
Anna-Maria Matz
Teamassistenz
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alle absolvierten Dissertationsarbeiten finden Sie hier.
Dissertationsprojekt, Johanna Radechovsky
Fehl- und Desinformation im digitalen Zeitalter: Wahrnehmung, Folgen, Gegenmaßnahmen
Soziale Medien gelten inzwischen als zentrale Infrastruktur des öffentlichen und politischen Diskurse, sind jedoch gleichzeitig eine treibende Kraft hinter der wachsenden Verbreitung von Fehl- und Desinformation. Ebenso wie journalistische und behördliche Akteur:innen arbeitet auch die Forschung die daraus entstehenden und anhaltenden Problemstellungen nur mit deutlichem Rückstand auf. Ziel der Dissertationsarbeit ist es, das dynamische und komplexe Themenfeld rund um Fehlinformation, Kommunikatoren und Rezipienten und seine Wirkungszusammenhänge aus theoretischer, empirischer und praxisorientierter Perspektive zu beleuchten und sowohl für die Forschung als auch für das journalistische Berufsfeld relevant und nachhaltig aufzuarbeiten.
Dissertationsprojekt, Francis Alpers
Die mediale Konstruktion wissenschaftlicher Expertise während der Berichterstattung über die COVID-19-Pandemie
Journalist*innen sind in ihrer täglichen Arbeit insbesondere bei vielschichtigen und komplexen Themen wie der COVID-19-Pandemie auf wissenschaftliche Expertenquellen angewiesen, da ihnen selbst das notwendige Fachwissen auf den jeweiligen Gebieten fehlt. Wissenschaftliche Expertenquellen erfüllen neben der inhaltlichen Gestaltung jedoch auch stilistische Funktionen – sie vermitteln Seriosität, Glaubwürdigkeit und Objektivität und erhöhen dadurch nicht zuletzt die wahrgenommene Professionalität des journalistischen Medienangebots. Sie spielen damit eine entscheidende Rolle bei der Frage, inwiefern die Berichterstattung die Wahrnehmung gesundheitsbezogener Risiken und Gegenmaßnahmen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie prägt. Die Dissertation setzt hier an, indem sie näher untersucht, wie (oder ob überhaupt) die Expertise der zitierten Wissenschaftler*innen legitimiert und konstruiert wird. Hierfür werden Nachrichtenartikel von Online-Tagesmedien aus insgesamt sieben US-amerikanischen und europäischen Ländern miteinander verglichen.
Dissertationsprojekt, Suay Ceren Atay
Künstliche Intelligenz in der Risiko- und Krisenkommunikation – Eine Multimethodenstudie
Dieses Dissertationsprojekt zielt darauf ab, die Einbeziehung von künstlicher Intelligenz in die Risiko- und Krisenkommunikation zu erforschen, um die Effizienz der im Krisenmanagement eingesetzten Strategien zu verbessern. Daher soll durch einen gemischten Ansatz herausgefunden werden, wie KI die Reaktionszeit, die Genauigkeit und die Einbeziehung der Stakeholder während einer Krise verbessern kann. KI hat das Potenzial, das Krisenmanagement durch die Analyse von Echtzeitdaten, die Erstellung von Prognosemodellen und die Bereitstellung automatisierter Kommunikationswerkzeuge zu verändern, um Fehlinformationen zu reduzieren, die Ressourcennutzung zu optimieren und die Widerstandsfähigkeit von Organisationen zu erhöhen. Die Forschungsarbeit identifiziert die Vorteile und Herausforderungen einer solchen Integration und liefert somit Best Practices für politische Entscheidungsträger und Kommunikationsfachleute zur Verbesserung der Reaktion auf Krisen. Die Ergebnisse dieser Dissertation sollen einen theoretischen und praktischen Beitrag zur Entwicklung, Abstimmung und weiteren Verbesserung von KI-Tools leisten, die unter realen Bedingungen entwickelt und eingesetzt werden.