Masterarbeiten ab 2012

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Erstellt: Thu, 08 Dec 2022 23:09:33 +0100 in 0.0583 sec


Hühnert, Maria Anna;
How (un)fair are the current billing systems in music streaming? : an economic analysis of artist compensation. - Ilmenau. - 103 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Masterarbeit 2022

Musikstreaming hat in den vergangenen Jahren an Bedeutung für die Musikindustrie gewonnen. Frühere Marktbarrieren haben an Bedeutung verloren, während neue entstanden sind und Streamingdienste avancierten zu Gatekeepern zwischen Musikschaffenden und Musikkonsumenten. In Anbetracht sinkender physischer und digitaler Umsätze, werden die Einnahmen aus dem wachsenden Markt für Musikstreaming für die Künstler immer wichtiger. Allerdings werden immer wieder Stimmen laut, dass zu wenige Künstler nennenswerte Einnahmen durch Streaming erzielen und dass vor allem international bekannte Künstler vom Streaming profitieren. Ziel der Arbeit ist es zu untersuchen, wie (un)gerecht die Abrechnungssysteme der Musik-Streamingdienste mit den Künstlern sind und ob die Einführung eines nutzerbasierten Abrechnungsmodells zu einer gerechteren Verteilung der Ausschüttungen unter den Künstlern führen könnte. Um diese Fragen zu beantworten, werden Einkommensmöglichkeiten durch Streaming mit anderen Einnahmemöglichkeiten verglichen und analysiert, welche Konsequenzen die Einführung eines nutzerzentrierten Abrechnungsmodells im Musikstreaming nach sich ziehen würde. Diese Analyse zeigt, dass die Umstellung auf ein nutzerzentriertes Abrechnungsmodell einen positiven Effekt auf weniger bekannte Künstler hätte. Allerdings sollte der Einfluss des gewählten Abrechnungssystems nicht überschätzt werden. Insbesondere die gegenseitige Abhängigkeit von Major Labels und Streaming-Anbietern verhindert unabhängig des vorherrschenden Abrechnungssystems eine gerechtere Entlohnung der Künstler.



Kartelle zum Gemeinwohl - eine Analyse unter besonderer Berücksichtigung umweltökonomischer Aspekte. - Ilmenau. - 75 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Masterarbeit 2022

Die mittlerweile spürbaren Auswirkungen der globalen Klimakrise führen dazu, dass das Anliegen des Umweltschutzes immer mehr den gesellschaftlichen Fokus rückt. Zuletzt sorgten die Anhänger der Bewegung „Fridays for future“ zu diesem Thema für viel mediale Aufmerksamkeit. Auf politischer Ebene werden verschiedene Lösungsansätze verfolgt. Immer wieder taucht in der Diskussion durch Unternehmen das Argument auf, dass durch die aktuelle Gesetzeslage für den Umweltschutz notwendige Kooperationen verhindert werden würden. Eine Lockerung der wettbewerbsrechtlichen Kriterien könnte dabei Abhilfe schaffen. Diese Arbeit beschäftigt sich mit den Fragen ob und wenn ja inwieweit kartellrechtliche Änderungen zu einem gesteigerten Umweltschutz beitragen können. Im Fokus steht dabei vor allem die Idee einer Freistellung von Gemeinwohlkartellen.



Ehmke, Jennifer;
The enemy at the digital market? : an economic analysis of the Digital Markets Act and the Digital Services Act. - Ilmenau. - 52 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Masterarbeit 2022

Im Dezember 2020 hat die Europäische Kommission zwei Gesetzesentwürfe, den Digital Marktes Act (DMA) und den Digital Services Act (DSA) vorgestellt, um den Problemen digitaler Märkte in der Europäischen Union entgegenzuwirken. Die Besonderheiten digitaler Märkte bestehen im Zusammenspiel aus der hohen Relevanz von Daten und der Ökonomie von Plattformen, die die Entstehung umfassender digitaler Ökosysteme begünstigen. Digitale Großkonzerne wie Google, Amazon, Facebook und Apple (GAFA) haben durch den Aufbau digitaler Ökosysteme eine hohe Marktmacht erlangt. Durch zahlreiche wettbewerbswidrige Strategien, wie z.B. Selbstbevorzugung der eigenen Produkte und Dienstleistungen, konnte die Marktmacht weiter gefestigt werden. Die ökonomische Analyse des DMA und DSA zeigt auf, dass die derzeitige Ausgestaltung noch großen Handlungsbedarf hat, da sie die besonderen Herausforderungen digitaler Märkte nicht ausreichend adressieren. Der Ansatz eines rein asymmetrischen Ex-Ante-Regulierungsinstruments scheint auf Grund der hohen Dynamik in digitalen Märkten aus ökonomischer Sicht weniger effektiv und sinnvoll. Aktuell durchlaufen der DMA und der DSA das Gesetzgebungsverfahren der Europäischen Union und könnten im Jahr 2023 Inkrafttreten.



Kraus, Sarah Noriya;
Zwischen Netflix-Algorithmus, Google-Suche und WerStreamt.es : eine ökonomische Analyse der Suchprozesse nach Videostreaming-Inhalten. - Ilmenau. - 93 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Masterarbeit 2021

Wer sucht, der findet!? Die Arbeit untersucht auf Basis ökonomischer Such- und Matching-Theorie normativ welche Charakteristika die optimale Suche im OTT-Bereich aufweisen müsste und gleicht die Ergebnisse mit empirischen Erkenntnissen darüber ab, wie Konsumenten tatsächlich nach Videostreaming-Diensten und -Inhalten suchen. Es stellt sich heraus, dass Konsumentenverhalten sowohl von individuellen Kosten-Nutzen-Abwägungen als auch besonderen Marktstrukturen wie Such- und Empfehlungssystemen und vertikaler Integration marktmächtiger Suchanbieter und Streaming-Angebote (insbesondere Google - YouTube) bestimmt ist. Die Reihenfolge gewählter Streaming-Anbieter beeinflusst u.a. die Intensität von Multihoming-Verhalten. Inwiefern dies auf wohlfahrtsmindernde Lock-ins oder aber nutzenstiftenden Streaming-Content zurückzuführen ist, wird in der Arbeit ebenso diskutiert. Folglich ergibt sich, welche Aspekte ein optimales Suchsystem im VoD-Bereich im Sinne effizienten Handelns aus Konsumentensicht aufweisen könnte und welche Kosten, Nutzen sowie wettbewerbsökonomischen Risiken mit den Strukturen verbunden sind.



Hess, Bastian;
You Shall Not Pass - kontrollieren Gatekeeper die digitale Infrastruktur?. - Ilmenau. - 100 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Masterarbeit 2021

Online-Plattformen sind durch ihre Intermediationsposition in der Lage, als kritische Schnittstellen in der Digitalökonomie - als sogenannte Gatekeeper - zu agieren. Eine Stellung als unumgänglicher Gatekeeper kann von Plattformen missbraucht werden, worunter Wettbewerb und Wohlfahrt leiden können. Ziel dieser Arbeit ist es, herauszuarbeiten wie Plattformen zu Gatekeeper werden und anschließend verschiedene Gatekeeper-Plattformen anhand ökonomischer Kriterien voneinander abzugrenzen. Daraufhin werden vier Fälle der Europäischen Kommission rund um Gatekeeper, der Amazon E-Book-Fall, der Google Shopping-Fall und die aktuell laufenden App Store-Fälle von Epic Games und Spotify gegen Apple, mithilfe der vorgeschlagenen Gatekeeper-Klassifikation betrachtet. Schließlich wird die von der Europäischen Kommission geplante Regulierung digitaler Gatekeeper - das Gesetz über digitale Märkte - unter Zuhilfenahme des erarbeiteten Verständnisses über Gatekeeper analysiert. Im Ergebnis dieser Arbeit ist drastische Intermediationsmacht für den Aufstieg einer Plattform zum Gatekeeper notwendig, die insbesondere aus starkem Nutzergruppen-Singlehoming resultiert. Weiterhin zeigt die Gatekeeper-Klassifikation in Verbindung mit den Fallstudien, dass sich besonders für Gatekeeper mit auf Eintrittsbarrieren für Inhaltsproduzenten basierenden asymmetrischen Nutzergruppen deutliche Anreize für Selbstbegünstigung und Marktmachtübertragung bieten, wodurch diese von der Arbeit als asymmetrische Gatekeeper bezeichneten Plattformen aus wettbewerblicher Perspektive potenziell problematischer als andere Plattformen sind. Letztlich zeigt sich im Ergebnis dieser Arbeit, dass der Entwurf für das Gesetz über digitale Märkte keine Gatekeeper, sondern vielmehr große Online-Plattformen als Regulierungsziel setzt.



Köse, Rabia;
Digitale Revolution der Musikdistribution eine ökonomische Analyse des Streamingmarktes. - Ilmenau. - 96 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Masterarbeit 2021

Die vorliegende Arbeit untersucht den Musikstreaming-Markt in Deutschland. Dieser digitale Markt ist durch die vielen dynamischen Entwicklungen innerhalb der digitalen Ökonomie geprägt. Große, digitale Unternehmen, wie z.B. Google, Apple und Amazon, erweiterten ihre digitalen Ökosysteme durch einen eigenen Musikstreaming-Dienst. Damit einher gehen unter anderem Informationsasymmetrien und Wettbewerbsprobleme. Die Arbeit zeigt diese auf und untersucht, inwiefern die 10. GWB Novelle die neuen wettbewerbspolitischen Herausforderungen auf dem Musikstreaming-Markt aufgreift. Die Relevanz der Wettbewerbsprobleme wurde mithilfe einer nicht-repräsentativen Nutzerumfrage untersucht. Abschließend hat eine Untersuchung der ökonomischen Effekte überwiegend positive Auswirkungen auf die soziale Wohlfahrt festgestellt.



Ahrens, Alina;
Der Wettlauf um personenbezogene Daten: eine ökonomische Analyse von Datenextraktion und Datenschutz im Internet. - Ilmenau. - 111 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Masterarbeit 2021

Personenbezogene Daten sind das wertvollste Wirtschaftsgut des 21. Jahrhunderts. Unternehmen wie Facebook und Google sammeln täglich große Mengen an Nutzerdaten und schaffen durch eine intelligente Analyse und Kombination einen enormen marktbergreifenden Wert für verschiedenste Geschäftsmodelle. Die Extraktion von Nutzerdaten ermöglicht die heutigen kostenfreien Internetdienste, indem Nutzer mit ihren personenbezogenen Daten bezahlen anstatt auf monetäre Weise. Das Geschäft mit personenbezogenen Daten kann für Unternehmen und Konsumenten sowohl einen erheblichen Nutzen stiften, als auch wohlfahrtsschädlich sein. Aktuell ist der Wettlauf um personenbezogene Daten eher zugunsten datenextrahierenden Unternehmen ausgestaltet, weshalb sie ihn dominieren. Dies liegt insbesondere daran, dass die großen digitalen Tech-Konzerne den Wert und die Möglichkeiten von personenbezogenen Daten als Wirtschaftsgut deutlich früher erkannt haben als Konsumenten und Behörden, und sich daher einen erheblichen Vorsprung erarbeitet haben. Die vorliegende Arbeit identifiziert im Rahmen der ersten Leitfrage Faktoren, die diesen Wettlauf um personenbezogene Daten als wesentliche Treiber und Hemmer der Datenverarbeitung beeinflussen und analysiert ihre ökonomische Wirkung auf die Datenextraktion und den Datenschutz. Das Bereitstellungsproblem des Datenschutzes, vorliegende externe Effekte, das Marktmachtproblem, vorhandene Informationsasymmetrien und der zunehmende Kontrollverlust der Internetnutzer über ihre Daten konnten hierbei als Bewertungskriterien zur Beantwortung der zweiten Leitfrage abgeleitet werden. In Bezug auf diese Kriterien wurde die Verarbeitung personenbezogener Daten in der EU, den USA und China hinsichtlich auftretender Kosten und Nutzen bewertet. Da sich die Regulierungsansätze und das Datenschutzverständnis in diesen Ländern stark unterscheiden, können maßgebliche Unterschiede festgestellt werden.



Haaf, Chris;
Digital Referee - der Einsatz digitaler Unterstützung der Schiedsrichterleistung in der Fußball-Bundesliga. - Ilmenau. - 97 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Masterarbeit 2021

In dieser Arbeit wird auf die Einführung des Video Assisstant Refere (VAR) in den beiden obersten Spielklassen der deutschen Fußball-Bundesliga eingegangen und wie dies sich ökonomisch auf die Angebotsseite der Deutschen Fußball Liga (DFL) und die Nachfrageseite der Fußballkonsumenten auswirkt. Es wird nach Gründen für die Einführung von der DFL gesucht sowie nach Auswirkungen auf die Konsumentenwohlfahrt der Zuschauer. Es wird vermutet, dass eine fehlerfreiere Leistung des Schiedsrichters die Qualität der Fußballspiele steigert, was zu einem Mehrnutzen bei den Konsumenten führt und dadurch die Nachfrage und Gewinne der Produzenten steigen. Hierzu werden wer sportökonomische Grundlagen wie die von Walter C. Neale mit denen der Neoklassik verglichen und eingeordnet, damit anschließend eine Verknüpfung der Theorie und der Ist-Zustandes des Marktes hergestellt werden kann. Des Weiteren wird die Funktionsweise des VAR erklärt sowie auf andere, indirekt betroffene, Stakeholder eingegangen. Es konnte nicht zweifelsohne geklärt werden, ob der VAR mitverantwortlich für die veränderten Umsatzzahlen der DFL ist. Grund hierfür ist die Kritik der Fans, die sich aber nicht durch einen Rückgang der Nachfrage belegen lässt. Das Ausbrechen des Corona-Virus während der dritten Saison, in der der VAR im Einsatz war, und die damit verbundenen Probleme und Rückgänge von Stadionbesuchen, verhindern klare Rückschlüsse, ob sich hier der VAR nennenswert ausgewirkt hätte.



Bonusprogramme in digitalen Märkten: eine ökonomische Analyse deutscher Cashback-Systeme. - Ilmenau. - 105 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Masterarbeit 2021

Bonusprogramme wie der marktbeherrschende Anbieter Payback erfreuen sich seit bereits einigen Jahren in Deutschland großer Beliebtheit. In Zuge dessen haben sich auf dem deutschen Online-Markt Cashback-Seiten als eine Sonderform der Bonusprogramme etabliert und sind in den letzten Jahren erheblichen gewachsen, nehmen aber noch immer nur einen kleinen Bereich in der Branche der Bonusprogramme ein. Die vorliegende Masterarbeit befasst sich mit der Frage, inwiefern wohlfahrtsökonomische Auswirkungen von Bonusprogrammen, insbesondere Cashback-Systemen, auf die zentralen Marktteilnehmer, den Konsumenten und Advertisern, entstehen. Hierfür wird betrachtet, in welchem Umfang Konsumenten dazu bereit sind, Cashback-Systeme zu nutzen und ihre persönlichen Daten zwecks Nutzung von Online-Angeboten herauszugeben. Als Grundlage der Analyse werden hierfür relevante ökonomische Theorien herangezogen und in Bezug auf Cashback-Systeme betrachtet. Dies umfasst die Ökonomie der Werbung, die Plattformökonomie, die personalisierten Daten und den Rabatten zugrunde liegende Preisdiskriminierung. Die Arbeit wird durch eine empirische Untersuchung unterstützt. Unter Einbezug der vier Theoriebereiche zeigt sich, dass die wohlfahrtsökonomischen Auswirkungen sich für Advertiser als überwiegend positiv erweisen. Bei Konsumenten hingegen muss die Nutzung der Systeme mit Vorsicht erfolgen. Einerseits können diese Rabatte nutzen, über die Plattform neue Produkte und Anbieter kennen lernen oder Prämien sammeln. Jedoch bezahlen sie für diese mit ihren persönlichen Daten.



Wagner, Katharina;
The more you know the more you enjoy - eine ökonomische Analyse des Erfolgs privater Inhalte auf YouTube. - Ilmenau. - 65 Seiten
Technische Universität Ilmenau, Masterarbeit 2021

Viele Social Media Stars auf YouTube veröffentlichen, neben ihren genrespezifischen Inhalten, auch Videos mit privaten Inhalten. Die Zuschauer lernen dadurch die YouTuber besser kennen, wissen wie sie Leben und sind ab und an Teil von privaten Momenten. Somit häufen sie nach Adlers Superstartheorie Konsumkapital an. Auf Grund Adlers Aussage "the more you know the more you enjoy" (Adler 1985, S. 208 f.) stellt sich die Frage, ob diese Videos durch mehr Aufrufe, Likes, Kommentare und damit einem höheren Engagement zum Erfolg des YouTube Kanals beitragen. Dies wird in der Arbeit anhand des Algorithmus bemessen, welcher Videos mit hohen Aufrufen, Likes und Kommentaren für eine bessere Sichtbarkeit prominenter platziert. Daraufhin werden neue Zuschauer auf den Kanal aufmerksam, was zum Kanalwachstum führen kann. Dafür wurden insgesamt 100 Videos fünf verschiedener Genres auf diese Kennzahlen analysiert. Die Videos teilen sich pro Kanal in zwei Videos mit genrespezifischen Inhalten, zwei Videos mit privaten Inhalten und ein Video der Kategorie Mix (beide Inhalte in einem) ein. Als Ergebnis dieser Arbeit lässt sich feststellen, dass private Inhalte durchaus einen positiven Effekt auf den Erfolg der Kanäle haben können. Die Stärke des Einflusses dieser Videos ist letztendlich kanal- bzw. genreabhängig.