesundheitskrise.



Halder, Victoria;
Die politischen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in der Kritik : eine systematische Analyse alternativer, deutschsprachiger Online-Medien. - Ilmenau. - 88 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2023

Das Jahr 2020 ist von dem Ausbruch eines neuartigen Corona-Virus geprägt und konfrontiert Politik, Wissenschaft und auch die Medienlandschaft mit einer völlig fremden und dynamischen Situation. Als Nachrichtenvermittler politischer Informationen an die Bevölkerung nehmen Medien besonders in Krisensituation wie dieser eine wichtige Rolle ein. Sie ist dafür verantwortlich, auf die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen aufmerksam zu machen, ohne dabei Panik auszulösen. Während journalistische Medien versucht haben, sich dieser Herausforderung zu stellen, folgten alternative Medien einer anderen Strategie, um auf das COVID-19-Virus aufmerksam zu machen, und wurden schnell verdächtigt, Desinformationen und Verschwörungstheorien zu verbreiten. Ziel der vorliegenden Bachelorarbeit ist es zum einen, die alternative Berichterstattung am Beispiel der Corona-Impfkampagne auf themenspezifische Medien-Frames zu untersuchen. Zum anderen wird der Frage nachgegangen, inwiefern Alternativmedien im Vergleich zu journalistischen Medien bestimmte Qualitätsmerkmale berücksichtigen. Um dies zu untersuchen, wird eine quantitative Inhaltsanalyse sowie eine induktiv-quantitative Frame-Analyse durchgeführt. Die Untersuchung hat dabei zwei themenspezifische Frames identifiziert, die am Ende der Bachelorarbeit präsentiert werden. Außerdem konnte festgestellt werden, dass Qualitätsmerkmale in der alternativen Berichterstattung keine bedeutende Rolle einnehmen.



Musselmann, Laetizia;
Das Hochwasser im Ahrtal 2021 als Medienereignis. Ein Vergleich der Berichterstattung regionaler und überregionaler Tageszeitungen. - Ilmenau. - 118 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2023

Das Hochwasser im Ahrtal 2021 verursachte nicht nur verheerende Schäden, sondern auch eine hohe Medienaufmerksamkeit. Zum aktuellen Zeitpunkt dieser Arbeit liegt jedoch noch keine kommunikationswissenschaftliche Forschung zu diesem Ereignis vor. Aus diesem Grund wird in dieser Bachelorarbeit die Berichterstattung über das Ereignis in den ersten sechs Wochen nach der Flutnacht am 15.07.2021 näher untersucht. Es werden Artikel aus zwei regionalen Tageszeitungen, General-Anzeiger und Rhein-Zeitung und zwei überregionalen Tageszeitungen, Frankfurter Allgemeine Zeitung und Süddeutsche Zeitung, betrachtet. Diese regionale Differenzierung schließt eine in Studien zur Medienberichterstattung über Naturkatastrophen erwähnte Forschungslücke. Grundlage dieser Bachelorarbeit bildet die Framing Theorie nach Entman aus dem Jahr 1993 und die durch Coombs 2007 vorgestellte Situational Crisis Communication Theory. Letztere wird zur Betrachtung des Krisenmanagements in der Medienberichterstattung genutzt. Aufbauend auf der Framing Theorie enthält das für diese Studie entwickelte quantitative Codebuch die vier Frameelemente und orientiert sich bei den Kategorien zum Krisenmanagement an der Studie von Schwarz aus dem Jahr 2014. Die codierten Variablen werden mit Hilfe der hierarchischen Clusteranalyse zu Frames zusammengefasst und anschließend für die allgemeine Berichterstattung sowie die regionaldifferenzierte Berichterstattung analysiert. Die Studie ergibt, dass sich die Frames in den regionalen und überregionalen Tageszeitungen in mehreren Punkten unterscheiden, sich aber dennoch zu allgemeingültigen Frames zusammenfassen lassen. Die Betrachtung des Krisenmanagements zeigt auf, dass die regionale Berichterstattung negativer berichtet als die überregionalen Tageszeitungen. Generell erschließt diese Arbeit das Hochwasser im Ahrtal 2021 auf kommunikationswissenschaftlicher Ebene und gibt Einblicke in die Themen der Berichterstattung und der Bewertung des Krisenmanagements.



Cao, Luyao;
Covering the disappearance of Malaysia Airlines flight 370: a comparative analysis of selected news media from China, Malaysia and Australia. - Ilmenau. - 117 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Masterarbeit 2023

Diese Studie untersucht die Medienberichterstattung über das Verschwinden des Malaysia Airlines MH370-Fluges in den Medien von drei verschiedenen Ländern: Malaysia, China und Australien. Der Autor verwendete eine Kombination aus unüberwachtem maschinellem Lernen und manueller Kodierung, um eine quantitative Inhaltsanalyse der Medienberichterstattung durchzuführen. Ziel war es, die Rahmung, die Absicht, die Verwendung von visuellem Inhalt und das Clustering in der Medienberichterstattung über den Vorfall des Malaysia Airlines MH370 zu verstehen. Die Forschung zeigt Unterschiede in der Medienberichterstattung zwischen diesen Ländern auf und bietet Einblicke in mögliche zugrunde liegende Gründe für diese Unterschiede. Darüber hinaus liefert diese Studie Empfehlungen und Anregungen für zukünftige Forschungsrichtungen, um das Verständnis der Medienberichterstattung zu vertiefen.



Haak, Friedrich Leonard;
COVID-19 in der Bundespressekonferenz: Interrelationen von Politik, Behörden und Journalismus während der Pandemie. - Ilmenau. - 102 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2023

Im Rahmen der vorliegenden Abschlussarbeit mit dem Titel „COVID-19 in der Bundespressekonferenz: Interrelationen von Politik, Behörden und Journalismus“ wird eine Untersuchung über die Beziehung zwischen Journalismus und Öffentlichkeitsarbeit sowie über die Krisenkommunikation der Bundesregierung durchgeführt. Diese Untersuchung erfolgt anhand von fünf Pressekonferenzen der Bundespressekonferenz, die sich mit dem Thema der COVID-19-Pandemie befassen. Auf Grundlage der Zusammenfassung des Forschungsstandes und der theoretischen Grundlage zum Thema wird eine qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring mittels eines eigens entwickelten Kategoriensystems angewandt. Dieses System basiert auf den theoretischen Grundlagen des Intereffikationsmodells, der Situational Crisis Communication Theory (SCCT), der Crisis and Emergency Risk Communication (CERC) sowie des IDEA-Modells. Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass sich Intereffikationen in Form von Induktionen und Adaptionen von Journalisten und Vertretern der Bundesregierung auf der Sachebene, zeitlichen Ebene und psychisch-sozialen Ebene des Intereffikationsmodells in Pressekonferenzen der Bundespressekonferenz beobachten lassen. Die Krisenkommunikation der Bundesregierung in Pressekonferenzen der Bundespressekonferenz kann anhand der Ergebnisse als ambivalent bis leicht positiv bewertet werden. So werden die Grundsätze der CERC „be credible“, „express empathy“, „promote action“ und „show respect“ und des IDEA-Modells „Internalization“, „Explanation“ und „Action“ größtenteils bei der Gestaltung der Krisenkommunikation umgesetzt. Auch werden empfohlene Krisenkommunikationsstrategien des SCCT von der Bundesregierung eingesetzt. Teilweise ist die Anwendung der Grundsätze und Strategien jedoch nicht vollständig akkurat an den Empfehlungen der Theorien ausgerichtet oder widersprechen diesen vollkommen. Durch Limitationen und Probleme bei der Untersuchung wird die Aussagekraft der Studie jedoch limitiert und bietet Möglichkeiten für weiterführende Untersuchungen.



Fistikci, Aycan;
Coverage of Syrian refugees in Turkish national media : a quantitative frame analysis of the Newspapers Hürriyet, Sabah, and Sözcü (2015-2022). - Ilmenau. - 78 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Masterarbeit 2023

Zusammenfassung: [Einleitung] Die syrische Flüchtlingskrise ist eine der drängendsten Herausforderungen, mit denen die heutige Welt konfrontiert ist, und hat weitreichende humanitäre, politische und soziale Auswirkungen. Ein Verständnis des Framings der Medien zu diesem komplexen Thema ist von entscheidender Bedeutung, da die Darstellungen in den Medien einen erheblichen Einfluss auf die öffentliche Wahrnehmung und politische Entscheidungen haben können. Durch die Analyse der Prävalenz und des Tons der in Nachrichtenartikeln verwendeten Frames trägt diese Untersuchung zum breiteren Diskurs über die Darstellung von Flüchtlingen in den Medien bei und liefert wertvolle Einblicke in die Rolle der Medien bei der Bildung der öffentlichen Meinung und Einstellung. [Ziel] Das Ziel dieser Studie ist es, die Prävalenz und den Ton der in den türkischen Medien verwendeten Frames zur Darstellung der syrischen Flüchtlingskrise zu untersuchen, die Rolle der Nachrichtenmedien zu beleuchten und Unterschiede und Ähnlichkeiten zwischen den Zeitungen zu identifizieren. [Theoretischer Rahmen] Diese Studie stützt sich auf die Theorie des themenspezifischen Framings, die davon ausgeht, dass die Medienberichterstattung über ein bestimmtes Thema, wie z. B. die syrische Flüchtlingskrise, von einer Vielzahl von Frames beeinflusst wird, die die Art und Weise, wie das Thema dem Publikum präsentiert wird, prägen. Im Kontext dieser Studie bietet die Theorie der themenspezifischen Frames einen Blickwinkel, durch den untersucht werden kann, wie die türkischen Medien die syrischen Flüchtlinge darstellen, indem sie bestimmte Aspekte der Krise betonen und andere herunterspielen oder auslassen. [Methodik] Es wurde eine manuelle quantitative Inhaltsanalyse von 800 Zeitungsartikeln aus drei verschiedenen Zeitungen durchgeführt. Der Stichprobenzeitraum erstreckte sich von 2015 bis 2022. Zu den Nachrichtenorganisationen gehörten: Hürriyet, Sabah und Sözcü. Um den Ton der Nachrichten zu bestimmen, wurde eine Stimmungsanalyse durchgeführt. [Ergebnisse] Das häufigste Thema in allen Zeitungen war "Verteilung der politischen Verantwortung zwischen der Türkei und der EU". Während sowohl Hürriyet als auch Sabah eine regierungsfreundliche Haltung einnahmen und den Erfolg und die Großzügigkeit der Türkei bei der Hilfe für syrische Flüchtlinge betonten, stellte Hürriyet diese auch als Quelle von Kriminalität und Konflikten dar. Im Gegensatz dazu schlug Sözcü einen kritischeren Ton an, indem es die türkische Einwanderungspolitik als Fehlschlag darstellte und die syrischen Flüchtlinge in Bezug auf Wirtschaft und Sicherheit negativer darstellte. [Ausblick] Für zukünftige Forschungen ist es wichtig, den Umfang der Studie zu erweitern, indem mehr Zeitungen und Medien einbezogen werden, um ein umfassendes Verständnis des Framings syrischer Flüchtlinge in der türkischen Medienlandschaft zu gewinnen. Darüber hinaus könnten tiefere Einblicke auch durch medienübergreifende Vergleiche, Längsschnittstudien und qualitative Ansätze gewonnen werden. Außerdem könnte die Untersuchung der Rolle von Social-Media-Plattformen bei der Gestaltung der öffentlichen Wahrnehmung und Einstellung gegenüber syrischen Flüchtlingen wertvolle Erkenntnisse liefern. Stichworte: Syrische Flüchtlinge, manuelle quantitative Inhaltsanalyse, Stimmungsanalyse, Zeitungen, türkische Medien, themenspezifisches Framing, humanitäre Krise



Lorey, Annika Chantelle;
Die Kommunikation der deutschen, britischen und amerikanischen Regierung über Covid-19-Impfungen auf Twitte : eine vergleichende Medieninhaltsanalyse der Tweets von RegSprecher, GOVUK und WhiteHouse. - Ilmenau. - 101 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2023

Einleitung: Vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Kommunikation der Co-vid-19-Impfungen der Twitter Kanäle der deutschen (RegSprecher), britischen (@GOVUK) und amerikanischen (@WhiteHouse) Regierungen. Forschungsziele: Aufbauend auf der Theorie des IDEA Models von Sellnow et al. (2010, 2011, 2013) wurden Tweets der Regierungskanäle hinsichtlich der Impfkommunikation und dem Einsatz verschiedener Kommunikationselemente verglichen (F1). Anhand des Second-Level-Agenda-Setting-Ansatzes wurde der Zusammenhang der Art und Weise der Berichterstattung und der Impfschwerpunktsetzung untersucht (F2). Methode: Den Untersuchungsgegenstand bilden N = 1.362 Tweets, die innerhalb des Untersuchungszeitraums vom 01.11.2020 - 30.09.2021 auf den drei Regierungskanälen einer quantitativen Medieninhaltsanalyse unterzogen wurden. In einem Codebuch wurden 16 Kategorien entwickelt, deren Reliabilitäten in zwei Pretests geprüft wurden (Cohen's Kappa Koeffizienten ≥ .63). Durch die Statistik- und Analyse-Software SPSS wurde eine deskriptiv- und inferenzstatistische Datenanalyse (Häufigkeiten, Chi-Quadrat-Tests, Eta-Tests) vollzogen. Ergebnisse: Je mehr die Impfung thematisiert wurde, desto mehr Quellen wurden von den Regierungen miteinbezogen, im Zeitverlauf der Covid-19-Pandemie wurde die Impfung jedoch nicht mit zunehmender Häufigkeit thematisiert. Wurde die Impfung thematisiert, dann gaben die Kanäle signifikant mehr Impf-Handlungsaufforderungen. Schlussfolgerung: Während alle Kanäle verschiedene IDEA Elemente in ihre Posting-Aktivität miteinbezogen, stach besonders die unterschiedliche Schwerpunktsetzung der Impfung hervor. Mithilfe qualitativer Befragungen soll zukünftig noch weiter an der Informationsvermittlung in Gesundheitskrisen geforscht werden. Schlagwörter: Medieninhaltsanalyse, Covid-19-Impfungen, Regierungskommunikation 



Simon, Nicklas;
Wie gehen Journalist:innen mit Kritik an ihrer Arbeit um? : eine qualitative Befragung von Journalist:innen in Mitteldeutschland. - Ilmenau. - 92 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2023

Journalist:innen sind täglich mit Kritik konfrontiert. Sie äußert sich direkt oder indirekt, intern (auf Redaktionsebene) sowie extern (von Seiten des Publikums) und reicht von einer sachlichen bis zu einer destruktiven Ebene. In dieser Studie wurden fünf Personen aus einem mitteldeutschen Medienunternehmen in einer qualitativen Untersuchung befragt, wie sie beziehungsweise wie Journalist:innen mit Kritik an ihrer Arbeit umgehen. Dafür wurde mittels Leitfadeninterview erhoben, welche Wahrnehmung von Kritik die Befragten haben, welche Einflüsse sie feststellen und mit welchen Gegenmaßnahmen der Kritik begegnet werden soll. Nach den Ergebnissen richtet sich Kritik sowohl gegen Journalist:innen, gegen den Journalismus selbst sowie gegen Medien. Sie ist auch Ausdruck eines Vertrauensverlustes in Medien und Journalismus. Dieser Verlust entsteht unter anderem durch Intransparenz und Qualitätsdefizite im Journalismus. Um Vertrauen zu erhalten und zu stärken, wird Wert auf mehr Transparenz gelegt. Zudem nehmen Journalist:innen in Mitteldeutschland Kritik als etwas Konstruktives wahr, um ihr Programm und die Berichterstattung auch nach Publikumsinteressen zu gestalten.




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