Student Theses by Electronic Measurements and Signal Processing Research GroupStudent Theses by Electronic Measurements and Signal Processing Research Group

Student Theses

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Erstellt: Sun, 14 Jul 2024 21:24:07 +0200 in 0.0551 sec


Schaake, Christian;
Entwicklung eines "on-Die"-Messverfahrens zur thermischen Charakterisierung von gehäusten integrierten Schaltungen. - Ilmenau. - 67 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Diplomarbeit 2024

Eine genaue Kenntnis der on-Die Chip Temperatur ist heutzutage ein unverzichtbarer Bestandteil jeder Chip Temperatur-Regelung und Schutz-Schaltung. Die präzise Messung der Temperatur im Chip, das damit einhergehende Lokalisieren von Hotspot Regionen und eine angemessene Kühlstrategie bestimmen maßgeblich die maximal mögliche Performance sowie die Zuverlässigkeit des ICs und minimieren seine Leistungsaufnahme. Im Rahmen der vorliegenden Diplomarbeit ist es das Ziel, ein neues on-Die Messverfahren zur thermischen Charakterisierung von gehäusten integrierten Schaltungen zu entwickeln und dieses vorzustellen. Zunächst wird ein kurzer Überblick über die verschiedenen Arten der Temperaturmessung in elektrischen Schaltungen gegeben. Mit dieser Arbeit wird gezeigt, welche Überlegungen und Schritte beim Entwurf eines on-Die Temperatur-Messverfahrens notwendig sind, welche Probleme auftreten und wie daraus ein fertiges funktionierendes Messsystem für einen integrierten Schaltkreis nachträglich implementiert werden kann, ohne explizit Temperatursensoren beim IC-Design vorzusehen. Die beim Entwurf und der späteren Messung aufgetretenen Probleme hinsichtlich der Software-Ansteuerung, des Messaufbaus und der Messabweichungen werden diskutiert und mittels Parallelisierung von Softwareteilen, Signal-Aufbereitungsschritten, Kalibrierung und Regressionsanalysen der Messdaten Lösungen aufgezeigt. Es folgen ein Ausblick und Ansatzpunkte, welche in späteren Arbeiten weitergehend betrachtet werden können. Die Arbeit stellt anhand des entworfenen Systems eine neue Messmethode vor, wie eine präzise on-Die Messung zur Erfassung der intrinsischen Temperatur für eine Vielzahl von verschiedenen Chips einfach umgesetzt bzw. nachträglich implementiert werden kann. Zur Validierung der Messergebnisse der ESD-Dioden Messung wurde eine Vergleichsmessung mit Hilfe einer Widerstandsmessung realisiert und eine Simulation des Temperaturverhaltens des Messobjekts durchgeführt. Am Ende der Arbeit steht ein fertiger, voll funktionsfähiger Messaufbau, welcher eine automatische Charakterisierung der eingangsseitigen ESD-Dioden ermöglicht. Mit Hilfe des aufgenommenen Dioden-Verhaltens kann die on-Die Chip Temperatur (im Betrieb des Chips) über eine Spannungsmessung von außen gemessen werden.



Bodla, Chakravarthy;
Characterization and optimization of amplifier circuits on silicon carbide (4H-SiC). - Ilmenau. - 60 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Masterarbeit 2024

Im Bereich der Sensoren und mikroelektronischen Schaltungen hat sich Siliziumkarbid (4H-SiC) als vielversprechend erwiesen, insbesondere für Anwendungen, die hohe Temperaturen und extreme Umweltbedingungen erfordern. Diese Studie befasst sich mit der Charakterisierung und Optimierung von Verstärkerschaltungen auf Siliziumkarbid mit dem Ziel, die Leistung integrierter Schaltungen zu verbessern. Sie umfasst den Entwurf von Operationsverstärkern unter Verwendung von Differenzverstärkerstufen, Stromquellen und wesentlichen Standard-Verstärkerschaltungen. In der Anfangsphase der Studie werden bestehende SiC-Schaltungen über einen breiten Temperaturbereich gemessen und charakterisiert. Anschließend werden diese Schaltungen auf einem 2-Mikrometer-Technologieknoten mit Cadence Virtuoso simuliert und mit am Fraunhofer IISB erstellten Schaltungen verglichen. Ziel dieser Arbeit ist es, die Nutzung der Technologie zu beweisen und die möglichen Änderungen und Verbesserungen aufzuzeigen, die durch diese Technologie erreicht werden können. Diese Arbeit unterstützt die Entwicklung von 4H-SiC-Elektronik für den Einsatz in Hochtemperaturund rauen Umgebungen.



Frotscher, Sven;
Analysis and implementation of an AGC for FPGAs based on ADC values. - Ilmenau. - 70 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Diplomarbeit 2024

Diese Arbeit untersucht Automatic-Gain-Control-Strukturen (AGC-Strukturen) für Field Programmable Gate Arrays (FPGAs) in Software-Defined-Radio-Systemen (SDR-Systemen), mit besonderem Augenmerk auf solche, die beim Multiple Input Multiple Output (MIMO) Channel Sounding zur Anwendung kommen. In der Vergangenheit wurden verschiedenste Algorithmen erarbeitet, welche eine AGC auf einem FPGA implementieren [1]–[3]. Im Rahmen dieser Arbeit wurde ein High-Level-Framework zur Simulation dieser Algorithmen entwickelt. Die Leistungsfähigkeit der Algorithmen wurde bewertet und der Algorithmus aus [2] für die Implementierung in einer Hardwarebeschreibungssprache ausgewählt. Dieser entwickelte IP-Core wurde in ein bestehendes AGC-Design integriert und die Ergebnisse der implementierten AGC mit denen der High-Level-Simulation verglichen, um die Implementation zu verifizieren.



Ahmed, Nader;
Investigation of wear development and force measurement in the punching tool of the punching machine. - Ilmenau. - 92 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Bachelorarbeit 2024

Diese Bachelorarbeit untersucht die transformierenden Veränderungen von Industrie 4.0 und konzentriert sich darauf, wie die Digitalisierung die Automatisierung, Prozessüberwachung und Qualitätsicherung verbessern kann. Die Integration von Sensoren und optischen Qualitätssystemen in Maschinen und Werkzeuge spielt eine entscheidende Rolle in diesem technologischen Fortschritt. Das Ziel dieser Studie ist es, ein umfassendes Setup zu implementieren, um die von Scherschneidstempeln ausgeübten Kräfte zu messen und den Verschleiß der Stempelschneiden in einer Produktionsmaschine für Sicherungsklammern für fischer-Anker zu überwachen. Hauptziele sind die Auswahl und Bereitstellung geeigneter Sensoren sowie deren nahtlose Integration in ein vorhandenes Werkzeug. Nach erfolgreicher Implementierung werden die aufgezeichneten Messdaten analysiert, um die Wirksamkeit bei der Identifizierung von Verschleißmustern der Scherschneidstempel und der Herstellung von Korrelationen mit der Lebensdauer der Werkzeuge zu bewerten. Dieser interdisziplinäre Ansatz trägt zur Diskussion über fortschrittliche Fertigungsmethoden bei und bietet Einblicke in die Verschleißdynamik zur Optimierung von Werkzeugdesign, Verbesserung von Wartungsprotokollen und Steigerung der Effizienz im Stanzprozess. Diese Analyse markiert einen bedeutenden Schritt zur Nutzung von Digitalisierung und Sensortechnologien für die Weiterentwicklung der Qualitätskontrollpraktiken in modernen Fertigungsparadigmen.



Naviliat, Joel;
In texture memory cubic B-splines for rapid beam-pattern interpolation. - Ilmenau. - 54 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Diplomarbeit 2024

Bei Anwendungen in der Funkkanalschätzung und -modellierung benötigt man eine kontinuierliche Beschreibung der Antennencharakteristik (das so genannte Beam-pattern), das rechnerisch effizient und akkurat sein sollte. Als Alternative zu einer analytischen Beschreibung von komplexen Antennen (die schwierig zu beschaffen und auszuwerten ist) wird eine Beschreibung auf der Grundlage von Kalibrierungsmessungen der Antenne verwendet. Ein bestehender Ansatz, die Effective Aperture Distribution Function (EADF), verwendet eine rechenintensive auf der Discrete Fourier Transform (DFT) basierende Interpolation der Messdaten. Durch die Anwendung der kontinuierlichen inversen 2D DFT auf die Apertur der Antenne, kann die EADF eine perfekte Rekonstruktion der räumlich bandbegrenzten Beam-pattern Messdaten erhalten. Diese Arbeit stellt eine schnellere Interpolationsmethode vor, wobei die Genauigkeit der Interpolation nicht beeinträchtigt wird. Eine kubische B-Spline-Interpolation wird durch hardwarebeschleunigte lineare Interpolation auf der Graphics Processing Unit (GPU) implementiert. Die GPU-Implementierung ist in CUDA mit einer Python-Schnittstelle realisiert und nutzt den hochleistungsfähigen Texturspeicher. Unter gleichen Bedingungen ist die vorgeschlagene Implementierung mehr als zehnmal schneller als eine vergleichbare Implementierung der EADF. Der Mean Squared Relative Error (MSRE) im Falle der kubischen Interpolation beträgt etwa -79,3 dB, was unterhalb der inhärenten Fehler von Antennen Kalibrierungsmessung liegt. Die Genauigkeit jeglicher Interpolation ist immer noch durch die fehlerbehafteten Messdaten begrenzt, daher kann die rechnerisch einfachere kubische Interpolation ohne Beeinträchtigung der Modellgenauigkeit verwendet werden. Darüber hinaus erfordert die kubische im Vergleich zur DFT-basierten Interpolation nur eine konstante Anzahl von Messpunkten für jeden interpolierten Wert und ist somit unabhängig gegenüber Antennen mit größerer Apertur.



Bombey, Ronald Kahwoeup;
Wave field synthesis methods for non-uniform antenna distributions. - Ilmenau. - 80 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Masterarbeit 2024

Angesichts der schnell wachsenden Anforderungen an höheren Datenraten und Zuverlässigkeit mobiler Kommunikationssysteme erfordern MIMO-Geräte umfangreiche Tests, um sicherzustellen, dass sie die Anforderungen der Standards erfüllen, für die sie entwickelt wurden. Es wird deutlich, dass für diese Tests effiziente und kostengünstige Methoden eingesetzt werden müssen. Derzeit werden unter anderem Tests mit elektrischer Verbindung, Radiated Two-Stage (RTS) und Wave Field Synthesis (WFS) eingesetzt. Ziel dieser Arbeit ist es, die Möglichkeit der Verwendung ungleichmäßiger Antennenverteilungen in der WFS-Methode zu untersuchen, um die Auswirkungen der Verwendung hoher Frequenzen während Tests abzuschwächen. Darüber hinaus sollte auch die Kapazität der in der Facility for Over-The-Air Research and Testing (FORTE) des FraunhoferInstituts für Integrierte Schaltungen (IIS) vorhandenen Hardware für die Durchführung von WFS bei Frequenzen bis zu 6 GHz überprüft werden, da bisher nur Frequenzen unter 3 GHz Verwendung fanden. Bevor auf die Diskussionen über das Hauptziel der Arbeit eingegangen wird, werden Hintergrundinformationen zur Theorie, zum Stand der Technik und zur Hardware von WFS vorgestellt, begleitet von Simulationen. Von dort aus wird die WFS-Hardware bei FORTE vorgestellt und auch deren Leistung für Frequenzen bis 6 GHz untersucht. Eine ungleichmäßige 2D-Verteilung von Antennen basierend auf der Verteilung der aus dem Kanalmodell erhaltenen Direction of Arrival (DoA)-Winkel wird vorgeschlagen, ihre Leistung während Wave Field Synthesis (WFS) simuliert und mit einer gleichmäßigen Antennenverteilung verglichen. Außerdem werden praktische WFS-Experimente mit der bei Facility for Over The-Air Research and Testing (FORTE) vorhandenen Hardware sowohl bei 1 GHz als auch bei 5,6 GHz durchgeführt, um die Leistung des Systems bei höheren Frequenzen zu zeigen und auch die Ergebnisse aus den Simulationen zu bestätigen.



Yang, Liu;
Analysis of parameter steadiness in blockwise multipath estimation. - Ilmenau. - 54 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Masterarbeit 2024

Die Analyse des Verhaltens einer Kanal ist eine sehr wichtige Untersuchung des MIMO-Systems (Multiple Input Multiple Output). Mit zunehmender Kanalfrequenz, sowie dem Ziel, mehr Benutzerzahlen und einen größeren Signalabdeckungsbereich anzustreben, werden die Eigenschaften der Kanalmodellierung komplexer. Um die Leistung dieser fortschrittlichen Technologie zu untersuchen, haben wir einige Parameter des Ausbreitungssignals gemessen und sie mit dem RIMAX-Algorithmus berechnet, um einige weitere Parameter zu ermitteln. Das Thema dieser Arbeit ist die Analyse der Stabilität dieser Parameter, die bereits vom RIMAX-System geschätzt wurden. Der Zeitaufwand für das RIMAX-System zur Schätzung großer Datenmengen ist hoch. Daher werden die Daten in Blöcke aufgeteilt, um sie gleichzeitig parallel zu verarbeiten. Da der genannte Algorithmus iterativ aufgebaut ist, muss er mehrere Datenschnappschüsse verarbeiten um einzuschwingen. Damit die geschätzten Parameter an den Blockübergängen dennoch stetig verlaufen, werden die einzelnen Blöcke überlappend definiert. Nach der Schätzung werden die Datenblöcke in der ursprünglichen Reihenfolge ohne die überlappenden Daten wieder zusammengefügt. Die geschätzten Parameter sollten über die gesamte Zeitdauer hinweg stabil sein. Daher stellt die Stabilität des geschätzten Parameters die Leistung der Datentrennungsschätzungsverarbeitung dar. In dieser Arbeit konzentrieren wir uns auf die Bewertung der Parameterstabilität durch drei verschiedene Algorithmen und verwenden den Mehrwegkomponenten- abstand (MCD) als quantitativen Standard. Der MCD ist ein wichtiger Schritt zur Mehrwege-Clustering-Erkennung, die auf der Grundlage von Verzögerung, Ankunfts- und Abgangswinkeln berechnet wird, die die Parameter von Mehrwegekomponenten (MPC) sind. Zunächst verwenden wir MCD, um den Tracking-Parameter PathID zu analysieren, der vom RIMAX-Algorithmus geschätzt wird, um das Ergebnis zu beobachten. Die MCD-Werte von PathID zeigen eine signifikante Eigenschaft, dass es an den Blockrändern Extremwerte gibt und sich die Werte an den anderen Position im Blockinneren langsam ändern. Dann verwenden wir den ungarischen Algorithmus, um die MPCs nachfolgender Snapshots zuzuweisen, um die MCD-Werte zu erhalten. Die MCD-Werte zeigen die gleiche Tendenz wie die PathID, allerdings sind die MCD-Gesamtwerte kleiner als die PathIDs. Schließlich verwenden wir den Kalman-Filter, um den Tracking-Prozess erneut auszuführen un dann die MCD-Werte des Kalman-Filters zu berechnen. Die Ergebnisse zeigen für die Parameter keine Blockkanten mehr und die MCD-Werte sind extrem niedrig. Durch den Vergleich der MCD-Werte durch drei verschiedene Algorithmen, den PathID und den ungarischen Algorithmus, wird die Stabilität in den Blöcken der Parameter überprüft, die vom RIMAX-Algorithmus ausgewertet werden. Der Kalman-Filter kann die Stabilität der Parameter insgesamt sicherstellen, aber der Zeitaufwand ist höher als vom ungarischen Algorithmus berechnet.



Jomiev, Firuz;
Untersuchung einer Endstufen-Lösung mit LDMOS Technologie für GSM-R unter Verwendung eines DC/DC Wandlers. - Ilmenau. - 72 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Masterarbeit 2023

Die dynamische Entwicklung neuer Technologien kann zur sukzessiven Ablösung bestehender Technologien und damit zu neuen Herausforderungen im Bereich der Zugkommunikation führen. Die im Zugfunkmodul von Funkwerk verwendete LDMOS-Technologie mit einer Drain-Source-Spannung von 12 V ist heute nicht mehr verfügbar, stattdessen haben sich neue LDMOS-Designs mit höheren Drain-Source -Spannungen durchgesetzt. Da das Funkmodul eine Betriebsspannung von 12 V hat, ist eine unmittelbare Implementierung neuer LDMOS-Verstärker nicht realisierbar. Daraus ergibt sich die Zielsetzung, alternative Lösungen zu finden. Eine mögliche Lösungsoption, die Forschungsgegenstand dieser Masterarbeit ist, besteht darin, die Drain-Source-Spannung des Verstärkers durch den Einsatz eines DC/DC-Wandlers zu erhöhen und im Funkmodul zu implementieren. Dies wurde unter Berücksichtigung der Anforderungen an ein GSM-R-Modul nach den Normen des European Telecommunications Standards Instituts (ETSI) untersucht und implementiert. Zur Umsetzung dieses Ansatzes wurden Auswahlkriterien basierend auf theoretischen Grundlagen definiert und der LDMOS-Verstärker BLP15M9S30 und der Aufwärtswandler LTC7804 als geeignet ausgewählt. Diese Bauteile wurden durch die konzipierten Messeinrichtungen zunächst einzeln und dann in der Zusammenschaltung näher analysiert und ausgewertet. Basierend auf diesen ermittelten Ergebnissen wurde daraufhin ein Versuchsmodul entwickelt. Zur Überprüfung der Konformität des entwickelten Versuchsmoduls mit den ETSI-Normen für ein Zugfunkmodul wurde eine Evaluierung des Versuchsmoduls hinsichtlich der HF-Parameter und der Störaussendung durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Untersuchung haben die Erkenntnisse geliefert, dass durch die gezielten Implementierungsmaßnahmen im Zusammenhang mit einem DC/DC-Wandler-Konzept die Umsetzung dieses Vorhabens erfolgreich realisiert werden kann. Der Einsatz eines Aufwärtswandlers ermöglicht damit die Anwendung eines Verstärkers, basierend auf LDMOS-Technologie unabhängig von der Eingangsbetriebsspannung in Neu- und Weiterentwicklungen, insbesondere dann, wenn die bisher verwendeten Verstärker aus diversen Gründen nicht mehr verfügbar oder einsetzbar sind.



Teekha, Chiraphan;
Cluster analysis in measured wireless propagation channels. - Ilmenau. - 70 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Masterarbeit 2023

Bekannte Kanalmodelle, wie 3GPP (TR36.873, 38.900), WINNER oder COST, berücksichtigen einen geometriebasierten stochastischen Kanalmodellierungs-ansatz. Ein grundlegendes Konzept zur Reduzierung der Komplexität solcher Modelle ist die Berücksichtigung von Clustern, die aus mehreren Mehrwegekomponenten (MPCs) bestehen. Die Ableitung zuverlässiger Cluster-Parameter und die Analyse ihrer Statistiken aus Funkkanalmessungen in realen Umgebungen erweist sich als anspruchsvolle Aufgabe, da der bestehende Clustering-Algorithmus in früheren Studien noch viele Einschränkungen aufweist. In dieser Arbeit wird ein gemeinsames Clustering- und Tracking-Konzept vorgeschlagen, das die zeitvariablen Eigenschaften der MPCs berücksichtigt. Hierzu werden zwei unterschiedliche Ansätze untersucht: 1) die Centroid-Tracking basierende, dieser Algorithmus wird der Kernel-Power-Density (KPD) Ansatz zur Identifizierung der Clusterzentren mit einem Kalman-Filter zur Verfolgung und Vorhersage der Centroid-Positionen verwendet. 2) die trajektorienbasierte Clusterung, dieser Algorithmus wird ein neuartiger Ansatz vorgeschlagen, dort wird ein globales Abstandsmaß verwendet. Das Abstandsmaß basiert auf der Bestimmung des Abstands von MPC-Trajektorien. Dieser Ansatz wird mit KPD und Improved Subtractive (IS) umgesetzt, einem Initialisierungsalgorithmus für den K-PowerMeans (KPM)-Algorithmus. Die Erweiterung des 3GPP Funkkanalmodells zur Simulation von dynamischen und consistenten Kanalveränderung wird verwendet, um die Clusterverfahren basierend auf den verschiedenen Tracking-Ansätzen zu evaluieren. Das Ergebnis zeigt für beiden Methoden eine solide und sich verbessernde Leistung für die Clusterung von MPCs. Im finalen Schritt werden die vorgeschlagenen Lösungen anhand von Funkkanalmessdaten aus innerstädischen Gebieten getestet. Dabei konnte festgestellt werden, dass durch die Anwendung des globalen Abstandsmaßes ein Cluster-Ergebnis erzielt werden konnte, welches mit der zeitlichen Entwicklung der MPCs gut übereinstimmt. Insbesondere beim Ansatz mit dem KPD ist eine Verringerung in der Identifizierung von unbedeutenden Clustern zu beobachten, die durch den sparsamen Charakter des Ausbreitungskanals verursacht wird. Darüber hinaus zeigt die Lösung mit der direkten Clusterung von Trajektorien, dass die Leistung der Clusterung durch den Tracking-Ansatz erheblich beeinflusst wird.



Amirabadi, Souzan;
Methods and procedures for processing and analyzing process signals in precision machining processes. - Ilmenau. - 63 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Masterarbeit 2023

Präzisionsbearbeitung ist ein Fertigungsprozess, der zur Herstellung hochpräziser und eng tolerierter Bauteile eingesetzt wird. Die Überwachung des Prozesses ist entscheidend, um die Effektivität und Qualität der Präzisionsbearbeitungsoperationen zu gewährleisten. Schleifbrand, der auf übermäßige Wärmeerzeugung während des Schleifprozesses verweist und Oberflächenschäden sowie eine Verringerung der Produktqualität verursachen kann, ist eine der häufigsten Fehlerquellen, die bei solchen Verfahren auftreten können. Schleifbrand muss während des Prozesses mit geeigneten Techniken überwacht werden, um ihn zu vermeiden und zu reduzieren. Die Verwendung von Sensoren zur Erfassung verschiedener Datenarten, einschließlich Vibration, Strom und akustischer Emissionssignale, die zur Analyse des Schleifprozesses beitragen können, ist eine typische Methode der Prozessüberwachung. Solche Signale werden mit spezialisierten Sensoren erfasst und in dieser Arbeit als Daten für zusätzliche Analysen verwendet. Anschließend ist eine Vorverarbeitung erforderlich, um die Analyse der gesammelten Sensordaten zu verbessern. Dabei werden die Daten gereinigt und geordnet, um Rauschen zu entfernen, signifikante Segmente zu identifizieren und sinnvolle Merkmale zu extrahieren. Durch dieses Vorverarbeitungsverfahren wird eine konzentriertere und genauere Untersuchung des Schleifprozesses ermöglicht, die zusätzlichen Analysen und präzise Interpretationen zulässt. Diese Arbeit konzentriert sich auf die Vorverarbeitung eines selbst generierten Signals mit bekannten zeitlichen und frequenzspektralen Eigenschaften. Es erfolgt ein Vergleich der Leistung mehrerer Zeit-Frequenz-Transformationsmethoden, die auf dieses selbst generierte Signal angewendet werden, wie beispielsweise die Kurzzeit-Fourier-Transformation (STFT), kontinuierliche Wavelet-Transformationen (CWT), Wigner-Ville-Verteilung (WVD) und Synchrosqueezing-Transformation (SST). Es erfolgt auch eine genaue Bewertung der Zeit-Frequenz-Darstellung (TFR) des Signals. Es wird auch untersucht, wie verschiedene Zeit-Frequenz-Transformationsalgorithmen zur Prozessüberwachung verwendet werden können, beispielsweise zur Erkennung von Schleifbrand. Diese Studie untersuchte verschiedene Zeit-Frequenz-Transformationsmethoden zur Bestimmung von Merkmalen des Schleifbrands. Die STFT zeigte regelmäßig eine zuverlässige TFR-Konstruktion mit geringem MSE und reduzierter Renyi-Entropie, wodurch Eigenschaften des Signals mit geringerer Unvorhersagbarkeit erfasst wurden. Im Vergleich dazu war die kontinuierliche Wavelet-Transformation (CWT) unregelmäßiger. Mit ihrer guten Gesamtleistung und schnelleren Verarbeitung hat sich die STFT-Methode als eine geeignete Wahl für Echtzeitüberwachungsanwendungen herausgestellt. Diese Erkenntnisse tragen zur Zeichenerkennung bei Schleifbrand bei und unterstreichen das Potenzial des STFT-Ansatzes. Weitere Untersuchungen sind erforderlich, um alternative Methoden für die Hochfrequenz-Signalverarbeitung unter Berücksichtigung von Genauigkeit, Unvorhersagbarkeit und Rechenzeit zu erforschen.